Du willst deine Heizkosten senken, aber nicht frieren? Dann wird es höchste Zeit für die folgenden Tipps, um deine Wohnung auf den Winter vorzubereiten und ohne Heizung warm zu bleiben oder dich zumindest wärmer zu halten.
Fenster auf den Winter vorbereiten
Fenster sind eine tolle Sache. Sie lassen Luft und Licht heran, verschaffen dir den Überblick über das Wetter und die Machenschaften deiner Nachbarn. Vielleicht bieten sie dir sogar eine schöne Aussicht.
Aber ebenso wie sie im Sommer Hitze reinlassen, sorgen sie im Winter für Wärmeverlust. Bereitest du deine Wohnung auf den Winter vor, solltest du die Fenster also zuerst abhaken.
Tipp 1 für Wärme ohne Heizung: Fenster putzen und mit Sonnenlicht heizen
Schritt 1 beim Vorbereiten der Wohnung auf den Winter: Putz deine Fenster. Staub, Pollen und Ruß-Rückstände von Abgasen machen es nicht nur dunkler in der Wohnung und zwingen dich zeitiger zum Einschalten der Lichter – sie verkürzen auch die Lebensdauer der Fenster UND schränken das Heizen mit Sonnenlicht ein.
Direkte Sonnenstrahlen auf den Fensterscheiben wirken wie ein Heizstrahler in der Wohnung. Also genau das, was du im Sommer vermeiden willst. Im Herbst und Winter solltest du diesen Effekt aber so oft wie möglich nutzen.
Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 2: Dichtungen kontrollieren und erneuern
Lassen deine Fenster auch dann kalte Luft herein, wenn sie geschlossen sind? Das ist zwar super für die Versorgung mit Sauerstoff, aber fatal für deine Heizkosten.
Kontrolliere die Dichtungen an den Fenstern bereits beim Putzen. Sind sie porös, hart und spröde, zeigen sich bereits Risse oder sogar Löcher? Dann müssen sie dringend ausgetauscht werden.
Bist du dir nicht ganz sicher? Wende den Kerzentrick an, um Schwachstellen zu finden. Das Vorgehen dafür:
Zünde eine Kerze an und führ sie in wenigen Zentimetern Abstand am Fensterrahmen entlang. Im Idealfall dann, wenn es draußen windig ist. Flackert sie dabei, brauchst du neue Fensterdichtungen.
Tipp 3 für eine warme Wohnung: Rollos und Thermovorhänge nutzen
Im Sommer halten Rollos und Thermovorhänge die Hitze draußen. Im Winter halten sie die Wärme drinnen. An besonders kalten Tagen solltest du sie daher auch tagsüber geschlossen lassen, um deine Heizkosten zu reduzieren.
Türen auf den Winter vorbereiten
Ebenso wie Fenster, sind Türen häufig Kältebrücken. Putzen musst du sie zwar (vermutlich) nicht, dafür kannst du aber auch sie auf den Winter vorbereiten, damit deine vier Wände selbst ohne Heizung wärmer sind.
Tipp 4 für mehr Wärme ohne Heizung: Türdichtungen kontrollieren
Ja, auch bei Türen haben die Dichtungen eine begrenzte Lebensdauer. Sie können reißen, sich lösen, Lücken und Löcher aufweisen. Das lässt nicht nur Gerüche von außen rein, und Gerüche von drinnen nach draußen – es sorgt auch für ständige Zugluft.
Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 5: Zugluftstopper nutzen
Es gibt Türen und Türrahmen, die sind reichlich wetterfühlig. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Wärme klemmen sie, bei Trockenheit und Kälte sind sie nicht ganz dicht. Natürlich kann ich dir jetzt erklären, dass Kälte viele Materialien zum Schrumpfen bringt, weil sie verdichtet werden. Wärme und Feuchtigkeit sorgen hingegen für ein Ausdehnen.
Solltest du aber keine Lust auf fortgesetzten Physikunterricht haben, hier das Wichtige: Zugluftstopper als Rolle am Boden und als Türvorhänge sind zusätzliche Isolierungen gegen eindringende Kälte, kostengünstig und einfach anzubringen.
Tipp 6 für geringere Heizkosten: Türen besser isolieren
Du kannst live mitverfolgen, wann deine Nachbarn das Haus verlassen, nach Hause kommen, sich streiten, die Türen knallen und welche Gespräche sie im Hausflur führen? Oder geht dir vor deiner Haustür der Straßenlärm auf den Zeiger?
Türen mit einer schlechten Schalldämmung lassen nicht nur nervtötende Geräusche jedweder Art durch. Sie sind auch Schwachstellen für den Erhalt der richtigen Temperaturen.
Nachträglich angebrachte Dämmungen, wie Akustikpaneele aus Filz oder Wolle, lösen beide Probleme auf einmal und sind auch noch modern und dekorativ.
Wohntextilien nutzen, um Wärme im Winter zu erhalten
Bereitest du deine Wohnung auf den Sommer vor, solltest du alle unnötigen Wohntextilien entfernen. Denn sie halten die Wärme. Im Herbst und Winter gilt aus eben diesem Grund das genaue Gegenteil.
Tipp 7: Teppiche, Läufer, Vorleger, Felle auslegen
Zieh deine Böden im Winter warm an! Wenn du auch ohne Heizung wärmer leben willst. Es geht hierbei nicht nur darum, dass du auf dem Weg vom Bett zum Bad keine Eisfüße bekommst. Obwohl auch deine Füße eine Rolle spielen.
Der größere Faktor ist allerdings, dass Teppiche, Läufer, Felle und Vorleger eine zusätzliche Isolierung bilden.
Tipp 8 für mehr Wärme ohne Heizung: Decken und Kissen
Auf der Couch, im Bett, in der Kuschelecke, auf dem Sessel – orientier dich an dem Hygge-Lifestyle und verwandle deine vier Wände in Herbst und Winter in eine gemütliche Wohnlandschaft.
Decken und Kissen halten dich nicht nur direkt warm, sie speichern auch Wärme, isolieren und verkleinern den Raum, wodurch er sich schneller erwärmt und langsamer auskühlt.
Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 9: Wandteppiche und Wandbehänge
Kaufe oder miete eine Wärmebildkamera, eine Thermografiekamera oder ein Infrarotthermometer und kontrollier deine Wände. Kältebrücken beziehungsweise Wärmebrücken sind als „kalte Farben“ sichtbar. Genau an diesen Stellen kannst du gezielt nachbessern.
Und das, ohne viel Geld auszugeben. Als improvisierte Lösungen für mehr Wärme oder hohe Heizkosten bieten sich Wandteppiche, Wandbehänge, abnehmbare Akustikpaneele aus Filz und Wolle an. Möbel solltest du aber nicht davor rücken, da kalte Stellen in warmen Zimmern mit einer erhöhten Schimmelgefahr einhergehen.
Langfristig schaffen hier aber nur professionelle Ausbesserungen Abhilfe.
Luftfeuchtigkeit und richtig lüften
Eine leicht höhere Luftfeuchtigkeit in deinen vier Wänden ist gesünder für Haut und Schleimhäute, kommt dadurch dem Immunsystem zugute und sorgt dafür, dass du dich wärmer fühlst – OHNE die Heizung aufzudrehen.
Ideal sind 40 bis 60 Prozent Luftfeuchte bei Temperaturen zwischen 18 und 23 °C.
Tipp 10 für mehr Wärme ohne Heizung: Stoßlüften – oft, aber kurz
Beim Stoßlüften werden gerne pauschale Empfehlungen gemacht, die vollkommener Blödsinn sind.
Zum Beispiel:
Stoßlüften ist bei jedem Wetter effektiver als angekippte oder offene Fenster!
Hm. Klar: Ich kann erst darauf warten, dass der Sauerstoff drinnen knapp und die Luft stickig wird, und dann nach 3 Minuten Lüften behaupten, dass das ja so viel effektiver ist, als dauerhaft offene Fenster und damit auch dauerhafter Luftaustausch – original echt mit dauerhaft mehr Sauerstoff und besserem Klima.
Bevor ich mich jetzt aber über die Dummheit mancher Menschen aufrege, die ohne nachzudenken bei anderen abschreiben und damit unsinnige Tipps perpetuieren:
Im Winter solltest du oft lüften, aber jeweils nur sehr kurz.
Der Grund dafür ist einfach: Beim kurzen Lüften gelangt kühle, sauerstoffreiche und trockenere Luft nach drinnen. Feuchtere, warme und sauerstoffarme Luft entweicht nach draußen. Gemeinsam mit ihr Keime, die Erkältungen und Grippe auslösen.
Dafür reichen 1 bis 3 Minuten.
Lüftest du länger, kommt es aber nicht nur zum Luftaustausch, sondern das Rauminnere beginnt abzukühlen und auszukühlen.
Öffne die Fenster also lieber jede Stunde und kurz, als nur zwei- bis dreimal täglich und dafür lange.
Tipp 11 für die warme Winterwohnung: Indoor-Garten anlegen
Eine leicht höhere Luftfeuchtigkeit erzeugt ein wärmeres Gefühl bei gleicher Temperatur. Diese Luftfeuchtigkeit und mehr Vorteile erreichst du mit einem Indoor-Garten. Das Gießen der Pflanzen und das Substrat gleichen die Luftfeuchte immer wieder an, während die Pflanzen selbst die Raumluft filtern und Sauerstoff produzieren.
Wärmer wohnen ohne Heizung Tipp 12: Warme Fußbäder
Schon mal versucht, dich mit eiskalten Füßen so richtig kuschelig warm zu fühlen? Sind deine Füße kalt, fühlt sich der Rest von dir auch sehr schnell sehr kalt an. Unabhängig davon, wie gut der Rest von dir angezogen ist.
Aus diesem Grund sind kühle Fußbäder im Sommer so erfrischend und effizient.
Im Winter kannst du den gleichen Effekt nutzen, nur ins Gegenteil verkehrt. Dusch deine Füße warm ab oder besser noch, nimm ein Fußbad zur Entspannung am Abend. Das warme Wasser wärmt dich direkt und erhöht die Luftfeuchtigkeit leicht.
Kerzen und effizientere Wärmemöglichkeiten
Nein, ich empfehle an dieser Stelle nicht den Teelicht-Ofen, der vor einigen Jahren zum Trend wurde und in der Folge einige Wohnungen in Brand steckte. Auch dieser hat zwar seine Berechtigung, wenn er mit den richtigen Materialien und den passenden Abständen konstruiert wird, es gibt aber weitaus sicherere und effizientere Methoden.
Tipp 13 für eine wärmere Wohnung ohne Heizung: Windlichter
Nein, du brauchst keine 100 Kerzen und lässt dafür die Heizung aus. Aber: Kerzen als romantische oder gemütliche Beleuchtung geben nun einmal bekanntermaßen Wärme ab. Das gilt nicht nur für die Flammen selbst, sondern auch für die Gefäße, in denen sie stehen.
Kerzen in Windlichtern sind daher ebenso kleine und gute Wärmequellen wie Stövchen und der Tee, der auf ihnen steht.

Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 14: Infrarotheizer
Infrarotheizer unterscheiden sich von Öfen und Zentralheizungen in einem wichtigen Punkt: Sie erwärmen nicht die Luft um sich, sondern die Oberflächen, auf die sie ausgerichtet sind. Also zum Beispiel: Boden, Decken und Wände oder Möbel.
Die erwärmten Oberflächen geben die Wärme in der Folge ab und erhitzen damit auch die Raumluft. Dadurch ersetzen sie zwar trotzdem nur in seltenen Fällen komplett die Heizung, können aber ein sinnvoller Zusatz mit geringem Verbrauch sein.
Tipp 15 für mehr Wärme ohne Heizen: Heizstrahler
Wie lange hältst du dich wirklich im Bad auf? Stört dich wirklich die kühle Luft im Schlafzimmer oder nicht eher das eiskalte Bett, wenn du dich reinlegst? Für die Stunde auf der Couch am Abend – muss dafür wirklich die Heizung auf Hochtouren laufen, wenn du eigentlich nur eine kuschelig warme Couch willst?
Heizstrahler erlauben punktuelles und schnelles Heizen, bei einem vergleichsweise geringen Verbrauch (solange du auf die Energieeffizienz achtest) und sie auch nur bei Bedarf verwendest. Ihr Einsatz für ein paar Minuten lässt dich also dennoch deutlich sparsamer warm werden.
Kleidung richtig wählen für mehr Wärme ohne Heizen
Lisa beschwert sich über die gestiegenen Heizkosten. Gleichzeitig läuft sie selbst im tiefsten Winter zu Hause noch in T-Shirt und leichten Hosen rum. Barfuß, versteht sich. Das ist nicht nur unschön in Hinblick auf Umwelt und Verbrauch, es ist auch eine Herausforderung für den Kreislauf und die Gesundheit. Denn der enorme Wechsel von sommerlich-tropischen Temperaturen drinnen und Minusgraden draußen belastet den Organismus.
Besser: Nutz die richtige Kleidung für schonendere Wechsel.
Tipp 16 für Warmhalten bei weniger heizen: Das Zwiebelprinzip
Lange Unterwäsche, Shirt und Sweatshirt oben, bequeme Jeans und zwei Paar Socken unten drüberziehen – fertig ist der Zwiebellook mit Komfort-Garantie. Mehrere Lagen Kleidung anzuziehen, hält zum einen wärmer und ermöglicht dir zum anderen, dein Outfit bei Bedarf schneller und leichter anzupassen.
Wärmer durch den Winter ohne Heizen Tipp 17: Kuschelsocken im Doppelpack
Wie wichtig warme Füße für das gesamte Wohlbefinden und dein Wärmeempfinden sind, weißt du bereits. Wie wichtig „barfuß“ – also zumindest ohne Schuhe mit festen Sohlen laufen – für deinen ganzen Bewegungsapparat ist, weißt du vielleicht auch.
Erinnere dich im Winter trotzdem daran, dich mit besonders warmen Socken, und das am besten im Doppelpack, auszustatten.
Tipp 18: Hals und Kopf warmhalten
Einen kühlen Kopf zu bewahren ist in vielen Situationen wichtig. Im Winter solltest du ihn hingegen warmhalten. Gemeinsam mit deinem Hals. Denn beide sind wortwörtlich ganz schön dünnhäutig und haben daher einen entscheidenden Einfluss darauf, wie warm oder kalt du dich fühlst.
Loop-Schals, Kapuzen, leichte Mützen, legere Rollkragen und Stirnbänder oder Haarbänder dürfen daher im Winter auch gerne zum häuslichen Outfit gehören und bieten mehr Wärme, ohne die Heizung hochzudrehen.
Wärmer ohne Heizen Tipp 19: Mümmel dich ein
Klar, abends auf der Couch in eine Decke eingekuschelt fernzusehen, macht so ziemlich jeder. Es gibt aber deutlich mehr Möglichkeiten. Zum Beispiel:
- Leg eine Decke für das Homeoffice bereit.
- Pack dein Outfit für den nächsten Tag oder einen dicken Bademantel direkt neben das Bett.
- Bezieh dein Bettzeug mit Frottee–Bettwäsche.
- Trag Schlafanzüge aus wärmenden Materialien.
- Erinnere dich daran, dass Hausmäntel nicht nur Hugh Hefner vorbehalten sind.
Sport und Freizeit: Wie Fitness und Spaß dich wärmen – ohne Heizung
Warm eingewickelt und angezogen rumsitzen, Füße im Fußbad und dir warme Gedanken machen? Das kannst du natürlich und das ist auch mal nett – aber längst nicht der einzige Weg, mit weniger Heizen wärmer zu leben.
Und dich wohler zu fühlen.
Tipp 20 für mehr Wärme ohne Heizung: Werde fitter
Fun Fact: Muskeln wärmen. Wenn es also den perfekten Zeitpunkt gibt, um dir ein bisschen mehr Muskelmasse zuzulegen, dann Herbst und Winter. Heb Gewichte, mach Yoga, geh laufen, mach Situps – fitter zu werden hält dich wärmer.
Mal ganz abgesehen von den ganzen anderen Vorteilen, die damit einhergehen. Wie zum Beispiel die Wärme, die du dabei abgibst. Aber darüber erfährst du gleich noch mehr.
Wärmer ohne Heizung Tipp 21: Nutze Körperwärme
Dir ist kalt? Deine Wohnung ist kalt? Und Weihnachtspfunde willst du dieses Jahr auch nicht unbedingt zulegen? Schlag zwei bis drei Fliegen mit einer Klappe und treib zu Hause Sport. Erstens, erwärmst du dich dadurch direkt selbst. Zweitens, erwärmst du damit auch den Raum, in dem du dich aufhältst. Zwar nur leicht, aber es trägt zu mehr Wärme ohne Heizung bei.
Tipp 22: Mach dein Zuhause geselliger
Während der Recherche für diesen Artikel stolperte ich über einen vermeintlichen Experten, der als alternativen Heiz-Tipp angab, möglichst viele Menschen zu dir einzuladen. Gut, mit 20 Leuten im Wohnzimmer wird es hier nicht nur eng – der Sauerstoff wird auch schneller knapp. Das bedeutet wiederum häufigeres Lüften, was die Temperatur zumindest leicht senkt.
Obwohl das von ihm also nicht ganz so durchdacht war, hat er auch nicht völlig unrecht. Anstatt auszugehen: Mach dein Zuhause ab und an geselliger, indem du Spieleabende veranstaltest, einen Filmmarathon, gemeinsames Kochen oder Potluck, Zocken oder einfach nur einen gemütlichen Abend zum Reden in kleiner Runde. Auch dadurch sparst du ein wenig Heizkosten ein.
Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 23: Konzentrier Entertainment in einem Raum
Im Sommer solltest du zum einen alle Geräte so schnell wie möglich abschalten, wenn du sie gerade nicht benötigst. Zum anderen solltest du sie möglichst nicht alle im gleichen Raum haben. Schließlich produzieren TV, Rechner und ja, auch das gute alte Radio, Wärme.
Im Winter kannst du genau diesen Effekt nutzen, um die Zimmertemperatur leicht anzuheben. Heißt das jetzt, dass du den ganzen Tag alle Geräte laufen lassen sollst und dadurch zwar weniger in die Heizung, aber mehr in die Stromrechnung investierst? Natürlich nicht. Sitzt du aber ohnehin noch ein paar Stunden am Laptop, wechselst danach zum Fernseher oder hörst nebenbei Musik? Dann nutze die Geräte alle in einem Raum und nutze die konzentrierte Abwärme, um weniger heizen zu müssen.
Kochen und Backen für eine wärmere Wohnung ohne Heizen
Im Sommer steht einem der Sinn ohnehin selten nach deftigen Eintöpfen und Aufläufen, auch so solltest du langes Kochen und Backen aber einschränken, damit sich deine vier Wände nicht noch mehr aufheizen. Im Winter kannst du wiederum genau diesen Effekt nutzen.
Tipp 24: Geh zum Slow Cooking über
Gusseiserne Töpfe und Pfannen halten die Wärme länger und geben sie auch länger ab. Du kannst in ihnen also mit wenig Energie länger kochen und dadurch als netten Nebeneffekt auch länger indirekt heizen.
Mikrowelle und Wasserkocher werden hingegen nach ihren Großeinsätzen im Sommer ein wenig geschont. Davon abgesehen wärmen cremiges Cheese-Chili, Eintöpfe, Wintersuppen und One-Pot-Pasta angenehm von innen.
Mehr Wärme mit weniger Heizen Tipp 25: Sinnvoll kochen und backen
Den Herd und den Ofen im Winter als zusätzliche Heizung zu nutzen, ist keine Einladung zum Verschwenden von Strom oder Gas. Kochst du, betreib am besten gleich Meal Prep und koch vor. Bäckst du einen Auflauf, nutz den einmal warmen Ofen zum Dörren von Trockenobst oder Trockenfleisch, zum Backen von Keksen oder Kuchen und lass im Anschluss die Ofentür offen.
Heizkosten sparen Tipp: 26 Wärmende Speisen und Getränke
Tee, Kaffee, Kakao und heiße Zitrone wärmen durchaus. Für einen Moment. Du kannst aber längere Wirkungen erzielen, indem du heiße Getränke in der Kanne servierst und mit einem Stövchen warmhältst. Auch die Wintersuppe im gusseisernen Topf bleibt länger warm und gibt dabei Wärme an die Umgebung ab.
Es gibt aber noch zwei weitere Möglichkeiten, dich mit Speisen und Getränken wärmer zu halten.
Erstens: Iss und trink ein klein wenig kalorienreicher. Bei Minusgraden benötigt dein Körper mehr, schon allein um die normale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.
Zweitens: Mach es würziger. Probier Ingwertee mit Orange, heißen Apfel mit Zimt, Chili-Chocolate, Goldene Milch, pfeffrigen Kohl-Kartoffeltopf mit Karotten und Kümmel oder Thai Curry. Die leichte Schärfe dieser Getränke und Gerichte wärmt dich von innen noch eine ganze Weile, nachdem du sie genossen hast. Mal ganz abgesehen davon, dass du deine Ernährung leckerer, gesünder und leberfreundlicher gestaltest.
Raumnutzung cleverer gestalten
Die ganze Wohnung oder das ganze Haus auf molligwarme 25°C zu heizen, kann sich kaum mehr jemand leisten. Von den Auswirkungen auf die Umwelt und der fehlenden Nachhaltigkeit mal ganz zu schweigen. Es ist aber auch reichlich sinnlos, da du ohnehin nicht alle Räume gleichermaßen nutzt.
Hier erfährst du, wie du deine vier Wände sparsamer heizt und trotzdem nicht frierst.
Tipp 27 für mehr Wärme ohne Heizung: Zentrale Räume festlegen
DAS Herzstück jedes Hauses und jeder Wohnung war einst die Küche. Hier wurde gekocht, gebraten, gebacken, geredet, geschlemmt und gelesen. Vielleicht standen gerade Kartoffeln dabei auf dem Herd. Vielleicht aber auch die Kochwäsche. Menschen fanden sich aber so ziemlich immer.
Einer der Gründe dafür – vor allem im Winter: Es war allein durch die Zubereitung der Mahlzeiten auch ohne weiteres Heizen warm.
Leider haben viele Wohnungen derartige Wohnküchen nicht mehr und offene Raumkonzepte erschweren das Heizen allein durch Kochen zusätzlich. Du kannst dennoch das Herzstück deiner vier Wände wählen. Den Raum, in dem du die meiste Zeit verbringst, und der daher auch angenehm warmgehalten werden sollte. Richte ihn für den Winter so ein, dass du die meisten Aktivitäten zu Hause hier erledigen und dich im Anschluss daran gebührend entspannen kannst.
Dadurch kannst du das Heizen in den anderen Räumen automatisch einschränken.
Wohnung auf den Winter vorbereiten Tipp 28: Nicht auskühlen lassen
Die Großeltern eines Freundes wunderten sich jeden Winter aufs Neue darüber, dass das Wohnzimmer jeden Morgen eiskalt war. Dabei hatten sie doch gestern Mittag nochmal die Heizung angehabt. Sie wunderten sich zusätzlich in jedem Frühjahr darüber, dass in Bad, Küche und Schlafzimmer komplette Schimmelkulturen fröhlich vor sich hin wucherten.
Des Rätsels Lösung: Sie hingen gedanklich in ihrem Altbau fest, der inklusive undichter Fenster und Kachelöfen ganz andere Voraussetzungen bot als die Neubauwohnung. Also „feuerten sie kurz den Ofen an“ – nur, dass ein Heizkörper eben kein Ofen ist, der einmal bestückt stundenlang Wärme abgibt. Und sie lüfteten nicht, um die Kälte nicht reinzulassen. Nur, dass sie dadurch auch die übermäßige Luftfeuchtigkeit nicht rausließen.
Das Ergebnis waren ausgekühlte Räume, die sich gegenseitig so richtig schön kalt hielten, klamme Klamotten und Wände. Und in der Folge logischerweise Schimmel.
So „zum Kopfschütteln lustig“ diese Anekdote aus meinem Leben auch klingt: Viele Menschen wissen es zwar besser, heizen und lüften aber dennoch falsch. Sie lassen ihre Wohnungen komplett auskühlen, um Kosten zu sparen. Lüften gar nicht oder zu selten und wundern sich darüber, dass der eine beheizte Raum nicht richtig warm wird und sie im Anschluss daran Schimmelprobleme haben.
Mach es besser! Lass deine Wohnung nicht komplett auskühlen, sondern heiz wenig genutzte Räume weniger. Deinen zentralen Raum aber richtig. Pass Häufigkeit und Dauer des Lüftens der Luftfeuchte an.
Dadurch sparst du nicht nur kurzfristig Heizkosten, sondern schonst dein Budget und die Umwelt wirklich.
Tipp 29: Kleine Wärmequellen nutzen
17 bis 20 Grad Celsius reichen in der Theorie vollkommen für die Wohnung im Winter. In der Praxis können sie sich aber ganz schön kalt anfühlen. Anstatt die Heizung aufzudrehen, kannst du kleine, punktuelle Wärmequellen nutzen. Darunter:
- Wärmeflaschen
- Körnerkissen
- Heizdecken
- warme Wickel
- Taschenwärmer
- heiße Kartoffeln
Hast du gerade bei den „heißen Kartoffeln“ gestutzt? Ungeschälte, gekochte Kartoffeln halten Wärme erstaunlich lange, weswegen sie wirklich als essbare Taschenwärmer und Handwärmer eingesetzt wurden – bevor Varianten mit Klick und Wasserbad in Mode kamen.
Wärmer ohne Heizung Tipp 30: Warme Farben
Die Psychologie der Farben wird von vielen unterschätzt. Dabei fallen Töne wie Weiß, Blau, Mintgrün und Grau nicht umsonst unter „kühle“ Farben. Umgibst du dich mit ihnen, fühlst du dich kühler und oft auch entspannter.
Gelb, Orange, Rot und warme Brauntöne gehören hingegen zu den warmen Farben, die deine Umgebung wärmer erscheinen lassen, als sie ist.
Wohnung auf den Winter vorbereiten und dich besser wärmen mit weniger Heizen
Von den Abdichtungen der Fenster bis zum Zwiebellook gibt es eine Menge, die du in Vorbereitung auf den Winter und in der kalten Jahreszeit unternehmen kannst. Damit steigerst du deine Heizkosten nicht, wohl aber das Level der Gemütlichkeit in deinem Leben.
Hast du weitere Tipps, die den Winter ohne Heizung wärmer machen? Teil sie in den Kommentaren!







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