Lebensmittel werden immer teurer und so mancher dreht mittlerweile jeden Euro mehrfach um, bevor er ihn ausgibt. Mit diesen 60 cleveren Tipps rund um Einkauf, Kochen und Ernährung kannst du nicht nur Lebensmittel sparen – du erhältst auch deutlich mehr (Genuss) für dein Geld und verbesserst gleichzeitig deinen Speiseplan.
14 Tipps zum günstigen Einkaufen
Lebensmittel sparen beginnt beim Einkauf. Dabei kennst du sicher bereits Tipps, wie nicht hungrig einkaufen zu gehen und auch mal die Hausmarke zu kaufen. Es gibt aber deutlich mehr Möglichkeiten, deinen Geldbeutel zu schonen. Und genau die erfährst du hier.
Tipp 1: Mahlzeiten sinnvoll planen
„Was essen wir heute?“ ist nicht nur eine der nervigsten alltäglichen Fragen, sondern auch eine teure. Denn sie bedeutet, dass du öfter einkaufst, öfter kochst und Reste schlechter verwerten kannst. Du gibst also deutlich mehr Geld aus als nötig und betreibst auch mehr Aufwand.
Besser: Plane die Mahlzeiten für eine Woche vor.
Zum Beispiel:
- Am Montag kannst du einen großen Topf Kartoffeln kochen und Kartoffeln mit Quark essen.
- Am Dienstag werden die restlichen Kartoffeln zu Kartoffelecken mit Ofengemüse und Dip.
- Am Mittwoch wird aus dem restlichen Ofengemüse eine schnelle Pasta-Sauce.
- Am Donnerstag wird aus den restlichen Nudeln ein Nudelsalat, ein einfacher Auflauf oder Bratnudeln.
- Am Freitag kochst du Reis, den du mit Gemüse und Fisch servierst.
- Am Samstag wird aus Reis, Gemüse und Fisch ein Thai-Curry-Topf.
Sinnvolle Planung ermöglicht es dir, mit wenigen Zutaten günstiger, aber dennoch abwechslungsreich zu essen und sogar bei der Zubereitung weniger Aufwand zu betreiben.
Tipp 2: Nur einmal pro Woche einkaufen gehen
Häufiger einkaufen zu gehen, führt dich auch öfter in Versuchung, mehr als nötig mitzunehmen. Und dann mehr als nötig im Kühlschrank verderben zu lassen.
Besser: Geh nur einmal die Woche mit Einkaufsliste bewaffnet einkaufen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Wege.
Netter Nebeneffekt: Du kannst beim Kaufen auf (kleinen) Vorrat sinnvoller Mengenrabatte mitnehmen.
Tipp 3: Grundpreise statt Packungspreise vergleichen
Einer der häufigsten Sparfehler beim Einkauf von Lebensmitteln ist es, auf den Packungspreis zu schauen – anstatt auf den Grundpreis für Liter oder Kilogramm.
Besser: Achte auf den Grundpreis pro Menge. Diese Angabe findet sich oft kleingedruckt auf dem Etikett im Regal. Dadurch siehst du, bei welcher Kaufentscheidung du wirklich sparst.
Tipp 4: Money-Back und Rabatt-Apps nutzen
Neben Payback-Punkten bieten einige Discounter- und Supermarktketten auch eigene Rabatt-Apps an. Die selbst viele regelmäßige Käufer noch nicht kennen und noch nicht nutzen.
Besser: Informier dich online oder beim Kassenpersonal, welche Sparmöglichkeiten es gibt. Von Kundenkarte über Spar-App bis Coupons kannst du oft ungeahnt viel beim Kauf von Lebensmitteln sparen.
Tipp 5: Großpackungen kaufen und Mengenrabatte nutzen
Ein-Personen-Haushalte geben pro Kopf deutlich mehr für Lebensmittel aus als Zwei- oder Mehrpersonen-Haushalte. Dafür gibt es zwei hauptsächliche Gründe:
- Bei kleinen Abpackungen liegt der Grundpreis für Lebensmittel oftmals deutlich höher als bei Großpackungen.
- Ein-Personen-Haushalte nutzen Mengenrabatte seltener.
Besser: Auch, wenn du allein lebst, kannst du mit Meal Prep und richtiger Vorratshaltung genau diese Sparmöglichkeiten nutzen und dadurch geringere Grundpreise für Lebensmittel bezahlen. Dazu findest du alle Details weiter unten.
Tipp 6: Bück- und Streckware kaufen
Ein Klassiker unter den Tipps zum Lebensmittel sparen ist das Kaufen von Bück- und Streckware. Und das nicht umsonst. Denn alles auf Augenhöhe ist teurer. Musst du dich hingegen bücken oder strecken, findest du deutlich günstigere Preise.
Warum macht das also nicht jeder? Ganz einfach, weil bei vielen immer noch der Irrglaube vorherrscht, dass alle günstigeren Produkte eine schlechtere Qualität aufweisen. Oftmals stehen die sogenannten Hausmarken der Markenware aber in nichts nach.
Besser: Probier die günstigeren Produkte aus und stell fest, wie viel du beim Einkauf sparen kannst, ohne auf Genuss zu verzichten.
Tipp 7: Wochenbudget festlegen und vorbeugen
Hier noch eine Pizza, da noch ein Coffee-to-go: Wenn Hunger, Durst oder Müdigkeit an dir nagen, sitzt das Geld lockerer. Der Schock kommt dann, wenn sich die „kleinen“ Ausgaben nebenbei summieren.
Besser: Leg ein Budget für die Woche fest und halte das Geld bar im Portemonnaie bereit. Dadurch achtest du sehr viel mehr darauf, wie viel du wofür ausgibst.
Noch viel besser: Beuge den spontanen „Notkäufen“ vor, indem du dich mit einer Einkaufsliste bewaffnest, nicht hungrig einkaufen gehst und Getränke und Snacks für unterwegs einpackst.

Tipp 8: Foodsharing nutzen
Du willst günstiger einkaufen oder kannst Lebensmittel tauschen und damit Verschwendung vermeiden? Auch dafür gibt es Apps und Organisationen, die den Wert von Nahrung höher schreiben – und dir gleichzeitig Geld sparen.
Darunter:
- To good to go: Aldi, der Bäcker um die Ecke, Nordsee – auf der App „Too good to go” findest du Angebote von einer Vielzahl von Geschäften und Restaurants. Was kurz vor Ladenschluss nicht verkauft ist, aber viel zu schade zum Wegwerfen, gibt es zu einem Bruchteil des Verkaufspreises.
- Foodsharing.de: Von Aufklärung bis hin zum Fairteiler setzt sich Foodsharing.de für eine sinnvollere und bessere Regelung rund um Lebensmittel ein.
Tipp 9: Spar-Challenges angehen
Hast du schon mal versucht, eine Woche lang aus Kartoffeln immer wieder ein neues Gericht zu zaubern? Oder täglich maximal 5 Euro für Essen auszugeben? Spar-Challenges verdeutlichen, wie viel du aus dem machen kannst, was du hast. Dennoch gehen viele Menschen sie nicht an, bis sie dazu gezwungen sind.
Besser: Teste neue, kostengünstige Rezepte aus. Beginne damit, Supermarkt-Kräuter zu retten. Probier Wildkräuter-Gerichte. Trau dich, mal zum Fairteiler zu gehen oder selbst einen Indoor-Garden aufzubauen.
Das spart nicht nur Geld, sondern zeigt dir auch neue Möglichkeiten auf.
Tipp 10: Zeitlich und saisonal sinnvoll kaufen
Schnell vor der Arbeit einkaufen oder am Samstagvormittag, damit du es hinter dir hast und dir noch was vom Wochenende bleibt? Dadurch bezahlst du oft deutlich mehr als nötig. Genauso verhält es sich, wenn du frische Produkte kaufst, die gerade nicht in Saison sind.
Besser: Vor allem am Samstagabend beziehungsweise am Samstag kurz vor Ladenschluss sinken die Preise für Obst, Gemüse und andere Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bald abläuft. Das ist aber nicht die einzige Einkaufszeit, die du berücksichtigen solltest: Obst und Gemüse der Saison gibt es oft in rauen Mengen und dadurch günstiger. Du hast keine Ahnung, was gerade in Saison ist? Der Kalender der Bundeszentrale für Ernährung hilft weiter und ist sogar als kostenloses Poster erhältlich (natürlich ohne nerviges Wasserzeichen).
Zu diesen Zeiten lohnt es sich übrigens auch besonders, mal auf dem Wochenmarkt oder bei Hofläden vorbeizuschauen.
Tipp 11: Lieber selbst zubereiten
Fertiggerichte sind entweder halbwegs gesund und dabei unglaublich teuer. Oder sie sind zwar auf den ersten Blick günstig, dafür aber auch nicht gerade sättigend und ungesund.
Besser: Wer auch nur ein bisschen kochen kann, ist klar im Vorteil. Und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn kaufst du einfache Zutaten und zauberst daraus selbst cremiges Cheese-Chili, die beste Pasta-Sauce der Welt, Gazpacho oder Couscous mit Ajvar, kannst du für weniger Geld deutlich größere Mengen und gesündere Gerichte zubereiten.
Das ist aber noch nicht alles. Selbst zu kochen bedeutet, häufiger Angebote nutzen zu können – denn du kannst mit mehr Lebensmitteln etwas anfangen. Du vergrößerst deinen Speiseplan und die Abwechslung, greifst seltener auf Take-out zurück und kannst Meal Prep bis hin zu Lego Lunches und Duplo Dinners betreiben. Was auch gleich noch Strom und Aufwand spart.
Tipp 12: Alternative Quellen für Lebensmittel nutzen
Beim Einkauf denken viele an Supermarkt und Discounter, vielleicht auch noch an den Wochenmarkt. Dabei gibt es deutlich mehr Möglichkeiten, wenn du weißt, wo du schauen musst.
Besser: Schau dich in deiner Umgebung und online um, welche Einkaufsmöglichkeiten du hast und wo du sparen kannst.
Zum Beispiel:
- Hofläden und Direktverkäufe: Zu Erntezeiten wird hier vieles sehr günstig angeboten, vor allem, wenn es sich nicht lange lagern lässt.
- Schlachter, Jäger und Wildverkaufsstellen: Frisches Fleisch in hoher Qualität ist ein Luxus, im Supermarkt selten zu finden und auch dann oft überteuert. Probier stattdessen oder als Zusatz mal Apps und Anbieter wie „Waldfleisch“, „KaufneKuh“ oder „Land.Luft“ bei denen du direkt bestellen oder Verkaufsstellen in deiner Nähe finden kannst.
- private Hühnerhalter: In den letzten Jahren hat die Hühnerhaltung im eigenen Garten stark zugenommen. Und längst nicht immer können die Halter auch alle Eier rechtzeitig verwerten. Hast du Hühnerhalter in der Umgebung? Frag einfach mal nach, das kostet bekanntlich nichts und häufig werden die Eier günstiger abgegeben oder ein Tausch ist möglich.
- Kleingartenvereine: Obst, Gemüse, Kräuter und Salat werden nicht nur im großen Maßstab landwirtschaftlich angebaut, sondern auch in jedem Kleingartenverein. Nicht selten gibt es hier immer wieder Schwemmen – zum Beispiel Unmengen Zucchini, Äpfel oder Kirschen, sodass einige Kleingärtner ihre Ernte zum Teil verschenken oder gegen Hilfe bei der Ernte eintauschen.
- Fairteiler und Tauschschränke: Ein Blick in die Umgebung lohnt sich nicht erst, wenn es bei dir knapp wird. Du kannst hier auch selbst spenden, wenn mal etwas abzulaufen droht, du zu viel gekauft hast oder du schon bei der Ersten von drei Packungen feststellst, dass dir etwas nicht schmeckt.
- Anbieter mit Mengenrabatt oder kurzem MHD: Spezialmärkte wie Frostkauf und Anbieter wie Lebensmittel-Sonderposten.de oder Leckerposten.de haben zwar kein festes Angebot, regelmäßig reinzuschauen lohnt sich aber dennoch, wenn du Lebensmittel sparen und retten willst. Dafür eignen sich auf SIRPLUS und Motatos.
- Outlets und Werksverkäufe: Diese eignen sich bei weitem nicht nur für Süßigkeiten und Kleidung, sondern auch für Lebensmittel. Also schau dich nach Food-Outlets in deiner Umgebung oder mit Versandoption um.
- Streuobstwissen und Plantagen: Hast du schon mal von Mundraub.org gehört? Hier findest du Obstbäume, an denen du Äpfel, Birnen und Kirschen kostenlos für den Eigenbedarf ernten darfst. In einigen Städten gibt es zusätzliche Angebote und im Umland häufig Streuobstwiesen und Plantagen, die Beeren, Baumfrüchte und Nüsse zwar nicht kostenlos abgeben, dafür aber zu deutlich günstigeren Preisen als im Supermarkt.
Tipp 13: Tiefkühlzutaten? Ja, bitte!
In der Tiefkühlabteilung stürzt du dich nur auf Pizza, andere Fertiggerichte, Eis und Kuchen?
Besser: Willst du beim Kauf von Lebensmitteln sparen, schau dich lieber bei Obst, Gemüse, Pilzen und Fisch um. Die einzelnen Zutaten sind im Grundpreis deutlich günstiger, länger haltbar als frische Ware und gesünder als Fertiggerichte.
Tipp 14: Produkttester werden
Du kaufst teure Produkte, weil sie gehyped werden und du sie jetzt unbedingt probieren willst?
Besser: Werde Produkttester. Supermärkte wie Rewe und Marken wie Nestlé und Lenor oder Vernel bieten immer wieder Produkttests an. Davon kannst du zwar nicht deinen Wocheneinkauf bestreiten, erhältst aber immer mal wieder einzelne Produkte oder sogar ein kleines Sortiment kostenlos.
12 Tipps für eine günstige Vorratshaltung von Lebensmitteln
Ein-Personen-Haushalte bezahlen pro Kopf deutlich mehr für Lebensmittel als Zwei- oder Mehr-Personen-Haushalte. Die zwei Hauptgründe dafür? Ein-Personen-Haushalte nutzen seltener Mengenrabatte und Großpackungen. Sie schlagen außerdem seltener so richtig bei saisonalen Angeboten zu, betreiben eine deutlich geringere Vorratshaltung und kochen seltener sinnvoll vor.
Hier erfährst du, wie du das spielend einfach ändern kannst, dabei Lebensmittel sparst, dein Budget schonst und Nahrungsmittelverschwendung wirksam reduzierst.

Tipp 1: Sinnvolle Basics haben Priorität
Viele geben an dieser Stelle eine fertige Liste vor, die aus Mehl, Nudeln, Haferflocken, Zucker und Salz besteht. Vielleicht noch trockene Hülsenfrüchte und Reis, samt ein paar Obst- und Gemüsekonserven.
Besser: Erstelle deine eigene Prioritätenliste für die Basics und verpass ihr regelmäßig ein Update.
Magst du Nudeln mit Sauce und Nudelauflauf oder Nudelsuppen? Dann füll deinen individuellen Vorrat auf, wenn Nudeln, Dosentomaten, Tomatenmark, Gemüsekonserven, getrocknete Pilze, Instant-Brühe und Dosensuppen im Angebot sind.
Du isst häufiger süße Sachen? Mehl, Zucker, Salz, Honig und Obstkonserven sind die Basics für Eierkuchen, Pancakes und Cobbler. Erweitere den Vorrat noch um Haferflocken, Nüsse und ein paar Gewürze und schon hast du die haltbare Grundlage für schwedische Haferkekse mit süßem Dip, Müsliriegel, Porridge und herzhafte Brätlinge, Brötchen und Brot mit Haferflocken oder süße Aufläufe.
Wichtig ist:
- Geh individuell vor: Was steht wirklich bei dir auf dem Speiseplan und was könnte noch darauf wandern? Dabei ist egal, ob du täglich Ramen essen könntest, Falafel, Brot und Brötchen oder Reis mit Gemüse. Wichtig ist, dass du die Vorräte auch wirklich magst und aufbrauchst.
- Was ist (gerade) im Angebot: Füllst du deine Vorräte wieder auf, kannst du getrost auf Angebote warten oder Großpackungen nutzen, wenn du sie im Anschluss richtig lagerst. Das hilft dabei, noch mehr zu sparen.
- Was sich lange hält: Achte auf die Haltbarkeitsdaten. Sind diese schon kurz vor dem Ablaufen, eignen sich die Lebensmittel nur bedingt als Vorrat.
Tipp 2: Kühlschrank richtig reinigen, Lebensmittel richtig verpacken
Berichte ich davon, dass ich sonntags Meal Prep betreibe und in jedem Fall noch mittwochs die vorgekochten Gerichte esse, wundert sich so mancher. „Sooo lange hält sich das doch gar nicht im Kühlschrank! Oder? Das schimmelt doch schon viel früher!“ Doch, das hält sich so lange, wenn zwei Faktoren stimmen.
Hast du dieses Problem auch, wird es Zeit für einen anderen Umgang mit deinem Kühlschrank und dem Verpacken von Lebensmitteln und vorgekochten Gerichten.
Besser:
- Reinige deinen Kühlschrank wöchentlich und regelmäßig gründlich. Das reduziert das Aufkommen von Schimmelsporen.
- Räum deinen Kühlschrank richtig ein und voll, dadurch sinkt der Energieaufwand und die Haltbarkeit steigt.
- Verpacke Lebensmittel in luftdicht schließenden Dosen oder Glasbehältern. Hierdurch halten sie deutlich länger.
Tipp 3: In Gläser investieren
Kennst du das? Du hast gerade noch hinten im Vorratsschrank eine Packung Nudeln gefunden – vielleicht beim Frühjahrsputz. Nach der Zubereitung bereust du aber die Wahl der alten Packung, denn die Nudeln schmecken „angezogen“. Außerdem klumpt das Mehl aus deinem Vorrat oder du findest darin erschreckender Weise Fäden, die an Spinnweben erinnern.
Besser: Luftdicht schließende Gläser sind nicht nur ideal für den Kühlschrank, sondern auch für trockene Lebensmittel wie Mehl, Reis, Nudeln, Couscous, Grieß, Haferflocken, Müsli, trockene Hülsenfrüchte, Nüsse, Kerne und Gewürze. Sie schützen vor Lebensmittelmotten und Brotkäfern, Schimmel und anderen Verschmutzungen und geben den Blick frei auf den Inhalt.
Sie verlängern also die Haltbarkeit und bewahren Lebensmittel davor, den Geschmack der Umgebung anzunehmen, durch eindringende Feuchtigkeit zu verderben oder von Schädlingen befallen zu werden.
Tipp 4: Einmachen
Du würdest ja bei günstigem, saisonalem Obst und Gemüse zuschlagen, wenn du denn so viel schaffen würdest oder Platz im Tiefkühler hättest.
Besser: Früher war nicht alles gut, aber manches war ganz schön clever bis resourceful. Dazu gehören auch Einlegen, Einmachen und Einkochen. Marmelade, Kompott, saure Gurken, marinierte Zucchini – mach dir die alten Konservierungsmethoden zu Nutze.
Du kannst damit zum einen Vorräte anlegen, die keinen Strom brauchen und zum anderen sogar deinen Speiseplan erweitern. Wie wäre es zum Beispiel mit pikant eingelegtem Kohlrabi aus der koreanischen Küche oder mit deiner besten und liebsten Pasta-Sauce für die faule Küche, wenn du mal weder Zeit noch Lust zum Kochen hast?
Tipp 5: Vakuumverpacken
Du hast zu wenig Platz für Vorräte und legst dir deswegen keine zu? Dadurch gibst du laufend mehr Geld aus, als du müsstest.
Besser: Ob im Tiefkühlschrank oder im Vorratsschrank: Vakuumverpackte Lebensmittel halten sich länger und nehmen weniger Platz ein. In ein Vakuumgerät zu investieren, ist daher gleich in mehrfacher Hinsicht sinnvoll.
Tipp 6: Waren wälzen – das FiFo-Prinzip
Hast du beim Frühjahrsputz schon mal Lebensmittel gefunden, die grob rund um dein Geburtsjahr abgelaufen waren? Natürlich übertreibe ich hier gerade etwas, ABER es ist keine Seltenheit, dass Nahrungsmittel ganz hinten im Schrank, in der Abstellkammer oder im Keller unbemerkt vor Jahren das Zeitliche gesegnet haben. Und erst bei großangelegten Aufräum- und Putzaktionen auffallen.
Besser:
- Halte Ordnung: Teile die Lebensmittel in Kategorien ein, das hilft dabei, den Überblick zu bewahren und beim sogenannten Wälzen.
- Räume Neugekauftes hinten ein: Das Wälzen oder FiFo-Prinzip (First in, First out) verhindert, dass Lebensmittel vergessen hinten im Schrank stehen und überaltern.
- Führ Buch: Verschaff dir ab und an mal einen Überblick darüber, was du noch zu Hause hast, was langsam mal zubereitet werden muss und wo du auffüllen solltest. So manches Mal ersparst du dir dadurch den Einkauf (fast) komplett.
- Lebendige Vorratshaltung: Nutze deine Vorräte fortlaufend. Obwohl sich vieles lange hält, wird auch vieles durch jahrelanges Rumstehen nicht unbedingt besser. Sei also ruhig mal zu faul zum Einkaufen und greif stattdessen auf deine Vorräte zurück.
Tipp 7: Richtig lagern
Dein Vorrat sollte eigentlich noch lange gut sein, so richtig gut sieht er aber nicht mehr aus?
Besser: Lagere Lebensmittel richtig und befolge dafür die nächsten Punkte.
- Sauber: Einstauben ist kein Problem, nur ein Anzeichen dafür, dass du deine Vorräte so langsam mal nutzen und ersetzen solltest. Feuchtigkeit, Schimmel und andere Verschmutzungen führen hingegen zum Verderben. Achte also darauf, dass die Lebensmittel sauber stehen.
- Trocken: Metall beginnt bei Feuchtigkeit zu rosten, was nicht nur Konservendosen betrifft, sondern auch Deckel und Verschlüsse von Gläsern. Davon abgesehen wird durch Feuchtigkeit die Grundlage für Schimmel geschaffen. Eine trockene Lagerung ist daher selbst bei sicheren Verpackungen entscheidend.
- Dunkel: Licht setzt einige chemische Prozesse in Gang oder beschleunigt sie, was nicht nur bei Glas-Konserven zum schnelleren Verderben führt. Schrank, Kammer oder Keller sind daher nicht umsonst die besten Orte für deine Vorräte.
- Kühl: Licht sorgt für schnelleres Verderben, konstante, niedrige Temperaturen verlangsamen die Prozesse hingegen und verlängern dadurch die Haltbarkeit. Halte Vorräte also so kühl wie möglich, aber dennoch frostfrei.
- Luftdicht: Luftdichte Verpackungen bewahren deine Vorräte davor, Gerüche anzunehmen, und bewahren die eigenen Aromen, schützen vor Schimmel und Schädlingen und verlängern die Haltbarkeit.
Tipp 8: Meal Prep betreiben, aber richtig
Sag mir, wenn du dich wiedererkennst: Du hast hungrig eingekauft und dadurch ist viel zu viel im Wagen gelandet. Gut, kein Problem, lässt sich ja vorkochen und einfrieren. Also kochst du los und frierst ein. Und dann? Dann stolperst du in 3 bis 12 Monaten über einen Beutel in deinem Gefrierfach, von dem du nicht mehr so genau weißt, was es ist. Selbst wenn du das noch weißt, hast du jetzt nicht unbedingt so richtig wirklich Appetit auf das Restemenü vom letzten Oktober.
Einer der größten Fehler beim Vorkochen ist, dass das Vorgekochte zum „gefrorenen Notnagel für irgendwann mal“ wird.
Besser: Wenn du größere Mengen vorkochen willst oder musst, befolge diese Tipps.
- Mach es mit Absicht und Plan: Bereite verschiedene Gerichte für die Woche zu, die sich einige Tage im Kühlschrank halten.
- Lass keine Flavor-Fatigue aufkommen: Selbst mit den gleichen Zutaten kannst du verschiedene Gerichte zaubern, indem du beispielsweise Beilagen oder Gewürze variierst. Das verhindert, dass dir die vorgekochten Gerichte nach Tag zwei monoton erscheinen.
- Verpack es sauber und appetitlich: Solltest du doch etwas einfrieren, verpack es sauer und appetitlich. Tiefkühlgerichte sind nicht umsonst mit den Fotos des fertigen Essens versehen – das Auge isst mit.
Tipp 9: Lego Lunches und Duplo Dinners
Komplettes Vorkochen ist dir zu viel, also kaufst du lieber gleich teure Fertiggerichte.
Besser: Frier einzelne Zutaten als Lego Lunches und Duplo Dinners ein. Dadurch baust du dir langsam eine Auswahl auf – ohne zusätzlichen Aufwand. Und du kannst immer wieder „Essensbausteine“ bei der Zusammenstellung variieren, was keine Langeweile aufkommen lässt.
Tipp 10: Ordentlich beschriften!
Was war das doch gleich noch? Ob das noch gut ist? Hab ich das dieses Jahr eingefroren oder letztes Jahr?
Kennst du diese Fragen beim Blick in den Tiefkühler nur zu gut? Durch sie werden oft Lebensmittel und damit auch Geld verschwendet.
Besser: Beschrifte alle deine Vorräte mit Datum und genauer Bezeichnung, um den Überblick zu behalten.
Tipp 11: Mehr Stauraum schaffen
Ich habe keinen Platz für einen Vorrat!
Selbst in keinen Einraumwohnungen stimmt das nur selten, wenn du Stauraum schaffst und richtig nutzt.
Besser:
- Schaffe Platz durch Aussortieren: Trenn dich zum Beispiel von Küchengeräten, die du nie nutzt und wirf auch mal einen Blick in den Keller, um zu sehen, wovon du dich trennen kannst.
- Verstaue oben und unten: Wähle gut stapelbare Boxen für die Nische im Keller, stell Vorratsbehälter auf die Hochschränke der Küche oder in dekorative Boxen verpackt in die unteren Fächer eines Regals.
- Wähle die richtigen Verpackungen: Nutze eckige Vorratsdosen, Boxen und Gläser, die sich platzsparend einräumen lassen.
Tipp 12: Richtige Verpackungen wählen oder wechseln
Dein Vorrat schmeckt angezogen, nimmt zu viel Platz weg und verdirbt schneller, als er sollte?
Besser:
- Wähle bei Getränken Glasflaschen anstelle von Plastik. Sie halten ihren Inhalt länger frisch und sogar Kohlensäure länger in den Getränken.
- Füll trockene Vorräte aus Papier-, Papp- und Plastikverpackungen in luftdicht schließende Gläser oder Dosen oder wähle Vakuumpackungen.
- Setz ansonsten auf Konservendosen und Glaskonserven.
Die Wahl der richtigen Verpackungen und das Umfüllen verlängern die Haltbarkeit, schützen Aromen, bewahren vor Schädlingen und Feuchtigkeit, erleichtern das platzsparende Verstauen und können deine Vorräte sogar dekorativ werden lassen.

12 Tipps zum günstigen Kochen
Günstig einkaufen und Vorräte anlegen hilft bereits dabei, Lebensmittel zu sparen. Mit den Tipps für günstiges Kochen gehst du aber noch einen Schritt weiter, sparst Aufwand, Energie, Wasser und Zeit.
Tipp 1: Richtiges Kochgeschirr nutzen
Du isst gerne Hühnersuppe, Eintopf mit Suppenfleisch oder Beinscheibe oder willst beim Kochen einfach generell nicht ewig am Herd stehen und dabei deine Stromrechnung in die Höhe treiben?
Besser: Verwende Kochgeschirr, das Energie spart. Im Druckkochtopf verkürzt du die Kochzeit erheblich, während schwere, gusseiserne Töpfe ihren Inhalt noch lange nachköcheln lassen, selbst wenn der Herd aus ist.
Tipp 2: Abkürzungen wählen
Du verwendest zum Kochen nur Töpfe und Pfannen? Dann verschwendest du potenziell mehr Strom als nötig.
Besser:
- Mikrowelle: Hast du eine leckere und gesunde Pastasauce schon mal in 3 Minuten in der Mikrowelle zubereitet? Oder in ihr Nudeln gekocht? Bei kleinen Portionen geht das nicht nur bedeutend schneller, sondern spart auch Strom im Vergleich zum Herd.
- Wasserkocher: Ob du Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Gemüse kochen willst, das Kochwasser bringst du schneller und stromsparender zum Sieden, indem du den Wasserkocher wählst.
- Eierkocher: Eiersalat, Deviled Eggs, Kartoffeln mit Eiern in Senfsauce – was auch du mit gekochten Eiern vorhast, wenn du sie kochen musst, wirf lieber den Eierkocher als den Herd an.
- Slowcooker: Moderne, stromsparende Geräte nehmen dir Aufwand beim Kochen ab und schonen deine Stromrechnung.
Tipp 3: Einfach mal nicht kochen
Keine Lust auf Kochen, also greifst du zu Toast, Tiefkühlpizza oder Take-out?
Besser: Wähle öfter mal Gerichte, bei denen du nicht oder nur wenig kochen musst.
- Folge der 3S-Methode: Mit Smoothie, Salat und Suppe oder Sandwich bringst du mehr Obst, Gemüse, Flüssigkeit und Ballaststoffe auf den Speiseplan, und kannst den Herd sogar bei der Suppe auslassen, wenn du Gazpacho oder kalte Gurkensuppe wählst.
- gesunde Instant-Gerichte: Etwas heißes Wasser und Couscous ergeben zusammen mit Ajvar und frischem Gemüse eine ideale Hauptmahlzeit. Pepp Instant-Ramen mit Noriblättern und Gemüse auf und schon hast du eine schnelle, leichte Suppe. Porridge oder Overnight-Oats mit Obst und Nüssen kommen ebenso ohne Kochen aus wie Chia-Pudding.
- mehr Rohkost für alle: Brot, Aufstriche und Aufschnitt sind bei vielen der Klassiker für Frühstück und Abendessen. Ein bisschen umfassender gestaltet, kannst du dir damit auch bei Snacks und Mittagessen das Kochen sparen. Sandwiches mit grünen Salatblättern, Gurke, Tomate und Paprika oder Radieschen, Bohnenaufstrich, eine Gemüse-Knabberplatte mit Dips, mundgerecht geschnittenes Obst mit Nussmus und süßen Dips sind lecker, gesund und helfen dir dabei, deinem Herd eine Pause zu gönnen – während du dich gesünder ernährst und Strom sparst.
- Salate: Bei Salat denken viele zuerst an grünen Blattsalat mit etwas Gemüse und Dressing. Von Ampelsalat bis Thunfischsalat, Zucchinisalat, Tomate-Gurke-Feta-Salat, Spinat-Salat mit Mozzarella, Tomaten und Pesto bis hin zum Brotsalat mit Anchovis gibt es aber ein deutlich größeres Spektrum. Schon mal einen Pizza-Salat probiert oder Linsensalat mit Curry kombiniert? Nicht nur, dass bei vielen Salaten der Herd ausbleibt und du damit gleichzeitig Umwelt und dein Budget schonst – du kannst viele Zutaten für Salate auch selbst direkt in Küche oder Wohnzimmer das ganze Jahr über anbauen.
Bonus-Tipp: Investier in einen manuellen Gemüseschneider, der dir das Schnippeln für mehr Rohkost im Leben vereinfacht und einen guten Teil der Arbeit abnimmt.
Tipp 4: One-Pot-Gerichte bevorzugen
Eintopf, One-Pot-Pasta, Chili, Curry, deftige oder leichte Cremesuppen – Gerichte, die sich in einem Topf oder einer Auflaufform zubereiten lassen, empfinden viele als langweilig.
Besser: Sammle Rezepte für One-Pot-Gericht, die dir wirklich schmecken. Das kann Zwiebel-Sahne-Hähnchen mit Bandnudeln sein, Lachs im Porree-Bett, Daal, Pizzasuppe oder Käse-Lauchsuppe mit Hackfleisch als Einlage.
Tipp 5: Vorkochen
Vorkochen klingt für dich entweder öde oder nach zu viel Aufwand?
Besser: Mach es zur Gewohnheit, bei der du entweder Achtsamkeit im Alltag übst, telefonisch Fernfreundschaften pflegst oder endlich den Podcast hörst, zu dem du sonst nie kommst. Mit den folgenden Tipps wird es noch günstiger und praktischer:
- Fang klein an: Du musst nicht direkt mehrere Menüs für die ganze Woche planen und vorbereiten. Eine große Schüssel mit Gemüse- oder Obstsalat, Smoothies für mehrere Tage, ein Topf mit einer leckeren Gemüsesuppe als Vorspeise oder aufgeschnittenes Gemüse für deine Sandwiches – fang klein an und finde heraus, was für dich funktioniert.
- Orientier dich an der 3S oder 4S als Methode: Suppe, Salat, Smoothie und Sandwich – mit der 3S-Methode oder 4S-Methode gestaltest du deinen Speiseplan deutlich gesünder, günstiger und du erleichterst dir das Vorkochen.
- Halt dir die Vorteile vor Augen: Einmal Gemüse und Obst schnippeln, einmal den Herd oder Ofen anwerfen, einmal Aufwand betreiben und mehrere Tage Essen davon haben – Vorkochen spart Zeit, Geld und Energie (sowohl deine als auch die elektrische Variante).
Tipp 6: Sparchallenges angehen
Du hast doch mal wieder Take-out oder den Lieferdienst bemüht und bist nun beim Blick auf deine Ausgaben schockiert?
Besser: Schaff einen Ausgleich und Motivation durch spaßige Sparchallenges.
Zum Beispiel:
- eine Woche lang: Verwende eine Woche lang eine günstige Grundzutat für ein neues Gericht pro Tag, wie Kartoffeln, Kohl, Reis, Nudeln oder Hülsenfrüchte.
- Rezepte-Sammlung aufbauen: Zucchini sind gerade im Angebot? Stell dich der Herausforderung, so viele Rezepte wie möglich zu finden, von Antipasti bis zur Cremesuppe.
- Budget festlegen: Not macht erfinderisch, heißt es. Mach dir das zunutze und lege ein kleines Budget pro Tag oder Woche fest. Das sorgt für einen bewussteren Einkauf, für das Finden neuer Lebensmittelquellen und das bessere Nutzen bereits vorhandener Möglichkeiten.
Tipp 7: Sinnvoll kombiniert kochen
Wenn du kochst, sind alle Herdplatten an? Das ist meistens unnötig und in jedem Fall auf Dauer teuer, weil du mehr Strom verbrauchst und mehr Hitze erzeugst, als du benötigst.
Besser: Kombiniere Kochen und Backen sinnvoll, um Strom und Aufwand zu sparen.
- Koche nacheinander, wann immer möglich: Du machst Nudeln mit Sauce? Bereite zuerst die Sauce zu und verwende dann die gleiche Platte zum Kochen der Nudeln.
- Backe parallel: Brokkoli-Auflauf, Lasagne, Gemüse-Chips, Trockenfleisch und vielleicht noch ein Cobbler? Wenn du den Ofen schon mal aufheizt, bereite gleichzeitig oder nacheinander mehrere Gerichte und Snacks zu. Dadurch nutzt du die Hitze deutlich effizienter und hältst die Stromrechnung gering.
- Kochen und Backen statt heizen: Die Küche war einst DER Aufenthaltsort schlechthin in Häusern und Wohnungen – zumindest in den kalten Jahreszeiten. Denn hier war es durch Kochen und Backen warm. Hast du die Möglichkeit dazu, heize den Rest deiner Wohnung oder zumindest anliegende Zimmer dadurch mit, dass du bewusst den Herd einschaltest und die Hitze in mehrfacher Hinsicht nutzt.
Tipp 8: Günstige Rezepte-Sammlung aufbauen
Du würdest ja viel mehr selbst kochen, wenn du einfache und günstige Rezepte hättest, die dir wirklich schmecken?
Besser: Sammle simple Rezepte, auf die das zutrifft.
Zum Beispiel:
- Kasserollen: Schon mal von Tuna Casserole gehört? Dieser Klassiker der amerikanischen Küche hält sich seit Jahrzehnten, weil er mit wenigen, günstigen Zutaten auskommt, sättigt und einfach zuzubereiten ist. Das trifft auf eine ganze Reihe von leichten Kasserollen oder Aufläufen zu.
- Frikadellen: Frikadellen, Patties, Brätlinge, Bouletten – du kannst sie aus Fleisch, Fisch, Grieß, Haferflocken, Kichererbsen oder Soja zubereiten, als Brotbelag verwenden, mit Dip essen oder als „Fleischbällchen“ zu Nudeln oder im Auflauf genießen.
- Suppen: Gemüse, Kräuter, etwas Brühe und ein paar Gewürze reichen aus, um eine Super-Suppe zu kreieren.
- Veggie Fry: Etwa Gemüse, ein paar Gewürze, ein gesundes Fett und Hülsenfrüchte, Reis, Bulgur oder Couscous – schon hast du ein günstiges Gericht, das sich immer wieder abwandeln lässt und deine Darmgesundheit verbessert.
- Wildkräuter: Falls du noch nie Brennnesseln, Löwenzahn oder Giersch probiert hast, wird es höchste Zeit, das nachzuholen. Denn sie sind wahlweise kostenlos oder einfach im Anbau, leicht zuzubereiten und lecker.
Tipp 9: Menüplan aufstellen
Die sinnvolle Planung deines Essens für mindestens eine Woche ist bereits beim Einkauf ein bewährter Tipp, um Geld und Lebensmittel zu sparen. Dennoch fragen sich viele Menschen jeden Tag aufs Neue, was es heute geben soll, kochen deutlich öfter als nötig und verwerten Überschuss und Reste nicht so clever, wie sie könnten.
Besser: Plane deine Mahlzeiten für die Woche so, dass du bereits gegarte Zutaten abgewandelt weiterverwerten kannst.
Zum Beispiel:
Tag 1 – Falafel mit Ofengemüse und Tsatsiki
Tag 2 – Falafel-Gemüse-Auflauf mit Reis (aus Resten plus frischgekochtem Reis)
Tag 3 – Bratreis/ Fried Rice mit Salat als Beilage und übrigem Tsatsiki als Dressing
Tipp 10: Reste verwerten
Du hast im großen Stil Lasagne vorbereitet, noch Pizza von vor zwei Tagen übrig oder Ofengemüse, das du gerade nicht mehr sehen kannst?
Für gewöhnlich ergeben sich nun zwei Möglichkeiten.
Möglichkeit 1: Du frierst es ein.
Möglichkeit 2: Du „vergisst“ es so lange im Kühlschrank, bis du es entsorgen kannst.
Besser: Werde kreativ bei der Resteverwertung.
Zum Beispiel:
- Aus Pizzaresten krosse Croutons backen, die sich für Salate oder Suppen eignen.
- Pizzasuppe zubereiten.
- Aus Lasagne mit Spinat und Creme fraiche einen Dip für Chips oder einen Brotaufstrich kreieren.
- Ofengemüse kannst du in Saucen, Suppen und Aufläufe geben, pürieren und mit Feta, Frischkäse, Skyr oder Quark mischen und als Brotaufstrich verwenden oder einlegen.
Tipp 11: Von Hand abwaschen
Zum günstigen Kochen gehört es auch, an den anschließenden Abwasch zu denken. Leider hält sich immer noch der Irrglaube, Geschirrspüler seien sparsamer.
Besser: Abwaschen von Hand ist in jeder Hinsicht sparsamer, verbraucht weniger Wasser, Strom und Reinigungsmittel. Dazu schont es das Geschirr.
Tipp 12: Kochwasser nutzen
Schüttest du das Kochwasser von Reis, Kartoffeln, Eiern und Gemüse bisher immer weg?
Besser: Verwende es zum Gießen deiner Pflanzen. Ungewürztes Kochwasser ist ein leichter Dünger der deinem Garten, Indoor-Garden und deinen Zimmerpflanzen zugutekommt.

12 Tipps für günstige und gesunde Ernährung
Günstig UND gesund essen – das scheint sich gegenseitig auszuschließen. Schließlich sind Superfoods, Smoothies und Co. häufig deutlich teurer als ungesunde Convenience-Produkte. Mit den folgenden Tipps zeige ich dir, wie du Geld sparst, während du in deine Gesundheit investierst.
Tipp 1: „Abfall“ mit verwenden
Kohlrabiblätter, Möhrengrün und Kartoffelschalen landen bei dir im Müll?
Besser: Gerade in den Schalen und Blättern stecken oft deutlich mehr Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe als im Rest. Also:
- Verzichte auf das Schälen wann immer möglich.
- Verwende das Grün und die Blätter für Suppen, Salate und Smoothies oder Aufläufe.
- Lassen sich Schalen, Reste und Blätter nicht direkt verwenden, koche Brühe daraus.
Tipp 2: Reste verwerten mal anders
Wirfst du alles weg, was nicht im Topf, in der Pfanne oder auf dem Teller landet oder, was altbacken ist? Dann hast du direktes Sparpotenzial auf dem Schneidebrett.
Besser: Stiele, Strunke, Schalen, Blätter aber auch Knochen und Knorpel, Fischgräten und sogar die Schalen von Garnelen und Muscheln sind großartige Zutaten für Brühen. Sammle also Schalen von Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Lauchenden und mehr in einem Gefrierbeutel, bis du eine ausreichende Menge zum Auskochen hast.
Du kannst alles gemischt kochen oder nach Art sortieren, um Gemüsebrühe, Fleischbrühe oder Fischbrühe zu erhalten.
Tipp 3: Unter der Woche fleischlos
Bei dir gehören zu jeder Mahlzeit Wurst und/oder Fleisch? Das belastet deine Gesundheit, die Umwelt und deinen Geldbeutel.
Besser: Zumindest unter der Woche fleischlos zu essen, gestaltet deine Ernährung gesünder und günstiger. Es kann deinen Speiseplan außerdem deutlich vielseitiger werden lassen, wenn du neue vegetarische Rezepte ausprobierst oder verschiedene Varianten von Fleischersatz testest.
Tipp 4: Günstig, gesund, Hülsenfrüchte
Erbsen und Bohnen sind bei dir nur eine kleine Beilage, die es ab und an gibt?
Besser: Erbsen, grüne Bohnen, Kidneybohnen, Weiße Bohnen, Sojabohnen und Erdnüsse sind kostengünstig, weisen eine hohe Nährstoffdichte auf und sind ideale Lieferanten von Ballaststoffen und Eiweiß. Sie sind also perfekt für die günstige, gesunde Ernährung und obendrein vielseitig.
Bonus-Tipp: Bei dir gibt jedes Böhnchen ein Tönchen? Neben Hausmitteln gegen Blähungen kannst du das Problem bereits bei der Zubereitung vermeiden, indem du länger köcheln lässt.
Tipp 5: Eigener Anbau
Du hast weder Garten noch Balkon und auch keinen grünen Daumen, weswegen du nichts anbauen kannst?
Besser: Leg dir zumindest einen kleinen Indoor-Garden zu. Rette Supermarktkräuter, vermehre Basilikum, säe Spinat und Salat aus. Das bringt bereits günstig mehr Grün auf deinen Teller. Willst du einen Schritt weiter gehen, kannst du (Snack-)Gemüse und Beerenobst, Radieschen, Zuckerschoten und vieles mehr anbauen.
Das kommt nicht nur deiner Ernährung zugute und spart Lebensmittel, sondern verbessert auch das Raumklima und das Grün dient als beruhigende Augenpflege. Ganz zu schweigen davon, dass Gärtnern selbst in den eigenen vier Wänden ein beruhigendes und (fast) kostenloses Hobby ist.
Tipp 6: Günstigere Getränke
Du schleppst schwere Getränkekisten und gibst Monat für Monat Geld für Mineralwasser, Limonaden und Co. aus?
Besser: Leitungswasser mit oder ohne Aromen und Tee sind günstiger und gesünder. Schmeckt dir Leitungswasser nicht oder hast du Bedenken, dass es nicht rein genug ist, helfen Abkochen und Filtern weiter.
Tipp 7: Eigene Zubereitung
Du verwendest Fertigprodukte, greifst im Convenience-Regal gerne zu und kaufst eher fertige Mischungen als selbst zu mischen?
Besser: Einige Fertigprodukte wirken auf den ersten Blick günstiger. Vergleichst du dann aber den Grundpreis für die Zutaten, fällt meist immenses Sparpotential auf.
Zum Beispiel:
Ein Tiefkühlgericht besteht aus Nudeln, ein paar Blättern Spinat, drei halbierten Cocktailtomaten, etwas Milch, Frischkäse und Gewürzen. Die Menge soll angeblich für 2 Portionen ausreichend sein. In der Realität wissen wir alle, dass selbst ein eher genügsamer Erwachsener davon gerade so satt wird.
Kostenpunkt: 3,29 Euro
Kaufst du stattdessen Tomaten, Spinat, Nudeln, Milch, Frischkäse und Gewürze, fällt die Rechnung auf den ersten Blick höher aus.
Du kannst davon aber erstens eine deutlich größere Menge zubereiten und zweitens das Essen für weniger Geld gesünder gestalten, indem du mehr Spinat und Tomaten zugibst.
Die Moral der Geschichte ist also: Willst du dich günstiger und gesünder ernähren, koch selbst.
Tipp 8: Nutz deine Faulheit
Du hast keine Lust darauf, Kartoffeln oder Gemüse zu schälen und kochst deswegen ungern?
Besser: Lass das Schälen bleiben und mach es dir damit leichter und dein Essen gesünder. Bei vielen Obst- und Gemüsesorten sind die Schalen und der Bereich direkt darunter besonders reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Das gilt für Gurken und Karotten ebenso wie für Äpfel und Kartoffeln und eine Menge mehr. Selbst Kiwis sind mit Schale gesünder.
Nutz also deine Faulheit und verzichte wann immer möglich auf das Schälen. Das lässt mehr von den Lebensmitteln übrig und spart damit Zeit, Aufwand und Geld.
Tipp 9: Fleischersatz selbst zubereiten
Als ich 1995 zum Vegetarier und zeitweise zum Pescetarier wurde, musste ich nicht nur ständig die Begriffe erklären, ich stieß auch auf reichlich Ablehnung und sowas wie vegetarische und vegane Produkte fanden sich zwar durchaus im Supermarkt, sie waren aber fast ausschließlich in der Obst- und Gemüseabteilung zu finden und noch kam keiner auf die Idee, Fleischersatz anzubieten und damit komplette Regale zu füllen.
Heute haben wir diese Probleme zum Glück nicht mehr. Vom veganen Joghurt bis zum pflanzlichen Burger-Patty lädt eine ganze Menge dazu ein, es auszuprobieren. Einer der Nachteile ist allerdings der, den alle Fertigprodukte haben: Sie sind überteuert. Ein weiterer ist, dass sie oftmals nicht so gesund sind, wie die Begriffe „pflanzlich / vegan / vegetarisch“ vermuten lassen.
Das gleiche gilt übrigens für Alternativen zu Tiermilch und Milchprodukten.
Besser: Erweitere deine Sammlung an fleischlosen Rezepten, beispielsweise durch Cauliflower Wings, Portobello-Burger, Linsen-Bolognese, supersimples „Falsches Schnitzel“, Gemüsenuggets oder Soja-Geschnetzeltes.
Das ist deutlich günstiger und gesünder.
Tipp 10: Langsamer essen
Du isst schnell und dadurch oft zu viel? Manchmal auch aus Langeweile oder zum Trost?
Besser: Bewusstes, entspanntes Essen ist gleich aus mehreren Gründen gesünder. Kaust du langsamer und pro Bissen mehr, beginnt die Verdauung im Mund und der Speisebrei ist in Magen und Darm besser und leichter verdaulich. Du schluckst weniger Luft, was das Risiko für Blähungen und andere Verdauungsstörungen weiterhin reduziert. Die Sättigung setzt schneller ein, was den Bedarf an Lebensmitteln verringert.
Tipp 11: Wasserreicher essen
Snacks und Zwischenmahlzeiten bestehen bei dir aus Chips und Keksen oder Müsliriegeln und Schokolade? Mahlzeiten eher aus Brot und Pizza?
Besser: Iss wasserreicher. Obst, Gemüse, Salat, Smoothies und Suppen sättigen günstiger und gesünder als viele wasserarme Speisen.
Tipp 12: Mehr Ballaststoffe essen
Du isst lieber Toast und Take-out als ein Sandwich mit viel Gemüse auf Vollkornbrot? Wie lange ist dein letzter Salat her? Greifst du abends eher zu Schokolade, Eis und Chips als zu Nüssen, Obst und Gemüse?
Besser: Die Ballaststoffmenge in deinen Mahlzeiten, Snacks und Knabbereien zu erhöhen, ist spielend einfach.
- Iss zum Beispiel einen Gemüse- oder Obstsalat zu jeder Mahlzeit oder zwischendurch.
- Wähle Vollkornbrot anstelle von weißem Toast, Vollkornnudeln und Wildreis.
- Pack dir Müsliriegel für den kleinen Hunger unterwegs ein.
- Knabbere ab und an Nüsse.
- Mach dir Chia-Pudding.
- Setze öfter Kartoffeln mit Schale auf den Speiseplan.
- Verzichte auf das Schälen von Gemüse und Obst für Suppe, Salat und Smoothie.
Du isst dadurch sofort gesünder und günstiger, förderst deine Darmgesundheit und legst die Basis für eine schlankere Linie.

10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung
Einige wichtige Tipps gegen Lebensmittelverschwendung kennst du bereits. Dazu gehören beispielsweise die richtige Lagerung, die Reinigung des Kühlschranks, sinnvolles Einkaufen, Vorkochen und Einfrieren – aber auch die Resteverwertung und das Nutzen von Blättern und Schalen.
Es gibt aber noch eine ganze Menge mehr Möglichkeiten, Lebensmittel zu sparen und vor der Tonne zu bewahren.
Tipp 1: Verschenken und Tauschen
Du bist übers Wochenende oder die Feiertage weg oder sogar im Urlaub? Wie oft musstest du danach schon den Inhalt des Kühlschranks entsorgen? Wie oft hast du schon größere Mengen eingekauft, nur um zu bemerken, dass du sie allein nicht rechtzeitig verzehren kannst?
Besser: Droht bei dir etwas abzulaufen, verschenke es an Freunde, Familie, die Nachbarn oder falls geeignet an Obdachlose. Alternativ kannst du es auch in Fairverteiler oder Tauschschränke bringen oder mit einem „zu verschenken“-Schild aufstellen (sofern es nicht gekühlt werden muss).
Tipp 2: Rezepte-Sammlung vergrößern
Als mir jemand sagte „Du brauchst wirklich nur eine Zucchinipflanze, da kannst du mehr als genug ernten.“, glaubte ich das nicht einmal im Ansatz. Eine Pflanze, was sollte dabei schon rumkommen? Also pflanzte ich ein bisschen mehr und erlebte schließlich, dass Zucchini nicht nur ganz schön ertragreich sind, sondern auch, dass ich sie nicht einmal mehr verschenken konnte und Gartennachbarn bereits einen Bogen um mich machten, wenn sie mich nach der täglichen Ernte mit Zucchini bewaffnet sahen.
Damals kannte ich genau zwei Zucchini-Rezepte: Mit anderem Gemüse in einer cremigen Suppe oder Sauce oder aber halbierte überbackene Zucchini.
Besser: Mittlerweile kenne ich nicht nur gut 23 Zucchinirezepte und esse das Gemüse ohnehin jede Woche, ich wende das Prinzip auch bei allem anderen an, was ich in großen Mengen im Angebot bekommen kann.
Denn: Mit Kreativität und einer großen Rezepte-Sammlung ausgestattet, kannst du jede Menge Lebensmittel sparen und retten.
Äpfel sind schon ein wenig schrumpelig? Mach Schmoräpfel oder Apple-Fritter daraus, wenn du Äpfel bereits mit Erdäpfeln im Kartoffelsalat kombiniert hast, mit Apfelkompott ausgestattet bist und Apfelringe gerade im Ofen trocknen.
Wo wir gerade bei Kartoffeln waren: 1 Woche Kartoffeln zu essen klingt langweilig, bis du dir die Fülle an möglichen Rezepten anschaust, die sich daraus zubereiten lassen. Das Gleiche gilt für Kürbis im Herbst, Kohl, Gurken, Tomaten – also kurz gesagt für jedes Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte.
Tipp 3: Brot retten
Landet altbackenes Brot bei dir im Müll?
Besser: Rette es oder verwerte es weiter.
- Auffrischen: Das Brot ist nur ein wenig hart? Halte es unter fließendes Wasser, verpacke es in Alu-Folie und leg es bei 150°C in den Ofen. Das Aufbacken mit etwas Wasser lässt es wieder frischer werden.
- Paniermehl: Selbstgemachtes Paniermehl lässt sich einfach mit einer Küchenmaschine, einer Reibe oder mit einem Beutel und einem Nudelholz herstellen.
- Croutons: Sie passen zu Suppe und Salat und sogar zum Snacken.
- Brot-Bouletten: Frikadellen aus Brot und Grieß oder falsche Schnitzel aus Paniermehl sind so simpel in der Zubereitung, dass sie sich sogar für das Kochen mit Kindern eignen und immer wieder zum Experimentieren mit den Zutaten einladen.
- Brotsuppe: Brühe, Gemüse, ein paar Gewürze und anstelle von Reis, Nudeln oder Kartoffeln Brot als Einlage – fertig ist ein günstiges und sättigendes Gericht, das nicht nur an kalten Tagen lecker ist.
- Brotsalat: Auch als Panzanella bekannt, ist italienischer oder griechischer Brotsalat eine der köstlichsten Möglichkeiten, altbackenes Brot zu verwerten.
- Brot-Rezepte erweitern: Semmelknödel, Brotpudding, Brotauflauf, Brotchips – es gibt eine ganze Reihe von Rezepten, die altes Brot in delikate Gerichte verwandeln. Lass deine Rezeptsammlung wachsen.
- an Tierhalter verschenken: Brot ist für viele Tiere in großen Mengen zwar ungesund, als Beifutter oder kleine Bereicherung des Futterplans aber willkommen. Hör dich also in deiner Umgebung um. Achte dann aber darauf, dass das Brot keinesfalls schimmelt.
Tipp 4: Kompostieren
Alte Lebensmittel landen bei dir im Restmüll?
Besser: Trotz aller Anstrengungen lässt sich zwar nicht immer alles retten, zumindest aber weiterverwenden und dem Kreislauf wieder zuführen. Mit einem Komposter im Garten, auf dem Balkon oder gar in der Küche (ja, Küchenkomposter gibt es), kannst du Abfälle in nährstoffreiche Erde verwandeln und zum Beispiel deinem Küchengarten zuführen.
Tipp 5: Vergünstigte Waren kaufen
Immer noch landen große Mengen an Lebensmitteln im Müll, wenn die Verpackung nicht mehr perfekt aussieht oder der Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums kurz bevorsteht.
Besser: Wenn du beim Einkauf von Lebensmitteln sparen willst und gleichzeitig etwas gegen Verschwendung unternehmen möchtest, wirf einen Blick in die Box mit vergünstigten Waren.
Tipp 6: Auf die Sinne verlassen
Du entsorgst Lebensmittel automatisch, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist?
Besser: Verlass dich auf deine Sinne. Denn vieles ist noch lange nach dem Ablauf des Datums halt- und genießbar. Und lecker.
Tipp 7: Analysiere deine Reste
Bei dir landen immer wieder Obst, angeschimmelter Frischkäse, ranzige Butter oder Brot im Müll?
Besser: Schau dir genau an, was du wie oft wegwirfst. Vielleicht sind es immer wieder die letzten drei Scheiben Schinken oder Toast, vielleicht ist es immer wieder der Inhalt der Gemüseschublade im Kühlschrank oder der des Obstkorbes. Und dann, pass den Einkauf und die Lagerung an.
Tipp 8: Nimm Reste mit
Du hast ein Gericht im Restaurant oder Café nicht geschafft und traust dich nicht, die Reste mitzunehmen?
Besser: Bei vielen Gastronomen ist es seit Jahrzehnten vollkommen normal, sich die Reste einpacken zu lassen. Sie stellen sogar gewohnheitsmäßig die Frage, ob Gäste Übriggebliebenes mitnehmen möchten.
Bei anderen musst du selbst fragen und solltest das auch, wenn du Lebensmittelverschwendung reduzieren willst.
Tipp 9: Einkaufsfreie Wochen einlegen
Musst du für jeden Wocheneinkauf erstmal Platz schaffen und hast keine Ahnung, wie lange deine Vorräte noch haltbar sind?
Besser: Leg eine einkaufsfreie Woche ein, in der du kein Geld für Lebensmittel ausgibst. Stattdessen brauchst du auf, was da ist. Das lässt sich auch wunderbar mit Spar-Challenges verbinden und mit dem Finden neuer Rezepte.
Tipp 10: Reste-Party: Wie wäre es mit einem Potluck?
Bei dir muss so manches bald weg und du kannst nicht alles schaffen, also wirfst du es weg?
Besser: Veranstalte ein Potluck mit Freunden und Familie, Nachbarn oder Kollegen. Ebenso wie das traditionelle Danksagen – besser bekannt als Thanksgiving – ist das ein amerikanisches Ritual, bei dem sich das Abschauen lohnt.
Du hast dabei zwei Möglichkeiten:
- Jeder bereitet kleine Gerichte vor und bringt sie mit. Dadurch wird das Resteessen zum Buffet, zu dem jeder Gast seinen Anteil beisteuert.
- Ihr trefft euch zum gemeinsamen Kochen und bereitet das zu, was ihr habt.
In jedem Fall wird es gesellig, ihr könnt Tipps und Rezepte austauschen und daraus vielleicht sogar einen regelmäßigen Sunday Funday machen. Du vermeidest also Verschwendung und das auch noch mit Spaßfaktor.
Lebensmittel sparen – mehr genießen
Bewusster mit Lebensmitteln umzugehen, bedeutet nicht, dass du auf Genuss verzichtest. Im Gegenteil. Sparsamer einzukaufen und neue Quellen zu nutzen, erweitert deinen Speiseplan unweigerlich um bisher unbekannte Zutaten und Rezepte.
Es kann dir neue Möglichkeiten aufzeigen, aus weniger mehr zu machen und es kann dir zeigen, welche Angebote bereits in deiner Umgebung oder online existieren. Es lohnt sich daher gleich mehrfach, zumindest ab und an mal nachzuschauen, wo du bisher Sparpotenzial ungenutzt lässt und was du besser machen kannst.
Kannst du Tipps ergänzen? Hinterlass sie in den Kommentaren.







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