Frauenstreik 2026 in Deutschland – am 09.03.2026 gehen Frauen auf die Straße und lassen die Arbeit liegen. Zumindest am Nachmittag. Echte Gleichberechtigung ist zwar nur einer der Punkte dabei, aber einer der wichtigsten. Denn erreicht ist diese immer noch nicht. Stattdessen geht es in vielen Bereichen wieder bergab mit den Frauenrechten – weltweit.
Frauenstreik 2026 – so viele und doch so vorsichtig
Einer der Hashtags und eines der Mottos des Frauenstreiks 2026 in Deutschland ist #ohneunsstehtallesstill. Ohne uns steht alles still. Am wirkungsvollsten wäre es also, dass eindrücklich zu demonstrieren. So wie 1975 in Island.
Am 24. Oktober 1975 ließen 90 Prozent der Frauen in Island die Arbeit liegen. Haushalt, Kinder, Pflege, Büro – Frauen standen auf und gingen. Überließen ihre bezahlten und unbezahlten Aufgaben den Männern. Nur für einen Tag.
Das Ergebnis? Zeitungen konnten nicht gedruckt werden. Flüge wurden gestrichen. Schulen und Kitas dicht. Das öffentliche Leben, der Alltag, kam für einen Tag zum Erliegen, weil die Frauen kollektiv frei und damit ihren Anteil an Allem deutlich machten.
Der „lange Freitag“ wie der Streiktag in Island auch heißt, setzte reichlich in Bewegung. Bereits 1976 veränderte sich so einiges ENDLICH in Richtung wirkliche Gleichberechtigung. Und heute? Heute ist Island der beste Ort, um eine Frau zu sein.
Der Frauenstreik 2026 organisiert vom Töchterkollektiv geht da deutlich vorsichtiger vor. Gerade einmal ein paar Stunden am Nachmittag und frühen Abend sollen es sein – damit teilnehmende Frauen keine Konsequenzen von Seiten der Arbeit befürchten müssen, der sie auch im Kampf für wirklichen Gewaltschutz und ihre Recht nicht fernbleiben dürfen. Dabei ist es längst an der Zeit, kollektiv aufzustehen und zu gehen.
Frauenstreik 2026 – Töchterkollektiv in über 80 Städten
Aktuell finden in über 80 Städten Veranstaltungen zum Frauenstreik 2026 in Deutschland statt. Am 09.März hast du also reichlich Gelegenheit dazu, vor Ort dabei zu sein.
Eine Karte zu Orten, Veranstaltungen und Zeiten findest du hier: Frauenstreik 2026 an mehr als 80 Orten

Allein ist das Töchterkollektiv dabei übrigens nicht. Auch ENOUGH! ruft am 09.03.2026 zum Frauenstreik auf. Zum globalen Streik von und für Frauen. Zum Generalstreik, weil es jetzt einfach reicht.
Was aber, wenn du nicht teilnehmen kannst – weil Weg zu weit, Arbeit, Kinder oder andere Aufgaben? Dafür gibt es andere Lösungen und Möglichkeiten.
Der Frauenstreik 2026 funktioniert nicht nur vor Ort
Die Frauen streiken und du kannst nicht hin? Aber du kannst eine Menge machen, auch ohne persönlich vor Ort zu sein.
- Informier dich:
Was passiert in deiner Stadt, wann und von wem? Wer braucht noch Hilfe oder besser: Wo genau kannst du noch helfen? Am 08. Und 09.März 2026 ist eine Menge geplant. Werbung auf Social Media dafür zu machen, bei der Organisation zu helfen oder noch drei Frauen mitzunehmen sind nur einige der Optionen, um dabei zu helfen.
- Vernetz dich:
Viele Frauen fühlen sich, als wären sie allein. Lass mich das nochmal neu formulieren: VIELE Frauen. Wir sind viele. Nutz die Vorbereitungen, den Streik und die weiteren Aktionen, um dich vor Ort zu vernetzen. Um dich auf Social Media weiter zu vernetzen. Um zu begreifen, dass du eben nicht allein bist und es nicht nur frauenfeindliche Frauen gibt.
- Leg die Arbeit nieder:
Geh nicht einkaufen. Koch nicht. Wasch nicht. Das Mama-Taxi streikt heute genauso wie der Koche-Wasche-Putze-Dienst. Außer, du machst es für dich allein. Andere sind heute zur Abwechslung mal nicht deine Aufgabe. Leg die (Care-)Arbeit nieder.
Na, aber….
War das der erste Gedanke bei dir? „Ja, na, aber, wenn ich es nicht mache… dann passiert es nicht / bricht das Chaos aus / steht etwas still.“ Genau darum geht es. Es geht darum, WAS wir alles machen. Für gewöhnlich ohne dafür bezahlt zu werden oder auch nur ein Dankeschön zu erhalten. Es geht darum, wie viele unserer Leistungen untergehen, obwohl ohne sie eine Menge Dinge stillstehen.
- Erwecke Aufmerksamkeit:
Ein lila Tuch auf dem Tisch, ein Link auf das Töchterkollektiv oder ENOUGH! auf Social Media, ein tiefgründiges Gespräch mit Nachbar oder Nachbarin – klär auf. Sprich an. Mach mit und mach sichtbar, was noch immer nicht stimmt. Und das ist eine Menge.
Frauenstreik 2026 = noch mehr Frauenhass?
Das Töchterkollektiv plant einen Frauenstreik. Und wird dafür angegriffen. Androhungen von Gewalt, Androhungen von Vergewaltigung. Zum Glück ist das Internet kein rechtsfreier Raum, heißt es. Zum Glück gibt es die Polizei, die Bürger vor glaubwürdigen Gewaltandrohungen schützt, heißt es.
Und was macht die (sächsische) Polizei derweil?
Sie erklärt der Initiatorin des Töchterkollektivs, dass Frauen eben mit glaubwürdigen Gewaltandrohungen rechnen müssen, wenn sie demonstrieren. Ach so, ja dann.
Täterschutz wie er leibt und lebt – und wir bezahlen Steuern dafür.
Das ist noch ein Grund, warum wir so nicht mehr weitermachen können. Warum wir kollektiv laut und sichtbar werden müssen, bis auch der Letzte begriffen hat, dass der normalisierte Frauenhass nicht weiterlaufen kann.







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