Fernfreundschaften – verbunden trotz großer Distanz

Eine Fernfreundschaft zu erhalten, erscheint vielen zu schwierig. Dabei kann es ganz einfach sein und lohnt sich oft. WENN beide an einem Strang ziehen und Verbundenheit nicht allein von der geografischen Nähe abhängig machen. Hier erfährst du, wie du eine Fernfreundschaft richtig pflegst und worauf es dabei ankommt.

  1. Fernfreundschaft – Haben wir eine Basis?
    1. Tipp #1: Plant Telefondates – und haltet euch daran!
    2. Tipp #2: Nutzt virtuelle Möglichkeiten
    3. Tipp #3: Analoge Überraschungen
    4. Tipp #4: Schafft Treffen und Traditionen
    5. Tipp #5: Lasst den anderen teilhaben
    6. Tipp #6: Kreiert Gesprächsstoff und Gemeinsamkeiten
  2. Das Geheimnis erfolgreicher Fernfreundschaften
  3. Warum Fernfreundschaften so wichtig sind

Fernfreundschaft – Haben wir eine Basis?

Die erste und wichtigste Frage bei Fernfreundschaften ist die nach der Basis für die Freundschaft. Seid ihr nur verbunden, weil ihr regelmäßig gemeinsam feiern geht? Oder habt ihr euch auch darüber hinaus etwas zu sagen und wollt am Leben des anderen teilnehmen? Durch räumliche Distanz kann auffallen, dass ihr viel oder auch gar nichts gemeinsam habt.

Zu der Basis gehört außerdem die Bereitschaft auf beiden Seiten, Zeit in die Beziehung zu investieren. Auf die Entfernung wirkt es oft schwieriger, etwas zusammen zu unternehmen oder sich auch nur Zeit für den anderen zu nehmen. Dabei ist es ganz einfach.

Tipp #1: Plant Telefondates – und haltet euch daran!

Ob jeden Monat oder alle drei Monate: Feste Telefondates sind eine wunderbare Möglichkeit, in Fernfreundschaften miteinander verbunden und auf dem Laufenden zu bleiben. Nehmt euch eine Stunde Zeit, die nur eurer Freundschaft gehört, und macht dabei etwas gemeinsam. Das kann das telefonische Treffen zum Kaffee sein oder ein Mädelsabend. Ihr könnt wie früher zusammen ein Bier trinken oder auf einen Spaziergang gehen.

Du hast angeblich keine Zeit? Versuch das Telefondate mit einer Pflicht zu verbinden. Ob Sport oder Haushalt – du versüßt dir damit die Aufgabe und pflegst die Freundschaft auf Distanz.

Tipp #2: Nutzt virtuelle Möglichkeiten

Spätestens zu Corona haben viele Menschen gelernt, dass räumliche Entfernung kein Grund ist, sich nicht zu sehen. Der Digitalisierung sei Dank könnt ihr euch aber nicht nur bei Video-Calls sehen, sondern auch zusammen Spiele spielen, wöchentlich chatten und euch durch Videos und Fotos gegenseitig einbeziehen.  

Tipp #3: Analoge Überraschungen

Die Online-Welt hat eine Menge zu bieten, wenn es um Fernfreundschaften geht. Darüber solltest du aber nicht die analogen Möglichkeiten vergessen. Sende ab und an Postkarten, Briefe und Geschenke. Diese Überraschungen schaffen immer wieder Grund zur Freude und damit positive Momente in eurer Fernfreundschaft.

Tipp #4: Schafft Treffen und Traditionen

Selbst bei großen Entfernungen

Selbst bei großen Entfernungen zwischen euch sind regelmäßige Treffen möglich – und wichtig. Nehmt euch ein Wochenende pro Jahr oder auch alle zwei bis drei Jahre Zeit, an dem ihr euch trefft und euch ganz auf die Freundschaft und gemeinsame Erlebnisse konzentrieren könnt.

Vermeidet dabei aber unbedingt diese Fehler:

  • Partner oder Familie mitschleppen: Es sollte bei eurem Treffen allein um euch und eure Freundschaft gehen. Nicht um andere. Partner oder Partnerin und Kinder oder andere Freunde sollten daher zu Hause bleiben.
  • Stress, Hetze und Zeitdruck: Seht ihr euch zwischen den Treffen lange nicht, müsst ihr jedes Mal erst wieder richtig warm miteinander werden. Das funktioniert nicht, wenn für das Treffen nur wenige Stunden zur Verfügung stehen oder ihr von einem Termin zum nächsten hetzt.
  • Treffen an großen Feiertagen: Der runde Geburtstag der Mutter, Weihnachten oder die Einschulung des Nachwuchses bieten weder den Raum noch die Zeit für die Pflege der Fernfreundschaft. Sie zählen daher nicht als Treffen. Auch dann nicht, wenn ihr beide anwesend seid und eine halbe Stunde für euch hattet.

Macht ihr die jährlichen Treffen zur Tradition, schafft ihr damit etwas, worauf ihr euch immer wieder freuen könnt. Und ihr schafft schöne, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen, die zusammenschweißen.

Tipp #5: Lasst den anderen teilhaben

Erfolge, Rückschläge, lustige Momente, Fortschritte, Jahrestage und andere Anlässe: Lasst den anderen an den großen und kleinen Dingen in eurem Leben teilhaben.

Musstest du beispielsweise herzlich über etwas lachen? Sende es an Freund oder Freundin. Hast du dich gerade an ein tolles Ereignis erinnert, das ihr gemeinsam erlebt habt? Eine „Weißt du noch…“-Nachricht zu senden dauert nur wenige Sekunden und schweißt doch ein Stück stärker zusammen.

Tipp #6: Kreiert Gesprächsstoff und Gemeinsamkeiten

Fernfreundschaften erschweren es, weiterhin zusammen etwas zu erleben. Oftmals entwickeln sich dein Leben und das deines Freundes oder deiner Freundin außerdem auseinander. Dem wirkt ihr entgegen, indem ihr gezielt Gemeinsamkeiten kreiert.

Schaut zum Beispiel einmal pro Monat denselben Film und tauscht euch darüber aus. Verfolgt den gleichen Fitnessplan oder lest dieselben Bücher. Auch eine neue Fähigkeit zu lernen und euch über Fortschritte auf dem Laufenden zu halten, schafft Gesprächsstoff und zahlreiche Gelegenheiten, öfter miteinander zu reden.

Ob ihr gleichzeitig dieselben Rezepte ausprobiert und im Anschluss während eines Video-Calls esst oder zusammen eine Sprache lernt – ihr erhaltet damit nicht nur eure Fernfreundschaft aufrecht und aktiv, ihr habt auch jederzeit einen Gesprächspartner, während ihr etwas Neues ausprobiert.

Das Geheimnis erfolgreicher Fernfreundschaften

Eine Fernfreundschaft über Jahre hinweg erfolgreich zu erhalten und sich immer noch verbunden zu fühlen, auch wenn unzählige Kilometer zwischen euch liegen, ist ganz einfach.

  1. Erfolgreiche Fernfreunde nehmen sich Zeit füreinander: Das muss nicht täglich oder jede Woche sein. Aber das Telefonat alle drei Monate oder ein Treffen alle zwei Jahre sollte drin sein. In Fernfreundschaften, die über Jahre hinweg funktionieren, nehmen sich beide Freunde Zeit füreinander.
  2. Die Fernfreundschaft hat Raum und Priorität: Wir alle kennen es. Wir scheinen kaum Zeit für irgendetwas zu haben. Zwischen Arbeit, Haushalt, Partnerschaft, Freundschaften vor Ort und allen anderen Verpflichtungen ist Freizeit für die Fernfreundschaft Mangelware. In erfolgreichen Fernfreundschaften schaffen beide dennoch Raum und Zeit füreinander. Das kann die eine Stunde pro Monat sein, in der ihr miteinander telefoniert. Oder die wöchentliche Mail, mit der ihr euch auf dem Laufenden haltet und für die ihr ganze zehn Minuten braucht. Und seien wir ehrlich: So viel Zeit hat jeder übrig. Wer sie sich nimmt, gewinnt.
  3. Fernfreundschaften beruhen auf Gegenseitigkeit:  Schreibst immer nur du? Rufst immer nur du an? Wirst du immer wieder mit Ausreden abgespeist? Dann wird es Zeit für einen Frühjahrsputz im Freundeskreis. Denn Fernfreundschaften funktionieren nur dann, wenn beide sie erhalten wollen.

Warum Fernfreundschaften so wichtig sind

Ein Umzug für den Job oder für den Partner, weil das Traumhaus weit entfernt liegt oder jemand zurück in die Heimat und zu seiner Familie will: Es gibt viele Gründe, warum aus einer Freundschaft plötzlich eine Fernfreundschaft werden kann.

Fast ebenso viele Freundschaften überleben die geografische Trennung nicht. Oftmals liegt das daran, dass einer oder beide sich keinerlei Mühe mehr um den anderen geben, sobald ein paar (oder auch ein paar mehr) Kilometer zwischen ihnen liegen. Dabei ist es nicht nur einfach, sondern auch von Vorteil, Fernfreundschaften zu erhalten. Denn sie erfordern nur wenig Zeit – sogar eine ganze Ecke weniger Zeit und Aufwand als Freunde vor Ort – und schützen doch vor Einsamkeit.

Sie sind ein soziales Netz über den Wohnort hinaus und bieten zahlreiche Möglichkeiten der Verbundenheit.  

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