Ich und mein Arschloch-Magnet
„Es liegt nicht an dir. Er ist einfach ein Arschloch!“ Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Wenn du ihn nicht zum ersten Mal hörst, sondern er am Ende jeder deiner Beziehungen fällt, wird es Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken: Es liegt doch an dir. Glücklicherweise kannst du etwas dagegen unternehmen, das deinen Arschloch-Magneten zuverlässig abschaltet. Hier erfährst du, wie es funktioniert.
- Sei allein glücklich
- Beug der Verzweiflung und Einsamkeit vor
- Erkenne dein Muster und deinen Typ
- Setze Grenzen und halte sie ein
- Hör endlich auf, dich zu verbiegen
- Konzentrier dich auf die positiven Einflüsse in deinem Leben
- Achte auf Taten, nicht auf Worte
- Achte auf Gleichgewicht
- Und es liegt doch an dir – aber schuld bist du nicht!
Sei allein glücklich
Klar, Beziehungen sind eine tolle Sache. Zumindest am Anfang, wenn die Schmetterlinge und die rosarote Brille dein Bauchgefühl und deine klare Sicht behindern. Oder solange sich dein Partner noch die Mühe macht, dir den tollen Typen vorzugaukeln. Geht es danach für gewöhnlich steil bergab?
Und bleibst du trotzdem viel zu lange in der „Partnerschaft“ stecken, weil du Angst vorm Alleinsein hast oder befürchtest, unglücklich zu sein? Ändere das, indem du dich selbst glücklich machst. Arbeite auf deine Wünsche und Ziele hin. Such dir Hobbys, die dir wirklich Spaß machen. Erfüll dir den Traum davon, nach Bali zu fliegen und pflege deine Freundschaften. Glückliche und selbstwirksame Menschen sind weniger anfällig für toxische Menschen.
Beug der Verzweiflung und Einsamkeit vor
Du kennst es: Du fühlst dich einsam, depri und willst doch einfach nur mal in den Arm genommen werden. In Momenten der Einsamkeit und Verzweiflung neigen wir alle dazu, unsere Ansprüche runterzuschrauben und warnende Bauchgefühle zu ignorieren. Wir übersehen problematisches Verhalten, kehren dumme Sprüche unter den Teppich und gaukeln vielleicht sogar die eine oder andere Gemeinsamkeit vor. Hauptsache, nicht allein sein.
Das Bedürfnis nach Zweisamkeit ist bei der Partnerwahl leider ein ausgesprochen mieser Tourguide.
Besser: Buch dir einen Mann, hab ein Kuschel- oder ein Cyberdate, vertiefe Freundschaften, finde neue Bekanntschaften oder lass dich auf einen One-Night-Stand ein. Für Zweisamkeit auf Zeit hast du zahlreiche, unverbindliche und sichere Möglichkeiten. Du musst und solltest aus dem Gefühl von Einsamkeit und Verzweiflung heraus keine Beziehung eingehen.
Erkenne dein Muster und deinen Typ
Nein, ich meine damit nicht, ob du auf braune Augen und Sixpacks stehst. Lass die Optik deiner Exen für einen Moment vollkommen außen vor. Welche Gemeinsamkeiten erkennst du rückblickend? Bist du in alle Beziehungen förmlich gesprungen? Hast du dich drängen und überreden lassen, anstatt deine Grenzen zu verteidigen? Oder hast du gedacht, dass du deinen Partner retten und erziehen kannst? Wurdest du immer wieder wie Dreck behandelt, bist aber trotzdem nicht gegangen?
Die eigenen Muster zu erkennen, hilft dir dabei, sie in Zukunft zu vermeiden. Sei dabei schonungslos offen und ehrlich zu dir selbst.
Wann hättest du den Schlussstrich ziehen sollen?
Welche Warnzeichen hast du ignoriert?
Hast du fehlende Gemeinsamkeit und krasse Gegensätze als unwichtig empfunden, obwohl sie jedes Mal zum Problem in deinen Beziehungen werden?
Lässt du dich zu sehr von körperlicher Anziehung lenken?
Und dann frag dich, wie du das ändern kannst.
Überrollt zum Beispiel Attraktivität deine Bedenken? Dann setz bewusst auf Slow Dating, um den Hormonanflug aus dem Weg zu räumen. Fehlen immer wieder die Gemeinsamkeiten? Mach dir bewusst, wie sehr dich das in den letzten Beziehungen genervt hat und welche Probleme langfristig daraus entstehen. Fällst du immer wieder auf toxische Menschen rein? Mach dich mit den Warnzeichen, Maschen und Methoden vertraut.
Setze Grenzen und halte sie ein
Toxische Menschen haben einige Gemeinsamkeiten. Ein absolut charakteristischer Wesenszug ist das Ausüben von Macht, Kontrolle und Manipulation. Sie überschreiten Grenzen und wollen ihren Kopf durchsetzen.
Du hast eigentlich keine Lust gehabt, mit auf die Party zu gehen? Eigentlich wolltest du am Sonntag Me-Time einlegen? Dir geht das alles viel zu schnell?
Wirst du überrumpelt, überredet, wird die ein schlechtes Gewissen eingeredet oder dein „Nein“ einfach nicht akzeptiert? Das sind deutliche Warnzeichen, die du ernst nehmen solltest.
Lern „nein“ zu sagen, wenn du nein meinst und sorg dafür, dass deine Grenzen eingehalten werden. Nimm Abstand von allen, die schon gewohnheitsmäßig zum Überreden, Beschimpfen oder zur Manipulation ansetzen. Damit schaltest du den Arschloch-Magneten zuverlässig ab, denn toxische Menschen wollen sich nicht mit selbstbewussten und deutlichen Personen rumschlagen. Auf Dauer ist ihnen das zu anstrengend und bringt zu wenig Manipulationserfolge ein. Dadurch ist das oftmals (zumindest am Anfang) nicht ganz so simple Wort „nein“ und das Setzen fester Grenzen DER Tipp gegen Arschlöcher.
Hör endlich auf, dich zu verbiegen
Du willst es immer allen recht machen? Übergehst du deine eigenen Bedürfnisse, um dem Willen anderer zu folgen? Verbiegst du dich immer wieder, anstatt du selbst zu sein? Kommst du dir vor, als würdest du auf Eierschalen laufen?
Hör damit auf! Ja, ich weiß, leichter gesagt als getan. Aber dennoch absolut nötig. Machst du mehr für andere als für dich selbst oder hast du das Gefühl, nicht du selbst sein zu dürfen, bist du eindeutig in der falschen Gesellschaft. Das kann auf Freunde und Familie ebenso zutreffen wie auf (potenzielle) Partner.
An dieser Stelle ist es auch sinnvoll, deinen Bekannten- und Freundeskreis auszusortieren. Denn besteht dieser schon (zu einem großen Teil) aus toxischen Menschen und Narzissten, läuft dein Arschloch-Magnet auch in sonstiger Hinsicht auf Hochtouren. Schließlich bist du schlechte Behandlung bereits gewohnt und hältst sie für zunehmend normal, während du dich selbst immer mehr anzweifelst. Das macht dich zum gefundenen Fressen und zum optimalen Opfer für weitere Ausnutzer. Hast du die Maschen einmal durchschaut und trennst dich rigoros von Menschen, die dich kontrollieren, manipulieren und ausnehmen, ist das ein befreiender Schlag.
Konzentrier dich auf die positiven Einflüsse in deinem Leben
Warum ruft er nicht an? Warum verhält er sich so mies zu mir? Bin ich wirklich nicht gut genug?
Die negativen Einflüsse in unserem Leben nehmen oftmals reichlich Kapazitäten ein und halten unsere Gedanken beschäftigt. Darüber entgeht dir vielleicht, dass ein Freund immer für dich da ist. Dass deine Freundin zu jeder Zeit ein offenes Ohr hat oder ein Kollege überraschend viel Empathie beweist. Konzentrierst du dich hingegen auf diese Menschen, bist bewusst dankbar und revanchierst dich, bleibt für die Arschlöcher in deinem Leben weniger Platz und Zeit.
Du musst dir die Personen, die dich schlecht behandeln, dafür nicht aus dem Kopf schlagen. Das funktioniert ohnehin in etwa so gut wie jetzt nicht an einen Rosa-Teddybären voller lila Herzen zu denken. Richtest du deinen Fokus auf die Liebenswerten in deinem Alltag, ergibt sich der gedankliche Abstand ganz von allein.
Achte auf Taten, nicht auf Worte
„Er hat gesagt, er liebt mich.“, und dich dennoch wie einen Wegwerfartikel behandelt? Hat ein Mensch dich belogen, betrogen, vernachlässigt, bedroht, immer wieder enttäuscht, ständig kritisiert oder kontrolliert?
Wenn Taten und Worte nicht zusammenpassen, urteile anhand der Taten. „Ich liebe dich“ lässt sich ebenso einfach sagen wie:
„kommt nicht wieder vor“
„was hast du dich denn so“
„du bist viel zu empfindlich“
„tut mir leid“
Heißt es, dass ihr ab sofort immer offen und ehrlich zueinander seid, und er lügt dich direkt wieder an oder verheimlicht dir etwas? Dann glaub den Taten. Sie zeigen dir überdeutlich, dass dein Vertrauen und deine Hoffnung hier an der falschen Adresse sind. Kommt jemand zum Beispiel kontinuierlich zu spät, obwohl dich das nervt und trotz Beteuerungen, das zu ändern? Überleg dir, ob du damit leben willst und kannst. Denn wirklich ändern wird es sich nicht.
Achte auf Gleichgewicht
Stellst du andere schnell über dich? Entschuldigst du das Verhalten anderer, wenn sie dich abwertend behandeln? Ignorierst du eher dich und deine Bedürfnisse, um anderen einen Gefallen zu tun? Leider sind das beste Voraussetzungen, um ausgenutzt zu werden. Zwar wird immer wieder behauptet, in Freundschaften und anderen Beziehungen sollte nicht aufgerechnet werden. Das stimmt jedoch nur bedingt.
Bist du immer für andere da und stehst allein da, wenn du jemanden brauchst? Dann stell deine Dienste ein. Für einige ist das der Weckruf, den sie brauchen und sie werden ihr Verhalten überdenken. Andere werden hingegen wütend mit Anschuldigungen um sich werfen, dich runtermachen oder den Kontakt abbrechen. In jedem Fall weißt du anschließend, woran du bist, und stellst mehr Balance in deinem Leben her.
Und es liegt doch an dir – aber schuld bist du nicht!
Du kannst durch Hilfsbereitschaft, Offenheit, Nachsehen, schnelles Vertrauen und Verzeihen noch so sehr das gefundene Opfer für Narzissten, Arschlöcher und andere toxische Menschen sein. Das Recht dich auszunutzen oder zu manipulieren, haben sie nicht. Aber sie werden es tun. Mit Maßnahmen wie dem Einhalten deiner Grenzen schützt du dich umfassend und senkst zumindest das Risiko, immer wieder an die Falschen zu geraten.








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