Ist deine Wohnung bereit für den Sommer? 18 Tipps für das Kühlen ohne Klimaanlage
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Viele Menschen freuen sich auf den Sommer. Solange, bis die Sonne unerbittlich auf Fenster und Fassaden knallt und ihre Wohnungen in eine Mischung aus Backofen und Bio-Sauna verwandelt. Willst du diesen Sommer sinnvoll vorbeugen, ohne deine Stromrechnung ins Unermessliche zu jagen? Die folgenden simplen und unterschätzten 18 Tipps für die sommerbereite Wohnung helfen dir dabei.

  1. 18 Tipps für eine kühlere Wohnung – mit und ohne Klimaanlage
  2. Ade Wohntextilien – Decken und Co. austauschen
  3. Aussortieren und verstauen
  4. Fenster dämmen
  5. Fensterfolie anbringen
  6. Jalousien oder Rollläden einsetzen  
  7. Sonnenschirme und Markisen
  8. Thermo-Vorhänge
  9. Grundputz
  10. Grünzeug integrieren
  11. Solarkraftwerk auf dem Balkon – doppelter Gewinn
  12. Strom sparen, Hitze reduzieren
  13. Meal Prep betreiben
  14. Fassade dämmen und bepflanzen
  15. Richtig putzen
  16. Verdunstungskälte nutzen
  17. Platz für das Fußbad lassen
  18. Richtig lüften
  19. Bonus-Tipp: Bereite deine Wohnung farblich auf den Sommer vor

18 Tipps für eine kühlere Wohnung – mit und ohne Klimaanlage

Die Sonne prasselt nieder, die Temperaturen schnellen in die Höhe: Sommerwetter hat bei Weitem nicht nur Vorteile. Spätestens, wenn deine Wohnung zur Sweat Lodge wird, wird die Hitze unangenehm oder sogar zum Problem. Denn an erholsamen Schlaf ist dann nicht mehr zu denken und sogar leichte Anstrengungen werden zur Belastung.

Überall Klimaanlagen zu installieren, ist allerdings für die wenigsten eine Option. Mit den folgenden Tipps musst du auch nicht, denn sie kühlen vollkommen stromfrei, nachhaltig, kostengünstig und erleichtern Ventilatoren und Klimaanlage die Arbeit – wenn du nicht vollständig auf die kühlenden Geräte verzichten willst oder kannst.

Ade Wohntextilien – Decken und Co. austauschen

Im Herbst und Winter ist eine üppig beplüschte Wohnung nicht nur einladend und gemütlich. Teppiche, Wolldecken und zahlreiche Kissen wirken dämmend, halten die Wärme in der Wohnung und die Kälte von dir fern. Dadurch sind sie ein Segen für deine Energierechnung und dein Wohlbefinden.

Im Sommer halten sie immer noch die Wärme drinnen und damit wohltuende Abkühlung von dir fern. Musst du dadurch häufiger Ventilator und Klimaanlage anwerfen, treiben sie die Stromrechnung in die Höhe. Daher lautet die Devise: weg damit.   

  • Teppiche und Läufer entfernen
  • Wolldecken gegen selbstkühlende Decken austauschen
  • Kissen und Bett mit kühlenden Materialien beziehen

Kannst du in bestimmten Bereichen nicht auf Teppiche oder Läufer verzichten, entscheide dich ebenso wie bei Kissenbezügen und Bettwäsche für leichte Materialien, die einen kühlenden Effekt haben. Dazu gehören:

  • Bambus
  • glattgewebte Mikrofaser
  • leichte Baumwolle
  • Leinen
  • Satin
  • Seide

Aussortieren und verstauen

Je voller ein Raum ist, desto länger hält sich die Wärme in ihm. Denn neben den Wänden, dem Boden und den Wohntextilien speichern auch Möbel, Dekorationen und alles andere die Wärme.

Also betreib im Sommer Minimalismus und räume alles weg, was du nicht benötigst. Durch das Verstauen und das Schaffen von freien Flächen kann deine Wohnung:

  • sich tagsüber weniger erwärmen
  • beim Lüften in der Nacht schneller abkühlen
  • leichter und schneller zu reinigen sein
  • einen kühleren psychologischen Effekt auf dich haben

Winterkleidung, warme Bettwäsche, Kissen, Wolldecken, Läufer und Co. solltest du frisch gereinigt und vakuumverpackt am besten im Keller verstauen.

Fenster dämmen

Fenster und Fassaden sind knapp gefolgt von schlecht gedämmten Dächern die schlimmsten Eintrittspforten für Hitze. Glücklicherweise hast du gerade bei den Fenstern selbst als Mieter so einige Möglichkeiten, deine vier Wände zu schützen und kühler zu halten, indem du sie dämmst.

Während das Einsetzen hochwertigerer Fenster deinem Vermieter obliegt, sind die nächsten Tipps einfacher, schneller und kostengünstiger umsetzbar.

Fensterfolie anbringen

Reflektierende und dämmende Fensterfolien werden an der Außenseite der Fenster angebracht und reduzieren die erhitzende Wirkung der Sonnenstrahlen hinter der Scheibe. Zusätzlich bieten die Sonnenschutzfolien gleichzeitig einen Sichtschutz.

Jalousien oder Rollläden einsetzen  

Und zwar am besten draußen vor dem Fenster! Denn geschlossene, hochwertige Außen-Rollläden können den Effekt der Sonneneinstrahlung und damit die Wärmeentwicklung in deinen Wohnräumen auf bis zu 10 Prozent reduzieren.

Hierfür lohnt sich ein Gespräch mit deinem Vermieter.

Sonnenschirme und Markisen

Sind die Rollläden im Außenbereich nicht möglich, kannst du die Sonne durch Sonnenschirme und Markisen von deinen Fenstern fernhalten – und deinen Balkon in den Schatten legen. Achte hierbei auf die Sicherheit bei Wind und Sturm, damit Sonnensegel und Befestigungen nicht zu fliegenden Gefahren werden.

Thermo-Vorhänge

Wieder in deiner Wohnung angekommen, kannst du einen zusätzlichen Schutz in Form von Thermo-Vorhängen anbringen. Sie sind dichter und dicker als normale Vorhänge und haben sogar eine schalldämmende Wirkung, was vor allem an Straßen ein bedeutender Vorteil ist.

Grundputz

Wusstest du, dass Staub sowohl kühlen als auch wärmen kann? Im Sommer und in deinen vier Wänden hat er leider einen unerwünschten wärmenden Effekt. Ein Grundputz ist daher im Frühjahr oder zum Beginn des Sommers ideal. Denk hierbei auch an die Oberseite hoher Schränke und an die Polstermöbel, die noch vor Sommeranfang richtig und gründlich gereinigt werden sollten.

Wie du mitten im Sommer richtig putzt, erfährst du weiter unten.

Grünzeug integrieren

Pflanzen haben draußen und drinnen zahlreiche Vorteile, die oftmals unterschätzt werden. Neben der Produktion von Sauerstoff und der Reinigung der Luft können Sie deinen Speiseplan bereichern (sofern du die passenden Gewächse auswählst), Schatten spenden und durch anhaltende, sanfte Verdunstungskälte deine Wohnung oder den Balkon kühlen.

Begrünst du deine Fenster, deinen Balkon und deine Wohnung, nutzt du also die natürlichen, nachhaltigen und günstigen Effekte zum Fernhalten der Hitze.

Solarkraftwerk auf dem Balkon – doppelter Gewinn

Ein Balkonkraftwerk verwandelt Sonnenstrahlung in elektrischen Strom und spendet durch die nötigen Paneele gleichzeitig Schatten, wenn du sie korrekt anbringst. Selbst bei einer Montage am Balkongeländer kannst du damit jedoch guten Gewissens eine Klimaanlage oder Ventilatoren einsetzen und zugleich dein Budget schonen.

Strom sparen, Hitze reduzieren

Föhn, Herd, Kaffeemaschine, Backofen, Computer, Saugroboter oder Staubsauger – wann immer ein elektrisches Gerät betrieben wird, entsteht dabei zusätzlich Wärme, die deine Wohnung aufheizt.

Nimm also genauer unter die Lupe, was du wirklich brauchst. Vor allem Smarthomes sind in dieser Hinsicht oftmals alles andere als clever, weil deutlich mehr elektrisch betrieben wird als nötig oder sinnvoll.

Meal Prep betreiben

Im Sommer täglich den Herd oder noch schlimmer den Ofen anzuwerfen, rächt sich schnell und heftig.

Besser: Koch vor und koch schlauer.

Die folgenden Tipps helfen dir dabei:

  1. Bei Meal Prep kochst du sinnvoll für mehrere Tage vor. Die Küche wird also nur einmal und möglichst kurz in Betrieb genommen.
  2. Nutze Herdalternativen, die weniger Wärme produzieren. Dazu gehören die Mikrowelle, der Wasserkocher und das Grillen im Freien.

Kochst du beispielsweise Nudeln in der Mikrowelle und dämpfst in ihr Gemüse und Lachs samt Sauce, hast du in wenigen Minuten und mit geringem Aufwand eine leckere, frische und gesunde Mahlzeit, ohne dabei deine Küche aufzuheizen.

Fassade dämmen und bepflanzen

Hast du eine eigene Immobilie oder zumindest eine Vermietung, mit der sich reden lässt? Dann sollte bei heiß laufenden Innenräumen über die Begrünung von Dach und Fassade nachgedacht werden. Durch ihre Verdunstungskälte können sie einen Unterschied von bis zu 15 Grad bewirken.

Seit 2023 ist die Begrünung von Dächern, Fassaden und Vorgärten in Frankfurt am Main bereits vorgeschrieben, um den immer heißer werdenden Sommern und der gestauten Hitze in Städten oder besser gesagt den Auswirkungen davon Herr zu werden.  

Richtig putzen

Wirfst du täglich den Staubsauger an oder lässt den Saugroboter laufen? Steig im Sommer lieber auf Kehren und nebelfeuchtes Wischen um. Hast du deine Wohnung von Teppichen und Läufern befreit, funktioniert das ebenso schnell wie Staubsaugen, produziert keine Wärme – dafür aber leichte Verdunstungskälte.

Auch das leicht feuchte Staubwischen und Abwischen der Schränke solltest du im Sommer öfter durchführen. Dadurch bleibt das Staubaufkommen gering, was die Wärmespeicherungen in deinen Wänden zumindest im geringen Maß reduziert. Das häufige und feuchte Putzen ist aber zum einen schneller und damit weniger aufwendig und anstrengend. Zum anderen hat es immer wieder einen kühlenden Effekt.

Verdunstungskälte nutzen

Wo wir schon dabei sind, hier gleich der nächste Tipp zur Verdunstungskälte: Wäsche und feuchte Laken. Herrscht in deiner Wohnung eine geringe Luftfeuchtigkeit, trockne die Wäsche drinnen. Das gelegentlich aufgehängte feuchte Laken oder das leichte Befeuchten der Vorhänge bietet sich dann ebenfalls an, um Kühlung und ein verbessertes Raumklima zu erreichen.  

Auf der Südseite und während der heißen Mittagsstunden solltest du hingegen nasse Laken draußen vor die Fenster hängen. Sie bieten zusätzlichen Schatten und haben durch das Verdunsten des Wassers Kälte ab, die wiederum gegen die Hitze in der Nähe der Glasscheiben wirkt und so die Temperatur direkt vor den Fenstern senkt.

Platz für das Fußbad lassen

Trotz aller Mittel und Maßnahmen wird es vor allem in Neubauten gelegentlich wärmer werden als dir lieb und angenehm ist. Möchtest du nicht ständig unter die Dusche springen, im Homeoffice oder beim Entspannen aber dennoch nicht ins Schwitzen geraten und das ohne Klimaanlage?

Ein kühles bis kaltes Fußbad ist kostengünstig, mehrfach wiederverwertbar, umweltfreundlich und immer dann anwendbar, wenn du schwitzt sitzt.

Fragst du dich, ob das wirklich effizient als Kühlung in der Wohnung ist? Lass mich dir diese Gegenfrage stellen: Schon mal versucht, mit eiskalten Füßen warm zu werden?

Der Effekt des Fußbads ist überraschend angenehm und erfrischend. Plan also bei der Vorbereitung deiner Wohnung auf den Sommer Platz für Schüsseln oder kleine Becken an den entsprechenden Stellen ein.

Richtig lüften

Im Sommer nur zu den kühlen Nacht- oder Morgenstunden zu lüften, ist allgemeinhin bekannt. Dennoch lüften sehr viele Menschen falsch. Die häufigsten Fehler:

  • zu früh lüften:

Kaum ist die Sonne untergegangen, werden die Fenster aufgerissen. Anstatt der ersehnten Abkühlung und frischen Luft kommt dabei jedoch die aufgestaute Wärme des Tages in die Wohnung.

  • zu kurz oder zu lang lüften:

Stoßlüften ist eine tolle Sache. Im Winter. Denn schließlich soll die Wohnung beim Lüften dann nicht auskühlen. Im Sommer soll jedoch genau dieser Effekt erreicht werden.

Ebenfalls häufig, dadurch aber nicht richtiger ist es, die Fenster noch nach Sonnenaufgang offen zu halten. Selbst wenn die Luft noch etwas kühler ist, erhitzen die Sonnenstrahlen auf deinen Fenstern den Raum dahinter bereits.

  • lüften mit Fliegengittern:

Fliegengitter oder Vorhänge bremsen den Luftzug aus und verlangsamen den Effekt des Lüftens.

Besser:

  • Durchzug oder Zirkulation:

Im Idealfall öffnest du alle Fenster und Türen, sodass selbst bei leichtem Luftzug Durchzug in deinen vier Wänden entstehen kann. Ist das nicht möglich, setz für die Stunden des Lüftens einen Ventilator ein, der die kühle Luft zirkulieren lässt.

  • kühlste Temperaturen abpassen:

An manchen Tagen sinken die Temperaturen bereits gegen 23 Uhr oder Mitternacht. An anderen erst um 2 oder 3 Uhr. Vor allem in der Stadt dauert es oftmals lange, bis es draußen kühler als drinnen ist. Willst du optimal lüften, behalte die Temperaturvorhersage im Auge und steh notfalls noch einmal auf, um die Fenster zu öffnen.

  • ausreichend lang lüften:

Sobald es draußen kühler ist als drinnen: Reiß die Fenster auf und lass sie offen. Erst kurze Zeit nach Sonnenaufgang solltest du sie wieder schließen.

  • frei lüften:   

Befrei die Fenster von allem, was den Luftzug ausbremsen oder behindern kann. Dadurch begünstigst du, dass deine Wohnung schneller und richtig auskühlt.

Bonus-Tipp: Bereite deine Wohnung farblich auf den Sommer vor

Klingt komisch, funktioniert aber. Die Farben in einem Umfeld haben einen entscheidenden Einfluss auf dein Temperaturempfinden. Warme Farben suggerieren sonnige oder mollige Wärme. Für den Herbst und Winter sind Rot, Orange und Gelb also die idealen Akzente im Interieur.

Im Sommer sollten hingegen Weiß, Silber, Blau und kühles Grün vorherrschen, um deinem Hirn kalte Gedanken zu machen und die Temperatur in der Wohnung damit scheinbar zu senken.

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