Frühjahrsputz leicht gemacht – das klingt immer noch nicht verlockend, oder? Immerhin gibt es reichlich schönere Beschäftigungen als zu putzen und aufzuräumen. Allerdings gibt es auch reichlich gute Gründe FÜR den Frühjahrsputz. Wie er einfacher abläuft, erfährst du hier.
Frühjahrsputz leicht gemacht: genug Zeit einplanen
Putzen, aufräumen, aussortieren, vielleicht auch noch das eine oder andere reparieren – ein gründlicher Frühjahrsputz dauert immer länger als gedacht. Plan also großzügig Zeit ein, dazu Pausen und Pufferzeiten. Pro Raum sollte dir wenigstens ein Tag zur Verfügung stehen.
So geht Frühjahrsputz leichter: eins nach dem anderen
Einer der häufigsten Fehler beim Frühjahrsputz ist es, überall Baustellen zu eröffnen und genau dann im größten Chaos zu stehen, wenn die Lust am kleinsten ist.
Genau dadurch wird dann beim Aussortieren doch nicht mehr ganz so genau hingeschaut, die Abflüsse werden „vergessen“ und die Stimmung ist gemeinsam mit drei weiteren Aufgaben im Keller.
Besser: Stell eine Checkliste auf. Für jeden Raum eine. Hake erst eine Aufgabe ab, bevor du die nächste beginnst. Beende eine Liste vollständig, bevor du mit der nächsten anfängst. Auf diese Weise siehst du schneller Fortschritte – in der Wohnung und auf deiner Liste. Das motiviert dich wiederum stärker.
Kleine Einheiten sind besser als große Aktionen
Küchenschränke ausräumen, auswischen, abwischen, Zeug aussortieren und einräumen – fertig für heute. Kleine Einheiten bringen viele Vorteile mit sich, denn:
- du brauchst weniger Überwindung dafür als für große Aktionen, die den ganzen Tag dauern
- du musst dafür weder Urlaubstage noch das ganze Wochenende opfern
- du bleibst motivierter – nach den Küchenschränken noch Fliesenspiegel oder Spritzschutz putzen, Wasserhahn entkalken, Abfluss reinigen und Müll rausbringen fällt leichter
Motivation finden – Frühjahrsputz erleichtern
Ganz in Ruhe nebenbei einen Podcast hören, für den du sonst nie Zeit hast, zu lauter Musik beim Putzen tanzen, mit einem Freund telefonieren – stell dir deine persönliche Putz-Playlist zusammen. Stell dir außerdem Belohnungen für getane Arbeit in Aussicht.
Das kann ausnahmsweise Take-out sein, ein Filmabend oder eine Stunde ungestörtes Zocken.
Hochwertige Putzgeräte mieten
Staubsauger, Dampfreiniger, Polsterreiniger – industrielle Geräte putzen deutlich einfacher und schneller.
Schon mal stundenlang Fliesen im Bad geschrubbt? Mit einem Dampfreiniger wird alles gründlicher sauber – in einem Bruchteil der Zeit. Industrielle Staubsauger haben eine ganze Ecke mehr Wumms und entfernen daher schneller mehr Schmutz und mit einem Polsterreiniger oder Sprühextraktionsgerät werden Couch, Teppiche und Matratzen leichter frisch und fleckenfrei.
Passende Geräte kannst du in Baumärkten, Drogerien oder online mieten.
Fenster und Böden zuerst
Als Erstes solltest du Fenster putzen, Gardinen waschen, den Boden freiräumen, saugen und wischen – das entspricht zwar nicht ganz der nächsten Regel, hat aber einen unterschätzten Vorteil: Deine Motivation wird sofort angehoben.
Saubere Fenster bedeuten nicht nur mehr natürliches Licht, sie bedeuten auch, dass eine ungeliebte Aufgabe direkt am Anfang erledigt ist.
Ein freier, sauberer Boden bedeutet freiere Bewegung und weniger Probleme beim folgenden Ausräumen und Aussortieren.
Zudem ist der optische Effekt von mehr Licht und Luft motivierend für die Psyche, weiterzumachen.
Von oben nach unten vorgehen für leichteren Frühjahrsputz
Das leichteste Vorgehen beim Frühjahrsputz ist das Reinigen von oben nach unten. Also:
- Decken abkehren oder absaugen
- Deckenlampen reinigen
- Wände abkehren oder absaugen
- Wanddeko und Wandlampen reinigen
- Möbel und Oberflächen abwischen
- Polstermöbel reinigen
- Schränke ausräumen und auswischen
- Boden saugen und wischen
Während du bei der Decke anfängst, kannst du bereits Kissen, Decken und Bezüge waschen und trocknen.
Erst alles an seinen Platz…
…dann aussortieren. Es klingt unlogisch, dass du Sachen erst einmal richtig einordnest und dann aussortierst. Tatsächlich hilft es dir aber dabei, den Überblick zu behalten. Räum also erstmal alles dahin, wo es potenziell hingehört.
Papierkram ins Büro, Spielzeuge ins Kinderzimmer, Deko ins Wohnzimmer, Kleidung ins Schlafzimmer.
Dadurch gewinnst du zum einen schneller an Struktur und zum anderen wird das Aussortieren im Anschluss deutlich leichter.
Ein Raum nach dem anderen
Frühjahrsputz bedeutet nicht, dass du an einem Wochenende die ganze Wohnung auf den Kopf stellen und grundreinigen musst. Nimm dir erst einmal einen Raum vor. Ist der fertig, geht es weiter.
Dabei gibt es die Empfehlung, von den am wenigsten genutzten zu den am meisten genutzten Raum zu gehen. Küche, Bad und Flur bleiben also bis zum Ende übrig.
Probier das Gegenteil aus. Gleich am Anfang ein blitzsauberes Bad zu haben, das aufgeräumt ist, nach Zitrone, Orange oder Lavendel duftet und mit frisch gewaschenen Handtüchern bestückt ist – das schafft eine Wellness-Oase, in der du dich sofort nach getaner Arbeit verwöhnen kannst.
Ein aufgeräumter und sauberer Flur macht das Losgehen und Heimkommen schöner. Die neu organisierte Küche vereinfacht Meal Prep. All das motiviert dazu, auch noch den Rest in Angriff zu nehmen.
Wasserhähne und Abflüsse
Oft übersehen, aber so wichtig: Abflüsse, Wasserhähne und Flusensiebe in Waschmaschine und Trockner erfüllen essenzielle Aufgaben – und können richtig nervig und teuer werden, wenn sie verkalkt oder verstopft sind.
Nutz den Frühjahrsputz dazu:
- die Waschmaschine zu reinigen und zu entkalken
- ALLE Flusensiebe zu leeren
- Wasserhähne mit der Ballonmethode zu entkalken
- Abflüsse mit Hausmitteln von Ablagerungen befreien
Extra-Tipp: Nimm die Siphons ab und reinige sie manuell. Du ersparst dir damit üble Gerüche und spätere, akute Verstopfungen.
Frühjahrsputz leicht gemacht: saubere Heizkörper sind sparsamer
Im Frühjahr brauchst du die Heizung immer seltener oder hoffentlich gar nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt haben sich aber bereits reichlich Staub, Haare und Flusen in, an und hinter den Heizkörpern abgelagert.
Durch eine gründliche Reinigung:
- verbesserst du das Raumklima
- erhöhst du die künftige Heizleistung
- reduzierst du die Konzentration von Allergenen
- verringerst du Gerüche
Kühlschrank und Gefrierschrank reinigen beim Frühjahrsputz
Ausräumen, grundreinigen, endlich wirklich ordentlich einräumen – Kühlschränke und Gefriertruhen laufen 24 Stunden, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr. Dennoch werden sie oftmals stiefmütterlich behandelt und sind häufig Petrischalen.
Spätestens beim Frühjahrsputz solltest du sie daher desinfizieren und neu organisieren. Das spart Stromkosten und erhöht die Hygiene.
Duftende Putzmittel wählen
Klingt komisch, tut aber der Motivation und deinem Wohlbefinden gut. Zitrone, Orange, Lavendel, Minze – diese Düfte werden nicht umsonst bei der Aromatherapie eingesetzt. Sie sorgen für gute Laune, Entspannung, mehr Konzentration und sind damit ideal für mehr Spaß beim Putzen.
Richtig vorbereiten
Boxen, Lappen, leistungsstarke Geräte und ausreichend Müllbeutel sollten sofort zur Hand sein. Also bereite den Frühjahrsputz richtig vor. Nichts ruiniert die Motivation schneller und nachhaltiger, als mitten im Putzen nochmal losziehen zu müssen, weil das Reinigungsmittel leer ist oder alle Lappen schmutzig sind.
Hol dir Hilfe
Keine Lust auf Fensterputzen oder die Fettschicht ganz oben auf den Küchenmöbeln? Ob einzelne Aufgaben oder der gesamte Frühjahrsputz: Wenn du dich so gar nicht dazu aufraffen kannst, gib die Arbeit ab. Das kostet zwar Geld, macht bei dir aber Zeit und Energie für andere Sachen frei und kann schon allein dadurch eine gute Investition sein.
Frühjahrsputz leicht gemacht – finde deine Knöpfe
Vielleicht macht es dir Spaß, wenn du eine Einheit des Frühjahrsputzes bei einem Hörspiel aus deiner Kindheit abhakst. Vielleicht fühlst du dich motivierter, wenn du einen Spieleabend mit Freunden in zwei Wochen ansetzt und bis dahin zumindest Wohnzimmer, Küche, Bad und Flur tipptopp sein müssen.
Findest du deine Motivation, geht der Frühjahrsputz viel leichter von der Hand.







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