Als Astrid in Rente geht, ist die Freude bei ihr groß. Endlich keine nervigen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden mehr. Endlich Zeit für Kinder und Enkel, und vor allem kann sie endlich tun und lassen, was sie will, wann sie will. Sechs Monate später machen die Nachbarn einen großen Bogen um sie, bei der Hausverwaltung und beim Mieterhilfeverein ist sie bestens als Hausdrache bekannt und Kontakt zu ihren Kindern hat sie nur noch streitend. Was ist passiert? Ganz einfach: Langeweile ist passiert. Aber sie ist nicht der einzige Faktor, denn Langeweile bei Rentnern ist nicht immer gefährlich für das Umfeld.
Von 100 auf 0: Langeweile bei Rentnern ist auch schwierig für das Umfeld
Langeweile bei Rentnern kennen viele Nachbarn zur Genüge, auch, wenn sie sie unter einem anderen Namen kennen: Terrornachbar oder Hausdrache. Denn, wenn sich jemand mit zu viel Zeit langweilt, leidet das Umfeld häufig mehr als der Betroffene selbst.
Paare kennen sie als Mutter oder Schwiegermutter, die plötzlich ständig auf der Matte steht, 5-Mal täglich anruft und sich übergriffig gegenüber Kindern und Enkeln verhält. Oder als Vater, Opa oder Schwiegervater, der alles kritisiert.
Ärzte und Medizinische Fachangestellt kennen sie als Dauerpatienten, die das Wartezimmer für den Kaffeeklatsch verwenden und extralange Behandlungen erwarten. Nicht, weil ihnen gesundheitlich so viel fehlt. Sondern, weil sie einen Gesprächspartner und Aufmerksamkeit wollen.
Wie äußert sich Langeweile bei Rentnern?
Langeweile bei Rentnern kann sich auf 3 Wegen äußern, wie du an den Fallbeispielen siehst:
Langeweile bei Rentnern Fallbeispiel 1:
Astrid* mochte ihren Job nicht sonderlich, also freut sie sich auf den Ruhestand. Und sie hat „große“ Pläne dafür. Zuerst will sie die Wohnung renovieren, mal richtig gründlich ausmisten und Platz schaffen. Danach vielleicht endlich mal der (Kurz-)Urlaub, für den bisher nie Zeit war. Im Anschluss daran dann alles ganz gemütlich angehen lassen und mehr Zeit mit Kindern und Enkeln verbringen.
Schon bei der Renovierung gibt es aber eine „böse Überraschung“, denn ihr Schwiegersohn und ihr Sohn haben nicht die von ihr eingeplante Zeit, um ihr zu helfen. Der Kurzurlaub beschert ihr schlechte Laune, weil sie sich am Urlaubsort und im Anschluss an die Auszeit allein langweilt, und nachdem sie mehr Zeit mit Kindern und Enkeln verbringt, ziehen diese sich immer weiter zurück.
Zu allem Überfluss ziehen dann auch noch neue Nachbarn ins Haus. Damit sie hier nicht auch noch „böse Überraschungen“ erlebt, überwacht sie gleich schon mal den Einzug. Und sie kommentiert ihn. Sie wird von jedem Geräusch der Nachbarn gestört, weil sie nur noch zu Hause ist. Also beschwert sie sich jedes einzelne Mal darüber. Sie klingelt schon vor 6 Uhr morgens bei Nachbarn, weil sie findet, dass sie ihr Frühstück zu laut zubereiten. Oder letzte Woche zu laut waren. Dazu kontrolliert sie den Müll, die Post, wer zu besuch kommt und wie lange er bleibt.
Sie setzt Gerüchte in die Welt und ihre wenigen Unterhaltungen bestehen daraus, zu lästern oder sich zu beschweren.
Astrid wird durch ihre Langeweile in der Rente zum Terrornachbarn oder auch zum Hausdrachen, sie stalkt und mobbt, ist aggressiv und kreiert Drama – um sich zu beschäftigen und Aufmerksamkeit zu bekommen.
Langeweile bei Rentnern Fallbeispiel 2:
Erika* liebte ihren Job. Für sie war es ein harter Schlag, als sie ihren Ruhestand begann, und sie hatte große Angst davor, nichts mehr zu tun zu haben. Also stürzte sie sich in Aufgaben. Sie renovierte Wohnung und Terrasse, legte einen Indoor-Garden an, und verfiel direkt danach wieder in Langeweile. Also machte sie sich auf die Suche.
Heute sieht ihr Tag so aus: Sie steht auf, macht Morgensport, frühstückt, wäscht ab, gießt Blumen und dann muss sie sich auch schon beeilen. Denn als Leih-Oma bringt sie Kinder zur Schule. Danach geht sie ins Senioren-Zentrum, wo sie Stuhl-Yoga unterrichtet. Danach heißt es einkaufen und kochen, bevor sie die Kinder wieder aus der Schule abholt und gemeinsam mit ihnen isst.
Ihre Abende sind aufgeteilt auf Vereinstreffen, Schwimmunterricht und ihre liebsten Serien bei einem Bier anschauen. An den Wochenenden leiht sie sich die Hunde der gestressten Nachbarn aus und geht mit ihnen stundenlang spazieren oder sortiert Spenden bei ihrem Ehrenamt. Manchmal spielt sie mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben – aber wer hat dafür schon die Zeit?
Sie ist eine der Rentnerinnen, die nie Zeit hat und bei der selbst Kinder und Enkel einen Termin buchen müssen: Nicht, weil sie keine Langeweile hatte. Sondern, weil sie die Langeweile aktiv und auf gesunde, sinnvolle Weise bekämpft hat.
Langeweile bei Rentnern Fallbeispiel 3:
Heike* sah der Rente mit gemischten Gefühlen entgegen. Mehr Freizeit wäre natürlich schön. Aber so ganz ohne Arbeit und tägliche Kontakte – davor hatte sie Angst. Als eine Bekannte das erste Mal keine Zeit für sie hat, fühlt sie sich bereits als Belastung. Als ihre Familie so im Stress steckt, dass ein Treffen ausfallen muss, zieht sie sich zurück.
Sie geht einkaufen, sitzt vorm Fernseher und schaut aus dem Fenster. Zum Seniorentreff will sie nicht, weil dort nur alte Leute sind. Jetzt noch ein Hobby oder Ehrenamt anfangen? Dafür ist sie doch zu alt und Geld hat sie auch nicht.
Nach drei Monaten in diesem Zustand stellt ihr Arzt fest: Mit ihrer Gesundheit geht es bergab. Sie zeigt Depressionssymptome, leidet unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen und scheinbar grundloser Erschöpfung. Sie hat Konzentrationsschwierigkeiten und ist vergesslich, wirkt fahrig und desinteressiert.
Und sie vernachlässigt sich selbst. Ihre Familie muss nun einspringen, um für sie einzukaufen, ihre Wohnung zu putzen, sie zu motivieren und zu beschäftigen. Gespräche drehen sich immer wieder um dieselben Themen, weil sie nichts Neues erlebt und auch nicht zuzuhören scheint, was den Kontakt anstrengend für andere gestaltet.
Die Langeweile bei Rentnern hat bei ihr zum Boreout geführt, zu Krankheit und Depression.
*Fallbeispiele zur Langeweile bei Rentnern
Astrid, Erika und Heike sind reale Frauen, mit echten Geschichten. Nur ihre Namen wurden geändert.
Wie äußert sich Langeweile bei Rentnern? Die 3 Grundformen
Nicht nur wenn Rentner unter Langeweile leiden, sondern auch bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, äußert sich die (erzwungene) Untätigkeit grundlegend in 3 Formen:
Langeweile bei Rentnern Form 1: Frustration und Aggression
Betroffene haben Zeit und Energie, wählen aber keinen sinnvollen, konstruktiven Weg, diese einzusetzen. Stattdessen äußert sich die Langeweile beispielsweise durch:
- ständiges Einfordern von Aufmerksamkeit
- fortlaufendes Kritisieren und Diskutieren
- Mobbing und Stalking anderer
- übergriffiges Verhalten
- Eifersucht, Wut und Neid auf andere
- Drangsalieren des Umfeldes
- Schlechtreden, Gerüchte verbreiten und Lästern
Kurz gesagt: Kanalisiert sich die Langeweile in Frust und Aggression, werden Rentner zerstörerisch. Sie können selbst in großen Mehrfamilienhäusern oder Wohnsiedlungen immer wieder für Unruhe und Dramen sorgen, um Aufmerksamkeit und das Gefühl der Kontrolle zu erhalten.
Langeweile bei Rentnern Form 2: Lösung durch sinnvolle Aktivität
Im kompletten Gegensatz zu den beiden anderen Verhaltensweisen der Langeweile bei Rentnern steht diese Form. Und sie beweist: Langeweile an sich ist nicht schlecht. Aber ebenso wie beispielsweise Einsamkeit weist sie auf das Fehlen von etwas hin.
Wer konstruktiv damit umgeht wie Erika* aus dem realen Fallbeispiel, gibt seinem Ruhestand, seiner Zeit und seinem Leben einen Sinn. Erika* war jahrzehntelang Sportlehrerin für Kinder und wusste, sie wird ihren Beruf, den Sport und die Kinder vermissen. Gleichzeitig wusste sie auch, sich nur um ihre Kinder und Enkelkinder zu kümmern, würde ihre Tage nicht füllen. Schließlich hatten diese auch Schule und Beruf, Hobbys und Freunde.
Also suchte sie sich sinnvolle Beschäftigungen, wurde wieder zur Trainerin, zur Leih-Oma, trat einem Verein bei und engagiert sich für Herzensprojekte.
Wichtig ist dabei zum einen, vorhandene Angebote zu suchen, zu nutzen oder selbst zu schaffen. Zum anderen muss es sich dabei um langfristige Projekte handeln, die bestenfalls noch einen sozialen Aspekt haben. Wohnung oder Haus zu renovieren ist zwar ein guter Anfang, aber relativ schnell abgeschlossen.
Besser – da langfristiger – sind hingegen:
- Nachhilfe oder Unterricht geben
- Ehrenamt begleiten
- Hobby finden
- als Nachbarschaftshilfe engagieren
- zur Leih-Oma oder zum Leih-Opa werden
- einem Verein beitreten
- Ziele und Teilziele setzen
- Garten anlegen und pflegen
- sich selbst weiterbilden
Am besten ist eine Mischung daraus, denn sie macht die Tage bunt und abwechslungsreich.
Langeweile bei Rentnern Form 3: Rückzug, Isolation und Krankheit
Manche Menschen fühlen sich nicht mehr nützlich, sobald die Berufstätigkeit endet, und ziehen sich zurück. Sie machen keine neuen Erfahrungen und Bekanntschaften, sprechen über die immer gleichen Themen, pflegen keine sozialen Kontakte und haben keine Interessen (mehr).
Auf den ersten Blick wirken diese Personen nicht wie eine Belastung für ihr Umfeld, da sie nicht aggressiv sind. Und dennoch stellen sie oft einen Stressor für Familie und Freunde dar. Denn:
- sie vernachlässigen sich, ihre Gesundheit und ihre Wohnung
Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen, Körperpflege, zum Arzt gehen, Aufräumen – wenn Langeweile zum Rückzug und zur Depression führt, ist der Betroffene (zumindest körperlich) noch in der Lage, sich um sich selbst zu kümmern, macht es aber nicht. Diese Aufgaben fallen häufig den Angehörigen zu, die sich früher und schneller als nötig eher als Pfleger, denn als Angehörige fühlen.
- Gespräche drehen sich immer wieder im Kreis
Nostalgie ist schön, hin und wieder. Aber falls du schon zum 50. Mal das gleiche Gespräch führst, weißt du, wie belastend es sein kann. Das liegt nicht zuletzt am nächsten Punkt.
- die körperliche und kognitive Gesundheit nimmt ab
Führt Langeweile zu Depression und Rückzug, achten Betroffene weniger oder auch gar nicht mehr auf ihre Ernährung und ausreichend Bewegung. Sie schlafen schlechter, neigen eher zu emotionalem Essen, konsumieren potenziell mehr Alkohol und Nikotin. Wieder sind es die Angehörigen, die dadurch früher als nötig zu Pflegern werden müssen.

Was bestimmt, wie sich Langeweile bei Rentnern äußert?
Geht es um Langeweile bei Rentnern, stehen meist die folgenden Aspekte im Vordergrund:
- die gesundheitlichen Gefahren für Betroffene
- fehlende Angebote für Senioren in der Umgebung
- zu geringe Renten
- Gesundheit
Und ja, diese Faktoren spielen durchaus entscheidende Rollen. Wer beispielsweise nicht (mehr) mobil ist und auf ein schwaches oder kaum vorhandenes öffentliches Verkehrsnetz angewiesen ist, hat es schwerer als jemand mit Auto oder guter Anbindung. Jemand mit geringer Rente, gesundheitlichen Einschränkungen oder kaum vorhandenen Angeboten in der Umgebung hat ebenfalls ein härteres Los als ein fitter Rentner mit gutem Auskommen und Seniorentreffs an jeder Ecke.
Denk dennoch an die drei Fallbeispiele Astrid*, Erika* und Heike* zurück. Sie sind gleich alt, haben in etwa das gleiche Budget zur Verfügung, waren bei Rentenantritt alle drei fit und wohnen im gleichen Ort. Somit stehen ihnen rundum dieselben Herausforderungen, aber auch dieselben Möglichkeiten zur Verfügung.
Wie kommt es also, dass sie so unterschiedlich mit der Langeweile bei Rentnern umgehen?
Langeweile bei Rentnern – Faktor 1: die Persönlichkeit zählt
Aus einem positiven, empathischen und freundlichen Menschen wird nicht mit Renteneintritt ein Hausdrache, der Nachbarn tyrannisiert. Zumindest eine Tendenz dazu ist schon zuvor vorhanden. Die negative Art wird dann schlicht auf anderem Wege ausgelebt.
Ein aktiver und engagierter Mensch lässt sich nicht davon abhalten, dass es in der Umgebung nur wenige Angebote für Senioren gibt. Im Zweifelsfall wird er sie schaffen.
Eine Person mit gesundem Selbstwert wird nicht depressiv und lässt sich nicht gehen, wenn es zuvor außer dem Beruf noch andere Quellen der Bestätigung gab.
Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie sich Langeweile bei Rentnern auf sie selbst und auf das Umfeld auswirkt.
Vorsicht: Hat sich die Persönlichkeit drastisch verändert, seitdem die Person nicht mehr arbeitet? Dann können andere Gründe als bloße Langeweile dahinterstecken und eine ärztliche Abklärung ist erforderlich.
Langeweile bei Rentnern – Faktor 2: das Umfeld zählt
Erika* ist nicht nur ein aktiver und motivierter Mensch, sie umgibt sich auch mit Gleichgesinnten. So kommt es, dass sie bereits durch andere weiß, was ein Granny Au Pair ist, dass Nachbarschaftshilfe online angeboten werden kann und, dass sie über Vereine und Senioren Lesungen der Universität informiert ist.
Das eigene Umfeld spielt in zahlreichen Bereichen eine enorme Rolle für unser Leben. So auch im Ruhestand und was sich damit generell und in der Umgebung speziell anstellen und erreichen lässt.
Motivierende und ambitionierte Menschen sind mitreißend und zeigen auf, wozu Menschen auch noch oder überhaupt erst in der Rente fähig sind, weil sie dann Reife, Zeit und Erfahrung mitbringen.
Ebenso kann das eigene Umfeld aber auch ausbremsen. Zum Beispiel durch Sätze wie:
- Wozu willst du denn noch Italienisch lernen? Das lohnt doch gar nicht mehr.
- Zur Uni gehen in deinem Alter? Fühlst du dich da nicht albern?
- Warum hilfst du denn anderen? Du hast doch dein Leben lang gearbeitet.
Hier solltest du dringend genauer hinsehen. Oder besser noch: Direkt weghören.
Langeweile bei Rentnern – Faktor 3: die Planung zählt
Astrid* hat sehr kurzfristig und sehr einseitig für die Beschäftigung in der Rente geplant. Renovieren, ausmisten, Kurzurlaub und danach nur noch für die Familie da zu sein war ihr Plan. Der erste Teil dieses Plans war in wenigen Wochen erledigt.
Beim zweiten Teil des Plans ignorierte sie, dass ihre Kinder und ihre Enkelkinder bereits lange Zeit ohne sie ausgekommen waren und ihre eigenen Leben hatten. Natürlich spielten sie eine große Rolle. Aber sie nahmen im Alltag nur wenig Platz ein, da sie selbst neben Jobs, Kernfamilie, Schule, Hobbys, Freunden und anderen Verwandten nur wenig Zeit für sie aufwenden konnten.
Heike* hatte für ihre Rente gar nichts geplant und fiel in ein Loch.
Lediglich Erika* plante nach dem ersten Tief vorausschauend und auf lange Zeit. Sie bot ihre Hilfe, Zeit und Energie denjenigen an, die sie wirklich wollten und brauchten. Sie schuf für sich Projekte, für die sie zuvor keine Zeit hatte, wie ihre Terrasse zu begrünen, einen Indoor-Garden zu kreieren und fortlaufend in einem Verein und in einem Ehrenamt tätig zu sein. Sie umgab sich mit bisher unbekannten Menschen und dadurch mit den Gelegenheiten für neue Bekanntschaften und neue Freundschaften. Hierin liegt auch die Antwort für alle anderen.
Langeweile bei Rentnern – es gibt einen richtigen Umgang damit
Langeweile bei Rentnern und bei allen anderen Menschen kann zu einer Gefahr oder zumindest zu einer Belastung für andere werden. Das gilt vor allem dann, wenn sich die Langeweile durch Frust und Aggressionen nach außen gerichtet äußert.
Aber auch, wenn Langeweile zu Rückzug, Boreout und Depression oder der Vernachlässigung der eigenen Gesundheit führt, müssen in erster Linie Angehörige einspringen, und früher als eigentlich nötig, pflegende Rollen übernehmen.
Wie Rentner – und alle anderen – mit Langeweile umgehen, hängt von der Persönlichkeit, dem Umfeld und der Planung ab. Das sind gute Nachrichten, denn es bedeutet, dass nicht nur Finanzen, Gesundheit und Möglichkeiten vor Ort entscheidende Rollen spielen. Das gibt dir wiederum mehr Gelegenheiten, hilfreich einzugreifen.
Beispielsweise durch das Vorschlagen von Aktivitäten und Zielen, durch motivierende Gespräche, aber auch durch ehrliches und konstruktives Feedback.
FAQ – Langeweile bei Rentnern
Wieso ist Langeweile bei Rentnern gefährlich oder belastend für andere?
Richtet sich die Langeweile bei Rentnern in Form von Frust und Aggressionen nach außen, leiden vor allem Familie, Freunde und Nachbarn. Betroffene werden kontrollierend, übergriffig und können beispielsweise Stalking und Mobbing betreiben.
Führt die Langeweile zum Rückzug und zu Depressionen, leidet augenscheinlich nur der Rentner selbst. Denn Boreout und Depressionen sind schädlich für die gesamte Gesundheit. Genau das kann jedoch zur Belastung werden. In erster Linie für Angehörige, die sich in der Folge in pflegenden Positionen wiederfinden.
Was kann ich unternehmen, wenn mich ein gelangweilter Rentner drangsaliert?
Handelt es sich bei dem Rentner ohne sinnvolle Beschäftigungen um einen mobbenden Nachbarn, solltest du alle Übergriffe und Kontrollen dokumentieren. Führe ein Belästigungsprotokoll mit Datum, Uhrzeit und Eingriff des Nachbarn. Nutze innerhalb deiner Wohnung eine Kamera, die durchgängig Bild und Ton aufzeichnet. Hierdurch kannst du beispielsweise widerlegen, dass du übermäßig laut bist und du kannst beweisen, dass dein Nachbar unprovoziert bei dir klingelt, klopft oder dich auf anderen Wegen in deinen vier Wänden beeinträchtigt.
Wende dich an Vermieter oder Hausverwaltung und zieh falls nötig die Polizei hinzu, um das Verhalten sichtbar zu machen.
Wie lässt sich Langeweile bei Rentnern vorbeugen?
Die Umstellung von berufstätig zu Ruhestand oder Arbeitslosigkeit ist schwierig und zunächst eine Herausforderung. Das Selbstwertgefühl leidet bei vielen darunter, wenn sie plötzlich keine feste Beschäftigung mehr haben. Hinzu kommt oftmals das Gefühl von Einsamkeit.
Um chronischer Langeweile und einem Boreout vorzubeugen, hast du zahlreiche Möglichkeiten. Darunter eine individuelle Planung vor dem Wechsel. Was soll erreicht werden? Welche Ziele gibt es? Welche Wünsche und Träume lassen sich erfüllen? Welche Angebote finden sich in der Nähe?
Hobbys machen zwar glücklich, aber nicht allein. Auch in der Rente ist es wichtig, sinnvolle und hilfreiche Beschäftigungen zu haben – samt sozialem Netzwerk.







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