Menstruationsgrippe – was du über die Period Flu wissen musst  

Menstruationsgrippe oder Period Flu – darüber reden nur wenige. Dabei solltest du nicht nur die Symptome kennen, sondern auch wissen, wie du ihnen vorbeugen kannst. Hier findest du Fragen und Antworten rund um die Periodengrippe.  

Was ist Menstruationsgrippe?

Menstruationsgrippe – auch als Period Flu bekannt – beschreibt grippeähnliche Symptome kurz vor oder während der Menstruation. Sie reichen von leichten Halsschmerzen bis hin zu hohem Fieber und Schüttelfrost.  

Was ist der Grund für die Menstruationsgrippe?

Menstruationsgrippe wird durch zwei hormonelle Vorgänge ausgelöst.

  1. Kurz vor und während der Periode sinken der Progesteron- und Serotoninspiegel. Eben diese Botenstoffe wirken unter anderem entzündungshemmend. Fallen sie weg, wird der Körper anfälliger für Bakterien, Viren und andere Keime.
  2. Zugleich steigt das Level an Prostaglandinen an. Diese Botenstoffe sorgen in der Gebärmutter dafür, dass die alte Schleimhaut abgestoßen wird und Platz für neue Lagen macht. Im Rest des Körpers begünstigt sie allerdings Entzündungsreaktionen.

Kurz gesagt: Kurz vor und während der Periode hat der weibliche Körper Tag der offenen Tür für Krankheitserreger und läuft dann auch noch auf Hochtouren bei den Entzündungen. Allergien verschlimmern sich, das Immunsystem macht Überstunden und die Reaktion auf Histamin fällt ebenfalls stärker aus.

Was sind die Symptome der Menstruationsgrippe?

Der Name verrät es schon: Bei der Periodengrippe treten typische Grippe-Symptome auf.

  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • extreme Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Niesen
  • Schnupfen
  • Schüttelfrost
  • Wundgefühle auf der Haut

Zusätzlich können Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Krämpfe den Zustand verschlimmern.

Die einzigen guten Nachrichten: Die Menstruationsgrippe hält im Durchschnitt nur wenige Tage an und sie ist nicht ansteckend.

Wie wird die Menstruationsgrippe behandelt?

Obwohl die Periodengrippe meist in kurzer Zeit von allein abklingt, kann sie eine immense Belastung darstellen. Immerhin tritt sie bei Betroffenen jeden Monat auf.

Willst du diese Belastung reduzieren, hast du einige Methoden und Mittel zur Auswahl. Darunter:

  • entzündungshemmende Ernährung
  • Hausmittel gegen Kopfschmerzen
  • hormonregulierende, pflanzliche Mittel
  • Lutschtabletten und Gurgeln
  • Nasenspray
  • Ruhe, Entspannung und Schlaf
  • Schmerzmittel
  • Wärme

Auch, wenn die Menstruationsgrippe durch Hormone ausgelöst wird, kannst du die Symptome durch bekannte Maßnahmen lindern.

Die Periodengrippe: ein Warnzeichen

Die Period Flu kann ein Anzeichen für Endometriose sein. Das gilt vor allem dann, wenn die Beschwerden monatlich auftreten, lange anhalten und stark ausfallen.

Auch Stress und andere Erkrankungen können sich auf den Hormonhaushalt auswirken und damit die Menstruationsgrippe verschlimmern.

Wann muss ich wegen Periodengrippe zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist immer dann nötig, wenn die Symptome der Menstruationsgrippe:

  • sehr stark ausfallen

Hohes Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß und starke Halsschmerzen sind schon bei einer normalen Grippe oder Erkältung kein Vergnügen. Bei der Period Flu treten sie jedoch monatlich auf und können bei hormonellen Problemen und Endometriose sehr stark ausfallen.  

  • lange anhalten

Die Menstruationsgrippe hält im Normalfall nur zwei bis drei Tage an. Dauert sie länger, kann es sich um eine echte Grippe oder aber um ein Problem im Bereich der Hormone handeln.

  • dich belasten und einschränken

Jeden Monat für eine Woche krank zu sein – oder sich zumindest so zu fühlen – schränkt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit ein.

Wie viele Frauen leiden unter Period Flu?

Schätzungen zufolge leidet jede dritte Frau unter der Periodengrippe. Bei manchen tritt sie nur milde und gelegentlich auf. Andere werden davon stark und monatlich belastet.

Warum wird nicht über die Menstruationsgrippe aufgeklärt?

  • Fehlende Forschung

Wie so oft beim Thema Frauengesundheit mangelt es an Studien und Untersuchungen zu der Period Flu.

  • Menstruation als Tabu

Die Periode und alle dazugehörigen Beschwerden werden noch immer tabuisiert. Zudem werden Symptome oftmals als „normal“ abgetan, ohne weiter darauf einzugehen. Dazu gehört die Menstruationsgrippe ebenso wie Analkrämpfe, Durchfall und sogar Übelkeit und starke Schmerzen.  

  • Mangelndes Wissen – selbst unter Ärzten

Mangelndes Wissen und mangelndes Interesse finden sich leider sogar unter Ärzten. Hinzu kommt, dass Beschwerden bei Frauen rund um den Zyklus oftmals heruntergespielt werden. Das führt unter anderem auch zu stark verzögerten Diagnosen bei Krankheiten wie Endometriose.

Wie kann ich der Menstruationsgrippe vorbeugen?

Eine direkte Vorbeugung ist leider nicht in allen Fällen möglich. Du kannst dein Risiko für die Period Flu dennoch senken und die Stärke der Beschwerden reduzieren.

  • ärztliche Abklärung

Kreislaufprobleme, Übelkeit, Menstruationsgrippe und so starke Schmerzen, dass der Alltag nur noch mit potenten Schmerzmitteln zu bewältigen ist: Endometriose und die Periodengrippe hängen oftmals zusammen.

Umfassende Untersuchungen, Diagnose und Behandlung des grundlegenden Problems können schließlich zum Abklingen der Period Flu führen.

  • entzündungshemmende Ernährung

Viel Gemüse, Beeren, Vollkorn, Fisch, Nüsse und hochwertige Öle, dafür weniger Zucker, verarbeitete Lebensmittel und Fleisch stehen bei der entzündungshemmenden Ernährung auf dem Speiseplan.

Fühlen sich die Tage an wie eine Grippe, gehen die Entzündungswerte durch die Decke. Die richtige Ernährung kann dem entgegenwirken.

  • Darm und Immunsystem stärken

Die Symptome der Menstruationsgrippe werden durch Prostaglandine ausgelöst. Gleichzeitig ist das Immunsystem geschwächt. Ein gesunder Lebensstil und Darmpflege schwächen diese Effekte ab und steigern generell das Wohlbefinden.

  • Stress reduzieren und besser abbauen

Leider ist das für die meisten Menschen kein leichtes Unterfangen und oftmals weit mehr als eine Frage des besseren Zeitmanagements. Dennoch solltest du es mal mit Slow Living probieren, Entspannungstechniken wie Atemmeditation eine Chance geben und deine Schlafqualität verbessern.

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