Die Fenster zu putzen, ist nicht gerade die beliebteste Aufgabe im Haushalt und wird deswegen gerne aufgeschoben. Genau darin liegt schon einer der größten Fehler beim Fensterputzen, der schnell teuer werden kann. Wenn du ab sofort Geld und Aufwand sparen willst, vermeide die 7 größten Fehler beim Fensterputzen und mach dir die Hausarbeit leichter.
Fensterputzfehler #1: Die Fenster zu selten putzen
Schmutzige Fenster werden gleich aus mehreren Gründen teuer:
- Durch sie dringt weniger Tageslicht in den Raum, was sich auf deine Stromrechnung und deine Stimmung auswirkt. Während die Stromrechnung steigt, kann deine Laune in den Keller sinken.
- Sie lassen die Heizkosten steigen. Ein unbekannter Spartipp für die kalte Jahreszeit ist es, wann immer möglich, mit Sonnenlicht zu heizen. Mit Staub, Pollen und den Rückständen von Abgasen verschmutzte Fenster lassen weniger Wärme entstehen, was wiederum früheres und stärkeres Heizen erfordert.
- Materialschäden entstehen durch Verschmutzungen. Die Dichtungen werden schneller porös und das Fensterglas kann verkratzen.
Davon abgesehen machst du dir durch seltenes Fensterputzen selbst das Leben schwer. Denn je größer die Zeiträume zwischen den Reinigungen, desto mehr Schmutz musst du entfernen. Mit der Zeit wird der Dreck außerdem hartnäckiger, was das Putzen zusätzlich erschwert.
Besser:
Putze jede Woche ein Fenster, anstatt alle auf einmal und dafür nur alle paar Monate. Denn:
- Die Überwindung dazu fällt beim wöchentlichen Putzen deutlich leichter.
- Der Aufwand ist geringer.
- Du sparst Putzmittel und Wasser.
- Die Wiederanschmutzung erfolgt langsamer.
Fensterputzfehler #2: Das Fenster in der falschen Reihenfolge putzen
Viele fangen mit dem Fensterputzen bei der Scheibe an und ärgern sich im Anschluss darüber, dass Schmutzwasser vom Rahmen tropft oder sie ihn von den Dichtungen wieder auf die Scheibe schmieren.
Besser:
Putze die Fenster von oben beginnend bei den Rahmen und den Dichtungen mit reichlich Wasser und einem weichen Schwamm. Geh erst zu den Scheiben über, wenn die Rahmen sauber sind.
Fensterputzfehler #3: Das Fenster trocken reinigen
Schnell das Gröbste mit einem trockenen Tuch abwischen? Selbst wenn es sich dabei nur um Staub, Pollen, Ruß und die Rückstände von Abgasen handelt, zerkratzt du damit die Scheiben.
Besser:
Damit grobe Verschmutzungen nicht am Wischlappen enden, sauge Spinnweben und starke Verschmutzungen zuerst mit einem Staubsauger ab und wasche die Fenster dann mit reichlich Wasser ab.
Fensterputzfehler #4: Falsche Lappen beim Fensterputzen verwenden
Mikrofasertücher fühlen sich auf der Haut zwar weich an, hinterlassen auf Fensterscheiben aber schnell Kratzer. Sogar, wenn sie nass sind.
Besser:
Verwende zum Putzen, Trocknen und Polieren Fensterleder, fusselfreie Baumwolltücher oder Küchenrolle.
Fensterputzfehler #5: Zu viel Reinigungsmittel verwenden
Egal wie sehr du putzt, du hast immer wieder Schlieren auf den Scheiben? Das ist nicht nur reichlich nervig, sondern auch ein weit verbreiteter Fehler beim Fensterputzen und liegt daran, dass zu viel Reinigungsmittel verwendet wird.
Besser:
- Hast du die Fenster schon längere Zeit nicht mehr geputzt, wasche sie zunächst mit einem Schwamm, reichlich Wasser und Spülmittel ab. Richtig gelesen: waschen, nicht wischen. Das löst hartnäckigen Schmutz schonend für die Materialien, sanft, aber effizient und gründlich.
- Verwende nochmals viel Wasser, um sämtliche Rückstände abzuwaschen.
- Reicht das nicht aus, kannst du die Scheibe mit Fensterreiniger, verdünntem Essig oder Alkohol einsprühen und wieder gründlich mit Wasser nachwaschen.
- Erst, wenn du alle Reinigungsmittel mit Wasser abgewaschen hast, beginnt das Trocknen und Polieren.
Fensterputzfehler #6: Bei und mit der falschen Temperatur putzen
Nein, ich gebe dir jetzt keine Ausrede dafür, dass du im Sommer und im Winter nie die Fenster putzen kannst. Du solltest nur die Extreme vermeiden. Bei -20 oder +35 Grad, extrem trockener Luft oder Regen trocknet das Wasser auf den Scheiben aber entweder gar nicht oder viel zu schnell. Das hinterlässt Schmieren und Streifen und erhöht den Aufwand beim Putzen sinnlos.
Das ist aber noch nicht einmal die größte Rolle, die die Temperatur beim Fensterputzen spielt. Ebenso entscheidend oder sogar wichtiger ist die Temperatur des Wassers.
Besser:
- Verwende warmes Wasser nur bei starken, hartnäckigen Verschmutzungen und zur Grundreinigung nach einer längeren Zeit.
- Putzt du deine Fenster regelmäßig, setz lauwarmes oder kühles Wasser ein. Das gibt dir mehr Zeit zum Trocknen und Polieren.
Fensterputzfehler #7: Hartes Wasser für das Fensterputzen verwenden
Hartes Wasser beeinträchtigt den Geschmack von Kaffee und Tee, lässt Wasserkocher, Waschmaschine und Wasserhähne schneller verkalken und verkürzt die Lebensdauer von allen Textilien, die damit gewaschen werden.
Hier hört die Liste der Nachteile aber noch nicht auf: Kalkhaltiges Wasser:
- verringert die Wirksamkeit von Reinigungsmitteln.
- hinterlässt Kalkflecken.
- beschleunigt die Wiederanschmutzung der Fenster.
Besser:
- Setz für die grobe Reinigung Wasser aus der Leitung ein.
- Für das letzte Abwischen vor dem Trocknen kochst du Wasser ab und gießt es durch 1 bis 3 Kaffeefilter. Die Filter kannst du im Anschluss trocknen und wiederverwenden.
- Das Kochen führt zur Verfestigung und zum Ausflocken des Kalks. Die Filter entfernen die festen Bestandteile.
Du erhältst dadurch zwar kein kalkfreies, aber deutlich kalkärmeres Wasser. (Was du übrigens auch zum Gießen im Indoor-Garden verwenden kannst.)
Fensterputzen: Fehler vermeiden, Geld und Aufwand sparen
Putzt du ein Fenster pro Woche und vermeidest den Rest der häufigsten Fehler beim Fensterputzen, brauchst du nur wenige Minuten, um wieder klare Sicht zu haben, sparst Wasser und Reinigungsmittel. Mit dem richtigen Vorgehen und der richtigen Dosierung des Putzmittels benötigst du noch nicht einmal einen Abzieher – verlangsamst aber wirksam die Wiederanschmutzung.
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