Wie erkenne ich falsche Freunde? 14 Anzeichen für schlechte Freundschaften

Freundschaften können eine wunderbare Sache sein. Oder etwas, das dich gewaltig nach unten zieht, deine Energie und deine Zeit verschwendet. Bist du an falsche Freunde geraten, beeinträchtigt das dein Leben in jeder Hinsicht. Zeit also, dich davon zu befreien und in Zukunft besser vor toxischen Menschen zu schützen.

  1. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr: was falsche Freunde anrichten
    1. Tipp 1: Warum seid ihr Freunde?
    2. Tipp 2: Die Freundschaft beruht auf Einseitigkeit
    3. Tipp 3: Falsche Freunde hören nicht zu
    4. Tipp 4: Hilfe? Gibt es nicht für dich
    5. Tipp 5: Du läufst auf Eierschalen – der Konflikt mit den Konflikten
    6. Tipp 6: Die Freundschaft ist an Bedingungen geknüpft
    7. Tipp 7: Dein Selbstbild leidet
    8. Tipp 8: Deine Probleme sind unwichtig
    9. Tipp 9: Keine Loyalität
    10. Tipp 10: Deine Grenzen zählen nicht
    11. Tipp 11: Wie lange liegt das letzte positive Erlebnis zurück?
    12. Tipp 12: Was passiert, wenn du das Verhalten spiegelst?
    13. Tipp 13: Komm drüber weg!
    14. Tipp 14: Wie fühlst du dich?
  2. Schütz dich vor falschen Freunden

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr: was falsche Freunde anrichten

Wahre Freunde unterstützen sich gegenseitig. Sie fangen sich auf, motivieren sich und tun sich gut. Klar gibt es auch bei ihnen Konflikte, aber die lösen sie und selbst wenn das Leben mal dazwischenkommt und Monate zwischen Treffen oder Gesprächen vergehen, sind sie doch immer füreinander da.

Falsche Freunde rauben dir hingegen Zeit und Energie, nutzen dich aus, halten dich klein und zerstören fortlaufend dein Selbstbewusstsein. Dabei binden sie oftmals auch reichlich Aufmerksamkeit, weil du dich beispielsweise ständig fragst, warum immer du dich melden musst oder warum du immer der Kummerkasten bist, deine Probleme aber unter den Teppich gekehrt oder belächelt werden.

Und obwohl die Antwort auf diese Fragen klar ist: Weil die Freundschaft keine wirkliche Freundschaft ist! – grübelst und ärgerst du dich immer wieder darüber. Strengst dich vielleicht noch mehr an, gibst dir noch mehr Mühe. Dabei wäre deine Aufmerksamkeit, Kraft und Zeit bei den gesunden und wohltuenden Beziehungen in deinem Leben deutlich besser aufgehoben.

Tipp 1: Warum seid ihr Freunde?

Habt ihr zahlreiche Gemeinsamkeiten, Spaß miteinander, unterstützt und helft ihr euch gegenseitig, feiert ihr zusammen Erfolge, wollt nur das Beste füreinander, fangt ihr euch bei Rückschlägen auf?

Oder: Musstest du gerade verdammt lange darüber nachdenken, warum ihr Freunde seid? Lass dir bei der Antwort Zeit und schau genau hin. Fangt ihr euch gegenseitig auf und motiviert euch, seid ihr gegenseitig füreinander da? Oder bist du zwar da, freust dich, motivierst und hörst zu – aber andersrum ist das nicht der Fall? Damit sind wir direkt beim zweiten Tipp, um falsche Freunde zu erkennen.

Tipp 2: Die Freundschaft beruht auf Einseitigkeit

Hörst du von einem Freund nie etwas, wenn du dich nicht meldest? Oder hörst du nur immer dann etwas, wenn ein Freund dich braucht? Wird dir zumindest gelegentlich die Frage gestellt, wie es dir geht und was in deinem Leben passiert? Oder kannst du dich beim allerbesten Willen nicht daran erinnern, wann das zuletzt der Fall war?

Wenn immer du fahren, immer du bezahlen, immer du bezahlen musst und nichts zurückkommt, hat die vermeintliche Freundschaft eine eindeutige Schlagseite.

Kannst du den Spruch „Ich muss alles und darf nichts, mein Freund darf alles und muss nichts“ anwenden? Dann handelt es sich um eine Freundschaft, die keine ist.

Tipp 3: Falsche Freunde hören nicht zu

Du hast gerade en Detail erfahren, was im Leben eines Freundes vor sich geht. Welche Probleme er hat, welche Erfolge er erzielen konnte, was in der letzten Zeit passiert ist, was er Neues entdeckt hat. Du setzt zum Erzählen von deinem Leben an und zack: Der falsche Freund fängt an, auf seinem Handy zu tippen, guckt in der Gegend rum, unterbricht dich ständig oder hat plötzlich keine Zeit mehr.

Mit anderen Worten: Er hat kein Interesse an deinem Leben und benötigt dich lediglich als Zuhörer und Fanclub für sich und seine Geschichten.

Tipp 4: Hilfe? Gibt es nicht für dich

Du bräuchtest mal ein offenes, verständnisvolles Ohr, einen Ratschlag, Hilfe beim Möbelaufbau oder jemanden, der deine Pflanzen gießt. Dafür sind Freunde da und kleine Freundschaftsdienste verstehen sich von selbst. Sie beruhen außerdem auf Gegenseitigkeit.

Nicht so bei falschen Freunden. In diesen darfst du nicht nur helfen, es wird in jedem Fall von dir erwartet. Nur andersrum funktioniert das nicht und du stehst allein da. Oder: Dir wird zwar widerwillig geholfen, dafür schuldest du aber mindestens drei Gefallen und ewige Dankbarkeit.  

Tipp 5: Du läufst auf Eierschalen – der Konflikt mit den Konflikten

Reicht ein falsches Wort, eine andere Meinung oder Erfahrung, damit du entweder Vorwürfe, Ausraster oder das Ende der Freundschaft befürchtest? Darfst du nicht sagen, wenn du etwas nicht in Ordnung findest oder anderer Meinung bist, weil dein Freund dich dann mit Schweigen straft, dich angreift oder dir Vorwürfe macht?

Konflikte sind in Beziehungen ganz normal. Ja, auch in den besten und engsten Freundschaften können mal verletzende Worte fallen oder unterschiedliche Meinungen haben. In gesunden und wahren Freundschaften führt das aber nicht zu hasserfüllten Angriffen oder zum Kontaktabbruch. Fühlst du dich, als würdest du auf Eierschalen laufen, ist zumindest ein klärendes Gespräch dringend nötig.

Tipp 6: Die Freundschaft ist an Bedingungen geknüpft

Vielleicht hast du Bekannte, mit denen du ausschließlich feiern gehst. Vielleicht hast du Kumpel, mit denen du Sport treibst oder sonst einem Hobby nachgehst. Und das ist vollkommen in Ordnung.

Basieren Freundschaften aber allein darauf, dass du bestimmte Klamotten trägst, nie Kritik aussprechen darfst, ständig teure Unternehmungen anstehen oder du eine bestimmte Funktion erfüllen musst, solltest du das Weite suchen.

Tipp 7: Dein Selbstbild leidet

Du hast einen Erfolgt erzielt, den du mit Freunden teilen und feiern willst. Aber statt Freude und Anerkennung bekommst du desinteressierte Reaktionen. Oder aber Kommentare, die dir die Freude nehmen:

„Naja, so toll ist das ja nun nicht.“

„Ich hab letztens etwas deutlich Besseres geschafft und nicht so angegeben.“

„Das ist ja schon mal ein kleiner Schritt, jetzt musst du aber noch…“

Falsche Freunde freuen sich nicht für dich. Sie machen dich runter, halten dich klein und bringen dir Neid entgegen. Deiner Erfolge sind nicht so toll, wie du denkst. Deine Rückschläge sind grundlegend vorhersehbar und dein Fehler, oder die Basis für Witze über dich. Deine Probleme spielen keine.

Apropos: Witze auf deine Kosten, öffentliches Vorführen und Belächeln finden sich oft bei falschen Freunden. Mit gegenseitigem Necken und Stänkern hat das allerdings nichts zu tun. Denn falsche Freunde sind häufig toxisch und wollen sich mit der Abwertung von dir selbst erhöhen. Eventuell werden dir sogar Schwächen oder Fehler angedichtet, um dich noch weiter runterzumachen.

Bist du diesem Einfluss ständig ausgesetzt, leiden darunter dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwert.

Tipp 8: Deine Probleme sind unwichtig

Du hast deinen Job verloren, hast eine Trennung hinter dir, kämpfst mit einem gesundheitlichen Problem oder schaust aus der Arbeit nicht mehr heraus. Ob du zum Opfer von Mobbing geworden bist oder gerade einen gewaltigen Durchhänger hast: Die Herausforderungen, Anstrengungen und Rückschläge in deinem Leben zählen nicht.

Falsche Freunde haben kein Mitgefühl und kein wirkliches Interesse daran, wie es dir geht, was du durchmachst und was du leistest. Außer für sie, natürlich.

Passiert ihnen nur ein Bruchteil davon, was du gerade ausstehst? Dann ist das eher vergleichbar mit einem Weltuntergang und sie sind mindestens Superhelden dafür, dass sie die Herausforderungen bewältigen.

Werden deine Probleme und Leistungen nicht ernstgenommen, ist das ebenfalls abwertend. Und ein deutliches Warnzeichen.

Tipp 9: Keine Loyalität

Ein Erlebnis mit einem „Freund“ hätte mich sofort dazu bringen sollen, die vermeintliche Freundschaft zu beenden. Obwohl es lange zurückliegt, war es einschneidend und verletzend. Es hat sich tief eingebrannt.

Mein damaliger Partner ging fremd. Als wäre das noch nicht schlimm genug gewesen, brüstete sich die Frau, mit der er fremdgegangen war, wie einfach es war, ihn zu verführen. Und weil auch das noch immer nicht reichte, machte sie sich an meinen besten Freund heran. Ich hätte zu diesem Zeitpunkt viel darauf gewettet, dass er sie eiskalt abblitzen lässt. Doch das Gegenteil war der Fall. Er stieg darauf ein, fühlte sich geschmeichelt und als ich darauf hinwies, dass er damit meine Gefühle verletzt und unsere Freundschaft mit Füßen tritt, wiegelte er das ab. Auch der Hinweis darauf, dass sie nicht an ihm interessiert war, sondern nur mich verletzen wollte, machte ihm die Situation nicht klar. Stattdessen sagte er zu mir „Mir hat sie nichts getan!“

Das ist natürlich vollkommen korrekt. Ihm hatte sie nichts getan. Mir hatte sie hingegen reichlich angetan und ein wahrer Freund hätte sich für die Freundschaft entschieden und sich für mich eingesetzt, anstatt mich zusätzlich zu verletzen.

Falsche und toxische Freunde sind illoyal. Sie werden dich im Stich lassen, sich gegen dich entscheiden, wenn etwas „Besseres“ auftaucht, und verfolgen ausschließlich ihre eigenen Interessen.

Tipp 10: Deine Grenzen zählen nicht

Übergriffiges Verhalten ist eines der Warnzeichen von Narzissten, anderen toxischen Menschen und falschen Freunden. Sie fahren dir über den Mund, reden ständig dazwischen, wahren deine Privatsphäre nicht und respektieren dein nein nicht. Sie werden dich manipulieren, dir ein schlechtes Gewissen einreden oder dich unter Druck setzen, um ihren Willen durchzuboxen.

Achte daher genau darauf, wie Menschen mit deinen Grenzen umgehen. Es sagt eine Menge über sie und eure Beziehung aus.

Tipp 11: Wie lange liegt das letzte positive Erlebnis zurück?

Wann habt ihr das letzte Mal zusammengelacht, ohne, dass es dabei auf deine Kosten ging? Wann hat dieser Freund zuletzt einfach so an dich gedacht und gefragt, wie es dir geht? Sich nach deinen Sorgen und Nöten erkundigt, sich aufrichtig bedankt, dir einen Gefallen getan oder dich aufgeheitert?

Wie lange musstest du gerade nachdenken? Fällt dir überhaupt etwas ein?

In jeder Beziehung gibt es hin und wieder Durchhänger. Vielleicht habt ihr gerade beide viel zu tun oder seid durch schwierige Lagen in anderen Bereichen des Lebens herausgefordert. Selbst dann hast du bei gesunden, wohltuenden Freundschaften aber reichlich, wirklich positive Erinnerungen. Bei falschen Freunden nicht.

Tipp 12: Was passiert, wenn du das Verhalten spiegelst?

Eines der deutlichsten Warnzeichen und ein Weg, falsche Freunde und toxisches Verhalten sofort zu erkennen und zu entlarven ist das Spiegeln des „Freundes“.

Wartest du ewig auf Antworten, wenn du etwas fragst und wirst einsilbig abgefertigt? Mach es nach.

Witze auf deine Kosten? Dreh den Spieß mal um.

Deine Probleme werden heruntergespielt? Zuck beim nächsten Problem deines Freundes mit den Schultern und füg an, er soll sich nicht so haben.

Du bekommst nie Hilfe? Dann hilf nicht mehr.

Abwertende Kommentare fliegen in deine Richtung? Kritisier drauf los.

Mit dem Spiegeln eines falschen Freundes erreichst du zwei Sachen:

  1. Dir wird bewusst, wie furchtbar du behandelt wirst. Das kann ausgesprochen schmerzhaft sein. Aber es ist wichtig und macht dir klar, wie die vermeintliche Freundschaft ausgelegt ist.
  2. Weist du wahre Freunde und wohlwollende Menschen auf ihr Verhalten hin oder spiegelst es, ist die Einsicht für sie nicht angenehm. Aber sie wird kommen. Gemeinsam mit einer Entschuldigung an dich und einer Änderung des Verhaltens. Bei falschen Freunden kannst du dich schon mal auf Ausraster und Vorwürfe einstellen, die genauso falsch sind wie sie.

Tipp 13: Komm drüber weg!

Stell dir vor, du hattest einen anstrengenden Tag auf Arbeit. Oder vielleicht eine anstrengende Woche. Du bist gestresst, genervt, müde und frustriert. Ein Freund meldet sich bei dir und du fährst ihn an.

Es kann absolut jedem passieren, schlechte Laune an der falschen Stelle auszulassen oder sich im Ton zu vergreifen. Ja, auch wahren Freunden. Der Unterschied zu falschen Freunden:

Liegt einem Menschen etwas an dir, wird er die Entgleisung sofort bereuen. Er wird sich aufrichtig bei dir entschuldigen und zerknirscht sein. Und er wird in Zukunft alles daransetzen, deine Gefühle nicht erneut zu verletzen.

Ein falscher Freund wird dir vorwerfen, zu empfindlich zu sein. Er wird dir vorwerfen, du seist nachtragend – selbst, wenn es gerade eben erst passiert ist oder zum 50. Mal auftritt. Er wird Muster abstreiten, wenn es immer wieder zu verletzten Gefühlen kommt und er wird dir sagen „Komm drüber weg!“. Verantwortung für sein Verhalten wird er nicht übernehmen.

Tipp 14: Wie fühlst du dich?

Eine vermeintliche Freundin lud mich gelegentlich zu sich ein. Also fuhr ich insgesamt 1.100 km, nahm mir extra frei, musste meine Tiere betreuen lassen und nach jedem einzelnen Besuch bei ihr fragte ich mich: Was mache ich eigentlich hier?

Denn zwar lud sie mich ein, aber sie nahm sich bei keinem einzigen Besuch Zeit für mich. Sie fragte nie, was ich essen oder trinken wollte, obwohl sie das bei allen anderen machte. Sie machte nie Pläne, damit wir irgendetwas unternehmen konnten. Am Ende jeden Besuchs stand dann eine Entschuldigung dafür, dass sie keine Zeit gehabt hätte. Doch die hatte sie ganz eindeutig.

Was mache ich eigentlich hier? Warum macht sie das? Ich war jedes Mal enttäuscht, fühlte mich zurückgewiesen und war verwirrt.

Einer der wichtigsten Faktoren zum Erkennen eines falschen Freundes sind deine Gefühle. Wie geht es dir nach einem Gespräch oder Treffen? Fühlst du dich verstanden, angenommen und gut aufgehoben? Oder fragst du dich mal wieder, ob etwas mit dir nicht stimmt? Wirst du immer wieder verletzt und enttäuscht? Willst du Treffen absagen, weil du schon weißt, dass du dich im Anschluss furchtbar fühlen wirst?

Tut dir der vermeintliche Freund gut oder vermittelt er dir, du seist nicht gut genug?

Es ist alles andere als selten, dass Menschen Entschuldigungen für verletzendes Verhalten erfinden, lieber falsche Freundschaften pflegen, als allein zu sein oder das Ungleichgewicht in Beziehungen als normal empfinden, weil sie immer wieder so behandelt werden. Auch Hoffnung kann eine Rolle spielen, wenn du glaubst, das abwertende Verhalten würde sich irgendwann zum besseren Wenden.

Achtest du auf deine Gefühle, ist dir oftmals schon bewusst, dass dir eine Freundschaft nicht guttut.

Schütz dich vor falschen Freunden

Die folgenden Tipps helfen dir dabei, wahre Freunde von falschen Freunden zu unterscheiden. Binde sie in deinen Alltag ein, um dich vor toxischen Menschen zu schützen.

  • Setz klare Grenzen und bestehe darauf, dass sie eingehalten werden.
  • Achte auf Warnzeichen, wie übergriffiges Verhalten, Einseitigkeit, Witze auf deine Kosten oder fortlaufende Kritik.
  • Betreibe regelmäßig Frühjahrsputz im Freundeskreis und nimm dabei deine Beziehungen unter die Lupe.
  • Nimm deine Gefühle ernst.
  • Investier mehr Zeit und Energie in die Freundschaften, die dir guttun.

Auf diese Weise gestaltest du dein Umfeld positiver und gesünder, was zu deinem Glück und zu mehr Erfolg führen kann.

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