Bei Hitze besser schlafen – 10 Tipps, die keiner kennt

Der Sommer könnte so schön sein. Wäre da nicht die Hitze, die auch nachts noch drückend in der Luft hängt und den Schlaf stört. Wenn deine Nachtruhe vollkommen ohne Anstrengung deinerseits zur schweißtreibenden Erfahrung wird, ist es höchste Zeit für die folgenden 10 Tipps.

  1. Hitze in der Nacht und Schlafstörungen – das kannst du dagegen unternehmen
    1. Aufräumen und Wärmespeicher beseitigen
    2. Duschen, aber richtig
    3. Entspannungstechniken trainieren
    4. Abkühlung bereithalten
    5. Kühlsocken
    6. Laken einfrieren
    7. Lieber niedrig schlafen
    8. Nickerchen zwischendurch, für besseren Schlaf in der Nacht
    9. Wärmflasche umfunktionieren
    10. Aromatherapie
  2. Schlecht geschlafen – schlechte Laune?

Hitze in der Nacht und Schlafstörungen – das kannst du dagegen unternehmen

Du weißt natürlich, wie du richtig lüften musst, um möglichst wenig Hitze nach drinnen zu lassen. Deine Bettwäsche ist atmungsaktiv, saugfähig und hat einen natürlichen, kühlenden Effekt. Und dennoch schwitzt du Nacht für Nacht? Leider ist dieser Zustand vor allem in Städten weit verbreitet, da diese sich stärker aufheizen und länger auf Abkühlung warten müssen.

Damit du in den Sommermonaten dennoch nicht schmilzt oder allmählich zum schlafgemangelten Zombie wirst, verrate ich dir hier Tipps für den bessern Schlaf im Sommer, die kaum jemand kennt und nur selten Anwendung finden.

Aufräumen und Wärmespeicher beseitigen

Unzählige Kissen und Decken, Bettvorleger und noch mehr Kissen sind zwar wunderbar kuschelig und helfen dir im Winter gleich auf mehrfachem Wege dabei, Energiekosten zu sparen – im Sommer tust du dir damit hingegen keinen Gefallen.

Denn Textilien und Co. speichern die Wärme des Tages und verzögern somit das Abkühlen deines Schlafzimmers. Richte deine Wohnung und dein Bett auf den Sommer angepasst ein, um das Raumklima zu verbessern.

Duschen, aber richtig

Lauwarm bis kühl, aber nicht eiskalt sollte die abendliche Dusche sein. Alternativ kannst du auch bei einem Bad abkühlen. Hast du heute schon geduscht, kannst du getrost auf Duschgel und Shampoo verzichten. Pures Wasser reicht aus.

Lass deine Haut lufttrocknen und creme dich höchstens mit einer sehr leichten und schnell einziehenden Creme oder Lotion ein. Reichhaltige und fettige Pflegeprodukte stauen die Wärme hingegen schnell auf der Haut und behindern das Abkühlen durch Schwitzen.

Entspannungstechniken trainieren

Sorgen, Stress und Streitigkeiten bringen nicht nur deine Gedanken auf Hochtouren. Sie können ebenfalls dafür sorgen, dass sich dein Körper in einen Hochofen verwandelt. Im Winter mag das dann und wann ganz angenehm sein – abgesehen von der mentalen Belastung. Im Sommer wird dein Schlaf dadurch gleich doppelt und dreifach gestört.

Autogenes Training, Atemmeditation und progressive Muskelrelaxation oder geführte Traumreisen sind passende Gegenmittel dafür. Die konditionierte Entspannung ist gesund und sorgt in jeder Jahreszeit für besseren Schlaf.

Abkühlung bereithalten

Wachst du gelegentlich in der Nacht auf, und würdest gerne Gesicht, Nacken, Dekolleté und Arme benetzen – wenn das Bad nicht so weit weg wäre?

Eine Schale mit Wasser und Waschlappen löst das Problem auf einfache Weise und erspart dir den Gang im Dunkeln.

Kühlsocken

Spezielle Kühlsocken werden in der medizinischen Therapie bei diabetischen Füßen und als Linderung bei der Chemotherapie eingesetzt. Im Sommer können sie dir aber auch ohne jegliche gesundheitliche Probleme Abkühlung und erholsameren Schlaf bescheren.

Laken einfrieren

Verwendest du ohnehin nur noch ein leichtes Laken zum Zudecken in der Nacht, erhöhe den kühlenden Effekt, indem du es morgens in den Tiefkühlschrank legst und erst kurz vorm Zubettgehen herausholst.

Lieber niedrig schlafen

Wärme steigt nach oben. Willst du in der Nacht möglichst schnell von der abkühlenden Luft profitieren, solltest du deine Schlafstätte also auf den Boden verlegen oder sie zumindest etwas tiefer legen.

Nickerchen zwischendurch, für besseren Schlaf in der Nacht

Hitze lässt viele alltägliche Aktivitäten deutlich anstrengender werden und erhöht den Schlafdruck. Damit du am Abend nicht vollkommen übermüdet bist oder dich durchgängig fühlst wie gerädert, sind kurze Nickerchen am Mittag und Nachmittag ideal.

Bei diesen Powernaps gilt: Entweder du schläfst maximal 15 bis 20 Minuten oder du planst 1,5 bis 3 Stunden. Der Grund dafür sind die natürlichen Schlafphasen des Menschen. Musst du dich bei einem Nickerchen aus einer Tiefschlafphase quälen, fühlst du dich im Anschluss noch müder als zuvor.

Hältst du den Mittagsschlaf unter 20 Minuten, wachst du noch vor der ersten Tiefschlafphase auf. Planst du für den Schlaf tagsüber 90 bis 180 Minuten ein, hast du ein bis zwei der komatösen Phasen mitgemacht und das Aufwachen fällt ebenfalls leichter.

Wärmflasche umfunktionieren

Wärmflasche, Heizkissen oder -decke sind grandiose Helfer im Winter. Zumindest die Wärmflasche kann dir aber auch im Sommer Linderung bringen, wenn du sie mit Eiswasser füllst und bei Bedarf zum punktuellen Kühlen verwendest.

Du besitzt gar keine Wärmflasche? Kein Problem. Eine Getränkeflasche aus dem Kühlschrank erfüllt den Zweck ebenfalls.

Aromatherapie

Ätherische Öle und Düfte können die Luft und Oberflächen um dich herum zwar nicht wirklich abkühlen, dir aber den Eindruck einer Abkühlung vermitteln. Vor allem dafür geeignet sind:

  • Pfefferminz
  • Lavendel
  • Zitrone und Citronella

Um keine weiteren Wärmequellen zu schaffen, solltest du diese natürlich nicht als Duftkerzen oder Zusatz in der Öllampe verwenden. Besser sind ein paar Tropfen ätherisches Öl auf einem feuchten Tuch, in einer Schüssel Wasser oder verdünnt auf die Haut aufgetupft.

Schlecht geschlafen – schlechte Laune?

Müde zu sein und nicht schlafen zu können, fällt schnell in den Bereich der Folter. Auch gesundheitlich ist mit Schlafmangel nicht zu spaßen.

Wachst du mehrmals in der Nacht auf? Dann ist einer der häufigsten Fehler, dich zum Schlafen zwingen zu wollen. Denn das bringt jede Menge Frust mit sich, nur keinen Schlaf. Versuch stattdessen, die Unterbrechungen durch Hitze entspannt zu sehen. Nutze sie, um einen Schluck zu trinken, dich noch einmal abzuduschen, dir das nächste gekühlte Laken aus dem Tiefkühler zu holen oder ein kühles Fußbad zu genießen. Damit und mit der entspannten Einstellung steigen deine Chancen darauf, dass du im Anschluss wieder in den Schlaf findest.

Leg tagsüber zusätzlich Pausen und das eine oder andere Nickerchen ein, um dein Schlafdefizit so gering wie möglich zu halten und deine Laune zu verbessern.  

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