Der Pups-Test verrät dir in kurzer Zeit, ob du mit einem Narzissten oder anderen toxischen Menschen zusammen bist – dabei musst du den Pups in dem Test nicht allzu wörtlich nehmen. Worum es sich dabei handelt und wie du damit die Sicherheit in einer Beziehung feststellst, erfährst du hier.
Was ist der Pups-Test?
Dr. Ramani Durvasula ist eine klinische Psychologin, die sich auf Narzissmus spezialisiert hat. Oder besser gesagt auf die Opfer von Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung. In einem ihrer zahlreichen und aufschlussreichen Videos stellt sie eine Möglichkeit vor, Narzissten zu erkennen: den Pups-Test.
Dabei musst du den Pups nicht allzu wörtlich als wirklichen Wind verstehen. Ein Rülpser, den du nicht mehr aufhalten kannst, Kopfschmerzen, eine Erkältung – kurz gesagt: alle Anzeichen davon, dass du ein vollkommen normaler Mensch mit normalen Körperfunktionen bist – kann dich vor weiterem Übel bewahren. Wenn du die Reaktion deines Partners richtig deutest.
Pupsen, Rotznasen und Durchhänger – wie Narzissten darauf reagieren
Am Anfang einer Beziehung zeigen sich die meisten Menschen von der besten Seite. Sie wollen perfekt erscheinen. Manche trauen sich nicht einmal, auf die Toilette zu gehen, solange der neue Partner sich in der gleichen Wohnung aufhält.
So weit, so normal.
Ebenfalls normal ist es, 10 bis 20 Mal täglich zu pupsen, ab und an krank zu werden, komisch zu lachen, ein Wort nicht zu kennen oder falsch auszusprechen. All das ist genauso menschlich wie mal einen Durchhänger zu haben oder schlecht gelaunt zu sein.
In einer normalen, gesunden Beziehung fühlen sich beide Partner früher oder später so sicher, wohl und entspannt, dass sie voreinander nicht mehr perfekt sind. Der Bauch wird nicht mehr eingezogen, dafür aber gelegentlich aus vollem Hals gelacht – auch wenn es dabei zum Grunzen und Quietschen kommt. Es wird auch mal Knoblauch gegessen
Und dann kommt er irgendwann, dieser Moment des ersten Pupses vor dem anderen. Oder der ersten Erkältung. Oder die erste grottenschlechte Laune.
Der erste Pups in einer gesunden Beziehung
In einer Beziehung auf Augenhöhe zwischen zwei Erwachsenen verliert die rosarote Brille des Anfangs mit der Zeit ihre Tönung. Beide beginnen, entspannter und dadurch auch unperfekter miteinander umzugehen. Das führt zu der einen oder anderen Reiberei.
Was passiert aber beim ersten Pups, bei der ersten deftigen Erkältung oder wenn du die Nacht mit einer Magen-Darm-Grippe im Bad verbringst?
Nehmen wir weiterhin den versehentlich entfleuchten Pups als Beispiel:
Dein Partner wird vielleicht darüber lachen – oder direkt mitmachen, weil ihr nun endlich voreinander pupst und nicht mehr einhalten müsst! Vielleicht ist er sogar erleichtert, dass es dir zuerst passiert ist. Kommt ihr im Anschluss an den ersten Pups oder einen anderen, nicht sonderlich attraktiven Zustand, weiterhin miteinander zurecht? Dann habt ihr gerade einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Der erste „Pups“ und die Reaktion der Narzissten
Ganz anders sieht es aus, wenn dir eine menschliche Funktion oder ein unperfekter Zustand vor einem narzisstischen Partner passiert. Sei es, dass du mit einem grippalen Infekt flachliegst und deswegen „nutzlos“ für den Narzissten bist. Oder, dass du peinlich lachst.
Beim wortwörtlichen Pups vor einem narzisstischen Partner kannst du mit vielem rechnen. Angewiderte Blicke, aufgerissene Fenster, Vorwürfe, Beleidigungen, Witze auf deine Kosten – selbst, wenn du dich entschuldigst und sagst, wie peinlich dir das ist, musst du bei einem Narzissten auf die Antwort „Das sollte es dir auch!“ gefasst sein.
Kurz gesagt: Der Narzisst wird viel daran setzen, dass du dich noch schlechter fühlst.
Die Reaktion auf den ersten Pups, verrät so manchen Narzissten
Achte bei deinem ersten nicht ganz so attraktiven Moment darauf, wie dein Partner reagiert. Das ist der erste wichtige Teil.
Achte zum Zweiten darauf, wie er in der Folge damit umgeht. Wertet er dich immer wieder ab? Macht Witze auf deine Kosten? Zieht dich vor anderen ins Lächerliche?
Achte zum Dritten auf die Gleichberechtigung in der Beziehung. Ist der Narzisst krank, verkatert, hat einen schlechten Tag? Dann hast du dich zu kümmern. Natürlich umfassend, kostenlos und ohne Dank zu erwarten.
Bist du krank und er reicht ein Taschentuch grob in deine Richtung? Dann bist du ihm mindestens zu ewigem Dank verpflichtet und musst dich für deinen Zustand entschuldigen. Und solltest genau deswegen so schnell wie möglich das Weite suchen.







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