Regrowing für Anfänger: 18 Gemüsesorten, die aus Küchenresten nachwachsen

Regrowing – Das Ziehen von Pflanzen aus Küchenresten wird immer beliebter. Klar, es hat ja auch reichlich Vorteile zu bieten und ermöglicht dir eine gesündere Ernährung, ohne dafür mehr Geld auszugeben. Gleichzeitig eignet es sich für das Gärtnern mit Kindern und deinen Indoor-Garten. In Regrowing für Anfänger erfährst du, mit welchen Pflanzen es funktioniert, was du dafür brauchst und wie du Schritt für Schritt vorgehst. Plus Bonus-Tipp.

Regrowing für Anfänger leicht gemacht – deine Vorteile

Alles, was du für das Regrowing brauchst, gewinnst du direkt beim Kochen und es landet normalerweise im Müll oder auf dem Kompost. Anstatt die Küchenreste wegzuwerfen, kannst du ihnen ein zweites Leben geben und weiter ernten. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile:

  • Geld sparen: Salat, Frühlingszwiebeln, Ingwer – auch wenn einige frische Lebensmittel das Budget nicht stark belasten, summieren sich die Ausgaben mit der Zeit. Hinzu kommt noch, dass viele unnötig Geld verschwenden, wenn sie die ausgetriebene Knoblauchzehe, den welken Kurkuma oder den Romana-Strunk entsorgen. Regrowing ist also ein Spar-Tipp.
  • nachhaltiger leben: Lebensmittelverschwendung und ein hohes Müllaufkommen sind nach wie vor bestehende Probleme, die du direkt zu Hause angehen kannst. Mit dem Regrowing für Anfänger fällt es besonders leicht und ist lecker.
  • leichter gesünder essen: Du würdest gesünder essen, wenn du immer mal ein Salatblatt für das Sandwich ernten könntest, das Essen mit Kräutern garnieren oder eine Stange Sellerie knabbern? Mit Regrowing machst du es möglich und du machst es dir leichter und günstiger.
  • Indoor-Garten aufbauen: Der Garten in deinen vier Wänden schafft nicht nur eine Dschungel-Atmosphäre, die Augen und Schleimhäute pflegt. Er bringt auch eine ganze Reihe an praktischen Vorzügen mit sich – das ganze Jahr über. Mach den ersten Schritt in Richtung Green Living mit dem Regrowing für Anfänger.  
  • ideal für das Gärtnern mit Kindern: Du suchst nach einer kostengünstigen Beschäftigung für Kinder, die Spaß macht und bei der sie etwas lernen? Mit dem Regrowing hast du das Passende gefunden. Du kannst damit sofort beginnen, die Nachwuchs-Gärtner lernen eine Menge und haben in kurzer Zeit Erfolgserlebnisse.
  • Raumklima verbessern: Pflanzen filtern die Luft, Gießen und die Anzucht in Wasser sorgen für eine gesündere Luftfeuchtigkeit und das Grün der Gewächse pflegt die Augen.
  • entspannendes Hobby gewinnen: Wusstest du schon, dass die Pflege von Pflanzen nachweislich den Blutdruck senkt und Stress abbaut? Dadurch handelt es sich beim Regrowing nicht nur um ein Hobby, das glücklich macht. Sondern auch um eine gesunde Freizeitbeschäftigung, die fast nichts kostet.

Was brauche ich als Anfänger für das Regrowing?

Geeignete Küchenreste, Wasser und Gläser oder Becher reichen für den Anfang und für die meisten Pflanzen zum Bewurzeln vollkommen aus. Abhängig von den Gewächsen und deinem Vorhaben, brauchst du im Anschluss die passende Erde und ausreichend große Pflanzgefäße. Das Zubehör hast du also schnell zusammen oder es ist vielleicht sogar schon vorhanden.

Avocado aus dem Kern zu ziehen ist ein Klassiker des Regrowings

Regrowing für Anfänger: Avocado

Willst du mit Kindern drinnen gärtnern oder dir kostenlos eine schicke Zimmerpflanze zulegen? Dann ist das Keimenlassen eines Avocado-Kerns ein Klassiker. Du reinigst den Kern dafür gründlich unter fließendem Wasser, steckst vier Zahnstocher entlang seiner Seite in den Kern, damit er auf einem Glasrand aufliegen kann und hängst ihn mit dem stumpfen Ende in sauberes, lauwarmes Wasser.

Bei optimalen Bedingungen setzen Keimung und Wurzelbildung nach 3 bis 8 Wochen ein. Es können aber auch mehrere Monate ins Land gehen, bevor du erste Veränderungen an dem Kern bemerkst. Geduld ist also eine wichtige Voraussetzung.

Optimale Bedingungen für die Avocado:

  • Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius
  • ein heller Standort
  • Wasserwechsel alle zwei Tage
  • Unterseite des Kerns hat durchgängig Wasserkontakt  

Frühlingszwiebeln regrowen

Ganz im Gegensatz zu den Avocados, die deine Geduld testen und Jahre brauchen, bis sie Früchte tragen, siehst du den Regrowing-Erfolg bei Frühlingszwiebeln nach wenigen Tagen, kannst schnell und fortlaufend ernten.

Lass etwa drei Zentimeter Grün pro Zwiebel stehen, stell sie in ein Wasserglas an einen hellen Ort und wechsle das Wasser täglich oder alle zwei Tage. Anderenfalls erhältst du eine intensiv aromatische Pflanzenjauche, die echtes Potenzial als Stinkbombe hat.

Allein durch das Nachziehen im Wasser kannst du jede Lauchzwiebel noch 4 bis 5 Mal abernten. Pflanzt du sie danach in Erde, wachsen sie sogar noch länger weiter.

Regrowing für Anfänger mit Ingwer

Du kochst gerne asiatisch, nutzt Ingwer als Hausmittel bei Erkältungen und Übelkeit oder aromatisierst dein Wasser einfach gerne damit? Wenn du gleichzeitig noch eine dekorative Zimmerpflanze willst, ist das Regrowing von Ingwer die ideale Wahl.

Du brauchst dafür nur ein Stück Ingwer, das mindestens ein Auge aufweist. Augen sind die kleinen Knubbel, die sich seitlich an der Knolle zeigen. Alternativ kannst du auch so wie ich den Ingwer nehmen, den du vergessen hast und der bereits ausgetrieben hat. Und so gehst du beim Regrowing für Anfänger vor:

  1. Leg den Ingwer für einen Tag (24 Stunden) in Wasser. Dadurch können sich Schale und Knolle mit Flüssigkeit vollsaugen. Alternativ kannst du die Stücke auch in ein Wasserglas stellen, bis sie grüne Triebe ausbilden.
  2. Steck die Ingwerstücke in feuchte Anzuchterde, die Augen oder Triebe sollten aus dem Substrat herausschauen.
  3. Stell den Ingwer an einen hellen und warmen Ort. Ideal sind 22 bis 25 Grad Celsius.
  4. In den nächsten Wochen bilden sich erst kleine, sattgrüne Triebe. Im Anschluss werden aus diesen schilfähnliche Blätter – die ebenso wie die Knolle essbar und vielseitig einsetzbar sind.

Ingwerblätter eignen sich beispielsweise für:

  • Teeaufguss
  • Salate
  • Garnituren
  • Suppen
  • asiatische Wok-Gerichte

Nach einem Jahr kannst du allerdings auch die nachgewachsene Ingwerknolle nach Bedarf ernten.

Kartoffeln regrowen einfach gemacht

Die letzten Kartoffeln im Netz sind schrumpelig und treiben aus? Anstatt sie wegzuwerfen, schau dir die Richtung an, in die die Triebe wachsen. Damit verrät dir die Kartoffel bereits, wie du sie in die Erde legen sollst.

Wenn du kein Gartenbeet zur Verfügung hast, kannst du sie mit einer Pflanztasche auch auf dem Balkon oder sogar in deinem Indoor-Garten ziehen.

Regrowing für Anfänger: Karotten nachwachsen lassen

Welcher Teil der Karotte wird vollkommen unterschätzt? Richtig: das Grün. Es steckt voller Nährstoffe, Ballaststoffe und Aromen, eignet sich für Suppen, Salate, Smoothies und peppt sogar Sandwiches auf.

Beim Regrowing ziehst du nicht die komplette Möhre nach, sondern nur das Grün. Und das ist so spielend einfach, dass es sich sogar für das Gärtnern mit Kindern eignet.

Was du benötigst:

  • Möhren mit gesundem, vollem Grün
  • ein scharfes Messer und eine Schere
  • ein Glas Wasser

Und so gehst du beim Regrowing für Anfänger mit Karotten vor:

  1. Schneide das Möhrengrün mit der Schere auf eine Länge von 3 bis 5 Zentimetern ab.
  2. Schneide die ungeschälte Karotte etwa 3 bis 4 Zentimeter unter dem Übergang zum Möhrengrün leicht schräg ab.
  3. Stell die Karottenstücke mit dem Grün in ein Wasserglas und stell dieses an einen hellen und warmen Ort.
  4. Nach wenigen Tagen treibt neues Möhrengrün.

Denk auch hierbei daran, das Wasser täglich oder alle zwei Tage zu wechseln.  

Ärgere dich nicht über ausgetriebene Knoblauchzehen, zieh aus ihnen lieber frisches, leckeres Grün

Knoblauch richtig regrowen

Wie oft lag Knoblauch bei dir schon so lange rum, dass die Zehen anfingen auszutreiben? Nutze das und üb dich im Regrowing für Anfänger und Kinder, indem du genau diese Zehen kurzerhand in Erde steckst. Stell sie hell und warm, halt die Erde feucht und warte nicht erst, bis sich neue Knollen gebildet haben. Das kannst du natürlich.

ABER:

Die jungen, zarten Triebe von wachsendem Knoblauch kannst du verwenden wie Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln. Das Knoblauchgrün ist milder als Knollenknoblauch, aber lecker, gesund, vielseitig und aromatisch.

Regrowing für Anfänger mit Kohlrabi

Ebenso wie Karottengrün sind Kohlrabiblätter deutlich nährstoffreicher als die Knolle selbst und sie lassen sich vielseitig zubereiten. Koch sie wie Spinat, iss sie roh wie Salat, bereite ein Pesto daraus zu oder gib Kohlrabiblätter in Suppen und Eintöpfe, um den Geschmack zu intensivieren und zu verfeinern.

Möchtest du dieses Grün aus Küchenresten nachziehen, schneid die „Kappe“ des Kohlrabis vor dem Schälen ab. Kürze die Blätter ein, sodass nur noch 3 bis 5 Zentimeter lange Stiele stehen bleiben. Leg die Kohlrabikappen in eine Schale mit flachem Wasser. Stell sie an einen hellen und warmen Ort. Das Kohlrabi-Grün beginnt nach wenigen Tagen, erneut auszutreiben.

Kräuter regrowen leicht gemacht

Hast du dich schon öfter darüber geärgert, dass du Supermarktkräuter im Topf kaufst und diese innerhalb kürzester Zeit eingehen? Pfeift dein Basilikum auf dem letzten Loch? Vermehr ihn schnell noch durch Stecklinge.

Hier erfährst du außerdem: Wie du Supermarktkräuter retten kannst

Das Regrowing für Anfänger funktioniert aber sogar dann, wenn du die Kräuter nicht im Topf, sondern als Bund gekauft hast. Für die Vermehrung durch Stecklinge eignen sich vor allem aber nicht nur mediterrane Würzkräuter, wie:

  • Currykraut
  • Estragon
  • Lavendel
  • Minze
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian
  • Zitronenmelisse

Und so gehst du vor:

  1. Schneide das untere Ende des Stängels frisch und schräg ab.
  2. Entferne alle Blätter in den unteren zwei Dritteln des Stängels.
  3. Stell ihn in frisches Wasser, an einen hellen, warmen Standort.
  4. Wechsle das Wasser täglich.
  5. Pflanz die Stecklinge ein, wenn sie Wurzeln gebildet haben und diese wenigstens 3 Zentimeter lang sind.
Kurkuma ist eine überraschend dekorative Pflanze und ideal für das Regrowing

Regrowing für Anfänger: Kurkuma nachziehen

Kurkuma und Ingwer sind nicht nur eng miteinander verwandt, du kannst sie aus Wurzelstücken auch auf die gleiche Art und Weise vermehren. Wirf also einen Blick in die Anleitung für das Regrowig von Ingwer.

Meerrettich regrowen – so geht es leicht

Meerrettich oder auch Kren ist ausgesprochen vermehrungsfreudig und dadurch die perfekte Wahl für das Regrowing für Anfänger – draußen und drinnen. Für die Vermehrung aus Küchenresten gibt es 3 Varianten:

  1. Nutze den Kopfsteckling. Also das obere Ende der Wurzel mit Blättern oder verbliebenen Grünansätzen. Er sollte 10 Zentimeter lang und unten schräg abgeschnitten sein.
  2. Verwende ein beliebiges Stück des Rettichs, das 10 bis 15 Zentimeter lang ist. Die obere Schnittstelle sollte gerade, die untere schräg sein.
  3. Schneide kleine Seitenwurzeln ab, wenn sie eine Mindestgröße von 2 bis 3 Zentimetern erreicht haben.

Danach gehst du wie folgt vor:

  1. Lass die Schnittstellen für 1 bis 2 Tage abtrocknen. Damit reduzierst du das Risiko für Fäulnis und Schimmel.
  2. Wähle ein tiefes Pflanzgefäß mit einer Höhe von mindestens 40 Zentimetern.
  3. Pflanz die Meerrettich-Wurzel so ein, dass ihr oberes Ende etwa 2 Zentimeter dick mit Erde bedeckt ist.
  4. Für einsetzendes Wachstum musst du das Substrat durchgängig leicht feuchthalten, aber Staunässe vermeiden. Dass der Meerrettich wächst, bemerkst du am neuen Blattaustrieb.

Lauch nachwachsen lassen

Frühlingszwiebeln und Lauch – auch als Porree bekannt – sind eng miteinander verwandt. Obwohl es sich um unterschiedliche Pflanzenarten mit vollkommen unterschiedlichen Blattformen, Ansprüchen und Wuchsgeschwindigkeiten handelt, funktioniert das Regrowing bei beidem nach dem gleichen Prinzip:

  1. Schneide das Grün bis auf einen kleinen Rest ab.
  2. Stell das bewurzelte, helle Ende in Wasser.
  3. Wähle einen hellen, warmen Platz für das Regrowing.
  4. Wechsle das Wasser täglich und spüle die nachwachsenden Wurzeln regelmäßig ab.
  5. Willst du den Lauch länger und kräftiger nachwachsen lassen, kannst du ihn zunächst in einem Wasserglas stärker bewurzeln lassen und dann in passende Erde einpflanzen.

Regrowing für Anfänger: Pak Choi

Die Blätter des Pack Choi sind nicht nur lecker und vielseitig, sondern tragen auch zur gesunden Ernährung bei und bringen mehr Ballaststoffe auf deinen Teller. Anstatt ständig nachzukaufen und den Strunk wegzuwerfen, rette den Rest durch Regrowing und setz damit einen ebenso einfachen wie effizienten Spar-Tipp um.

So gehst du dafür vor:

  1. Schneide die Blätter des Pak Choi 3 bis 6 Zentimeter über dem Strunk ab.
  2. Stell die wurzeltreibenden Teile in ein Glas oder eine Schüssel.
  3. Füll so viel Wasser auf, dass der Pak Choi etwa zur Hälfte darinsteht.
  4. Stell das Pflanzgefäß an einen hellen, warmen Ort.
  5. Wechsle das Wasser täglich, damit keine Gefahr für Schimmelbildung und Fäulnis besteht.

Innerhalb von 1 bis 2 Wochen wachsen Wurzeln nach und der Pak Choi bildet neue Blätter aus. Zu diesem Zeitpunkt kannst du ihn in Erde pflanzen. Erntest du ab sofort nur die äußeren Blätter, sobald sie groß genug sind, stellst du eine lange Versorgung sicher.

Regrowing von Rote Bete

Salate, Smoothies, Suppen, Sandwiches, als Garnitur für alle herzhaften Gerichte: Das Grün von Rote Bete ist nicht nur reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Chlorophyll, sondern auch an Spurenelementen. Dazu ist es überraschend lecker und vielseitig bei der Zubereitung.

Bereitest du frische Rote Bete zu, kannst du es aus den Resten außerdem erstaunlich einfach nachziehen. Ganze Knollen lassen sich aber nicht daraus ziehen.

So gehst du vor:

  1. Schneide 2 bis 3 Zentimeter der Knolle unter den Blättern ab.
  2. Leg die Schnittfläche der Bete in ein Glas oder eine flache Schale mit frischem Wasser. Der Rest der Knolle sollte nicht schwimmen oder bedeckt sein, sondern nur in maximal 1 Zentimeter tiefem Wasser stehen.
  3. Du ahnst es schon: Stell das Pflanzgefäß mit der Roten Bete zum Nachwachsen des Grüns warm und hell.
  4. Ein täglicher Wasserwechsel ist wichtig, um die Bildung von Schimmel und Fäulnis zu verhindern.

Bei optimalen Bedingungen wächst das Grün bereits nach wenigen Tagen nach. 

Regrowing von Salat

Romanasalat, Schnittsalat, Pflücksalat – es gibt einige Salatsorten, die ideal für das Regrowing aus Resten sind.

Die einfachste Variante: Such dir im Supermarkt die Sorten aus, die noch Wurzelballen aufweisen. Diese kannst du zu Hause ins Wasser stellen und fortlaufend abernten. Bei anderen Salaten gehst du wie bei Pak Choi vor.

  1. Schneide den Strunk mit 3 bis 6 Zentimeter langen Blättern ab.
  2. Stell ihn in ein Glas oder einen Blumentopf mit wenig Wasser. Es sollte nicht höher als 1 bis 2 Zentimeter reichen.
  3. Denk an den Wasserwechsel und das Ausspülen des Pflanzgefäßes alle 1 bis 2 Tage.
  4. An einem hellen und warmen Standort bilden sich etwa nach einer Woche Wurzeln und der Salat treibt neu aus.
  5. Sind die ersten neuen Blätter etwa 3 Zentimeter hoch, kannst du den Salat in geeignetes Substrat pflanzen und nach Salatblätter nach Bedarf ernten.
Sellerie als Snack vom Fensterbrett gefällig?

Regrowing für Anfänger: Sellerie

Sowohl Stauden- oder Stangensellerie als auch Knollensellerie kannst du sehr einfach zum Nachwachsen bringen.

Stangensellerie:

  1. Schneide die Stangen etwa 6 Zentimeter über dem Wurzelende ab.
  2. Stell den Strunk in ein Glas, das du 1 bis 2 Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt hast.
  3. Platziere das Pflanzgefäß bei normalen Zimmertemperaturen an einer sonnigen Stelle.
  4. Tausch das Wasser täglich oder alle zwei Tage aus und reinige dabei das Glas.
  5. Sind die neu ausgebildeten Wurzeln nach wenigen Wochen mindestens 3 Zentimeter lang, kannst du den Sellerie in Erde pflanzen.

Knollensellerie:

  1. Schneide das untere Ende der Knolle vor dem Schälen mit dem Wurzelansatz ab. Die Scheibe sollte 3 bis 5 Zentimeter dick sein.
  2. Leg die Scheibe in flaches Wasser und stell das Pflanzgefäß an eine helle Stelle bei normalen Raumtemperaturen.
  3. Halte das Gefäß sauber und wechsle das Wasser regelmäßig, damit keine Pflanzenjauche entsteht.
  4. Nach wenigen Wochen sprießen Wurzeln und frisches Grün. Sind die Wurzeln circa 3 Zentimeter lang, kannst du den nachgewachsenen Sellerie in Erde setzen und die Blätter nach Bedarf ernten.

Zitronengras regrowen

Das Regrowing von Zitronengras verläuft identisch zu Lauchzwiebeln und Porree: Wurzeln in Wasser stellen, Wasser täglich wechseln, warten. Zwar dauert es länger, bis sich neue Wurzeln ausbilden und das Zitronengras wieder wächst, pflanzt du es aber in Erde, sobald die neuen Wurzeln lang genug sind, kannst du es auch länger nach Bedarf abernten.

Zwiebeln nachwachsen lassen

Regrowing-Möglichkeit 1: Sobald Zwiebeln austreiben, kannst du sie wegwerfen, oder? Das kannst du zwar, solltest es aber nicht. Denn das frische Grün ist essbar und gesund. Es wächst schneller und stärker, wenn du die alte Zwiebel in Wasser stellst oder sie in Erde pflanzt. Und es treibt auch dann wieder aus, wenn du die lauchigen Halme einige Male abgeerntet hast.

Regrowing-Möglichkeit 2: Hast du Essen mit Zwiebeln zubereitet oder bist noch dabei? Dann schneide am Wurzelende eine 2 bis 3 Zentimeter dicke Scheibe ab und geh behutsam mit den trockenen Wurzeln um. In ein Glas mit wenig Wasser gelegt, bildet sie neue Wurzeln aus und kann grüne Triebe entwickeln. Diese kannst du ernten oder den bewurzelten Zwiebelboden in Erde pflanzen und neue, komplette Zwiebeln daraus wachsen lassen.

Regrowing-Möglichkeit 3: Schneid das Wurzelende als 2 bis 3 Zentimeter dicke Scheibe ab und lass die Schnittfläche für einen Tag abtrocknen. Pflanz sie in einen Blumentopf oder ab Frühjahr direkt in einen Kübel auf den Balkon oder in ein Beet im Garten. Bedecke die Schnittfläche nur 1 Zentimeter tief mit Erde. Sie sollte noch leicht durchscheinen. Halt das Substrat leicht feucht und vermeide Staunässe. Aus dem Zwiebelstück wachsen neue Zwiebeln.

Bonus-Tipp: Pflanzensamen aus Gemüse und Obst gewinnen

Weintrauben, Kiwis, Tomaten, alle Beeren, Paprika, Melonen, Kürbisse, Äpfel und Birnen, Zitronen und Limonen – im Supermarkt findest du nicht nur reichlich Obst und Gemüse, sondern auch eine vielfältige Auswahl an Samen, die du kostenlos mitbekommst.

Ist es aber sinnvoll oder auch nur möglich, aus diesen Samen Pflanzen zu ziehen?

Erst einmal: Ja, es ist grundsätzlich möglich, aus den meisten im Supermarkt gekauften, samentragenden Obst- und Gemüsesorten neue Pflanzen zu ziehen. Ein paar potenzielle Probleme gibt es jedoch:

  1. Hybride: Hybride und veredelte Sorten sind oftmals nicht samenfest. Du kannst die Samen also ziehen, bekommst dann aber keine Pflanzen, deren Früchte auch nur annähernd so aussehen wie die im Supermarkt. Ebenso ist es möglich, dass die Gewächse gar keine Früchte tragen.
  2. Dauer: Beeren, Steinobst, Zitrusfrüchte, Äpfel und Birnen brauchen mehrere Jahre, bis sie zum ersten Mal Früchte tragen. Hast du dann ausgerechnet die Samen erwischt, die schwache Pflanzen hervorbringen, hast du reichlich Zeit verschwendet.
  3. Ansprüche: Extremer Platzbedarf, tropische Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, die sich nur im Gewächshaus erreichen lässt – informier dich vorher darüber, welche Ansprüche die Gewächse haben und welche Bedingungen du bieten musst, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Willst du einen eigenen Garten oder Indoor-Garten mit hohem Ertrag, solltest du zum einen also lieber auf sortenreines Saatgut mit Keimgarantie setzen und zum anderen ausschließlich passende Gewächse wählen.

Regrowing für Anfänger – mehr als nur Geld sparen

Mit dem Regrowing von Küchenresten sparst du nicht nur aktiv Geld und legst dir ein Hobby zu, das (fast) nichts kostet, du gestaltest deinen Speiseplan auch ganz leicht vielseitiger. Gleichzeitig verringerst du dein Müllaufkommen und reduzierst Lebensmittelverschwendung, während du das Raumklima verbesserst.

Also probier es aus, genieß die Vorzüge und bereichere deinen Speiseplan um Ingwergrün, deine Sandwiches um jederzeit frisch geernteten Salat und mach aus jedem Kräuterbund einen Zuwachs für deinen Indoor-Kräutergarten.

Hinterlasse einen Kommentar

Mein Leben Eben

Auf MeinLebenEben ist eine Menge los – genauso wie im Leben, eben.

Von Tipps für Alltag, Haushalt, Karriere und Partnerschaft bis hin zum Schutz vor Narzissten und anderen Themen der Psychologie findest du hier täglich neue Artikel, die dein Leben erleichtern oder bereichern.

Let’s connect