Das Leben entschleunigen, Stress reduzieren, die reelle Welt mit neuen Augen sehen und Beziehungen stärken – Digitalfasten bringt reichlich Vorteile mit sich. Nicht zuletzt kann es (angehendes) Suchtverhalten aufzeigen und abbrechen. Dennoch scheitern viele am Digital-Detox. Damit dir das nicht passiert, befolge die 10 wirklich wirksamen Tipps.
- Ade Smartphone und Co. – befrei dich von der digitalen Welt
- Digital Detox Tipp 1: Fang klein an
- Tipp 2: Plan das Digital Detox vorher
- Tipp 3: Steige auf analoge Helfer um
- Tipp 4: Kreiere Vorfreude auf das Digitalfasten
- Tipp 5: Zusammen detoxen
- Tipp 6: Ehrliche Bestandsaufnahme
- Tipp 7: Neues ausprobieren
- Tipp 8: Alternativen finden
- Tipp 9: Gewohnheit etablieren
- Tipp 10: Abschalten, was nervt
- Digital Detox – ein gesunder Trend
Ade Smartphone und Co. – befrei dich von der digitalen Welt
Freunden schnell eine Nachricht schicken, den Wetterbericht, die Nachrichten und Mails checken, eine Antwort nachschlagen – das Smartphone ist in wenigen Jahren für viele Menschen zum besten Freund geworden und bietet nahezu alles vom Wecker bis zum Taschenrechner. So praktisch Notebook und Co. aber auch sind, sie sind ebenso ein Quell des Stresses.
Beim Digital Detox verzichtest du bewusst auf die Screens, die Erreichbarkeit und die vermeintlich hilfreichen Apps und konzentrierst dich stattdessen auf die reale Welt. Das Digital-Fasten kann dabei einige Stunden, Tage oder Wochen anhalten und lässt sich genau so gestalten, wie du möchtest. Wichtig ist lediglich, dass du zumindest gelegentlich abschaltest.
Genau das kann jedoch schwerfallen, wenn Smartphone, Notebook und Alexa feste Bestandteile deines Alltags sind. Vor allem der Anfang kostet viel Überwindung und du wirst dich schnell selbst dabei ertappen, häufig unbewusst zum Handy zu greifen. Mit den folgenden Tipps wird es leichter.
Digital Detox Tipp 1: Fang klein an
Du musst nicht gleich tagelang das Smartphone weglegen. Fang mit ein oder zwei Stunden an. Am besten direkt am Morgen. Verwende einen analogen Wecker und schalte dein Smartphone erst ein, wenn du das Haus verlässt. Oder schalte es direkt aus, wenn du nach Hause kommst.
Das Digitalfasten direkt am Morgen zu beginnen, hat einen besonders großen Effekt und lässt dich entspannter in den Tag starten, sobald es zur Gewohnheit geworden ist.
Tipp 2: Plan das Digital Detox vorher
Auf einmal für längere Zeit nicht mehr erreichbar zu sein, kann für Verwirrung und für Ärger sorgen. Das gilt zumindest dann, wenn du deinen häufigsten Kontakten nicht vorher Bescheid gibst.
Zur Vorbereitung sollte auch gehören, dass du dir Lösungen und Beschäftigungen im Vorfeld überlegst. Mach es dir leichter, nicht aufs Handy zu schauen, indem du Verabredungen triffst oder Aktivitäten planst.
Tipp 3: Steige auf analoge Helfer um
Der analoge Wecker am Morgen, die French Press für den Kaffee, das Festnetztelefon für Gespräche mit Kollegen oder Freunden, das gute alte Radio – staub die analogen Helfer ab, und reduzier damit die Zeit, die du in der digitalen Welt verbringst. Nimm ein echtes Buch in die Hand, kauf eine Zeitung, besuch einen Kurs im Fitness-Studio, anstatt auf eine App zu schauen, nutz eine analoge Uhr anstelle der Smartwatch.
Tipp 4: Kreiere Vorfreude auf das Digitalfasten
Du hast dich dafür entschieden, ab sofort jeden Sonntag Digital Detox zu betreiben oder wenigstens einen Abend die Woche auf Smartphone und Co. zu verzichten. Weil das am Anfang Überwindung kostet, solltest du bewusst freie Zeiten wählen, die du ganz nach Lust und Laune gestalten kannst.
Nimm ein Bad oder leg einen Spa-Tag ein, lies endlich das Buch, für das du nie Zeit hast, pfleg deinen Indoor-Garten, koch dir ein mehrgängiges Menü, widme dich dem Journaling, begib dich auf eine Foto-Tour – was auch immer dich zurück in die reale Welt holt und dir Spaß macht, ist erlaubt.
Tipp 5: Zusammen detoxen
Digital Detox muss keine Solo-Beschäftigung sein. Weih andere ein und hol sie mit ins Boot. Vielleicht sogar wortwörtlich, indem ihr eine Bootstour unternehmt. Veranstalte einen Spieleabend, lade zum Kochen oder Grillen ein, geht gemeinsam für ein Wochenende campen.
Wenn du dein Digitalfasten dazu nutzen möchtest, Freundschaften und andere Beziehungen zu stärken, plan gemeinsame Aktivitäten, schreib Briefe oder überleg dir kleine Aufmerksamkeiten.
Tipp 6: Ehrliche Bestandsaufnahme
Wie oft schaust du aufs Handy? Und das, ohne einen wirklichen Grund dafür zu haben? Wie oft nutzt du den Taschenrechner, obwohl du die Rechnung im Kopf lösen könntest? Wie oft spielst du ein Handyspiel oder unterhältst dich mit lustigen Videos und Reels, anstatt ein Hobby zu verfolgen oder dich wirklich zu entspannen?
Wo besteht bei dir Verbesserungsbedarf? Zeigen sich bereits Anzeichen von Suchtverhalten?
Die Universität Bonn fand in der Menthal-Studie heraus, dass Menschen im Durchschnitt 53 bis 80 Mal pro Tag aufs Handy schauen. Also spätestens alle 15 Minuten zumindest einen Blick darauf werfen. Gesund und nötig? Wohl eher nicht.
Mach eine ehrliche Bestandsaufnahme und geh bewusster mit der Nutzung digitaler Geräte und Medien um. Die Anzahl der Blicke aufs Handy und die Verweildauer im Internet allein können schockierend sein und dich zu einem gesünderen Verhalten motivieren.
Tipp 7: Neues ausprobieren
Nutz das Digital Detox, um etwas Neues oder aber etwas Altes auszuprobieren – Hauptsache, es ist neu für dich. Mach einen Kurs an der Volkshochschule, such dir ein Hobby, lern ein Instrument, leg dir ein Aquarium zu, geh Reiten oder zum Indoor-Skydiving.
Es kann dir neue Welten fernab von digitalen Angeboten eröffnen, bringt neue Bekanntschaften mit sich und hilft dir dabei, dich selbst besser kennenzulernen.
Tipp 8: Alternativen finden
Den Weg finden, mit Menschen in Kontakt bleiben, Nachrichten lesen, wissen, welches Wetter ist, Musik hören, Rezepte nachkochen oder nachbacken, fit bleiben, an Aufgaben und Termine denken – all das ging lange, bevor es Smartphone, Tablet, Smartwatches und Apps ohne Ende gab.
Kauf mal wieder eine Zeitung oder hör Radio, wirf einen Blick aus dem Fenster und schätz das Wetter selbst ab, öffne ein Koch- oder Backbuch, führ händisch eine To-do-Liste und einen Terminkalender, nutz den Stadtplan aus Papier.
Musst du etwas mit Kollegen klären oder willst mit Freunden in Kontakt bleiben? Ruf sie an oder verabrede dich zu einem Treffen. Überleg dir bei alltäglichen Aufgaben, welche Alternativen zu den digitalen Lösungen existieren. Du schulst dabei nicht nur wichtige Fähigkeiten, sondern entstresst dein Leben merklich und reduzierst deine Abhängigkeit von der digitalen Welt.
Tipp 9: Gewohnheit etablieren
Beantworte Mails nur noch einmal am Tag, führe deine To-do-Liste und deinen Kalender von jetzt an handschriftlich, plane ein Telefonat täglich ein, anstatt Stunden bei WhatsApp und Messenger zu verbringen und schaffe Fokuszeiten, in denen du deiner Arbeit oder einem Hobby nachgehst und das Telefon ausbleibt.
Entscheide dich anfangs für eine Veränderung und behalte diese bei. Lass sie über die Wochen und Monate zur Gewohnheit werden und unternimm dann den nächsten Schritt zu einem gesünderen Umgang mit der digitalen Welt und den digitalen Helfern.
Tipp 10: Abschalten, was nervt
Du hast dein Handy eine Stunde weggelegt und jetzt scrollst du durch zig Push-up-Nachrichten, Textnachrichten und Erinnerungen? Schalt ab, was dich nervt und im Normalfall immer wieder ablenkt. Verzichte auf Push-Nachrichten, meld dich von Newslettern ab, die du sowieso nicht liest und schalte unnötige Erinnerungen aus.
Auch das gehört zum Digital Detox. Ebenso wie das Entfernen unnötiger Apps auf Telefon und Rechner und das bewusste Reduzieren der Programme, die du benutzt. Lass auch das zur Gewohnheit werden, indem du dein Smartphone und deinen Laptop mindestens einmal monatlich aufräumst und dabei loswirst, was dich nervt.
Digital Detox – ein gesunder Trend
Die Entwicklung verlief schleichend und doch ist ein Leben ohne Smartphone und Co. für viele schon längst nicht mehr vorstellbar. Umso wichtiger ist es, dass du bewusster damit umgehst und dich zumindest zeitweise von deinem Online-Leben trennst und dich wieder auf die reale Welt konzentrierst.
Du schonst damit deine Nerven, legst gesündere Gewohnheiten für dich fest und erlebst eine deutlich größere Vielfalt.








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