Was du mit 20 wissen solltest, aber erst mit 40 lernst

Mit 40 sieht die Welt eine ganze Ecke anders aus als mit 20. Die Energie scheint weniger zu sein, dafür füllen die Erfahrungen ganze Bände. Wer nochmal zurückgehen und das jüngere Ich warnen könnte, würde das tun – denn so manche Fehler rächen sich lange und deutlich stärker als gedacht. Also mach sie am besten gar nicht erst und lern aus den folgenden Tipps, was dich zurückhält und was dich weiterbringt.

  1. Manche Erfahrungen musst du selber machen, aber nicht jeden Fehler
    1. Achte auf deine Gesundheit
    2. Du kannst niemanden ändern
    3. Falsche Freunde rauben dir Energie und Jahre deines Lebens
    4. Fang an zu sparen
    5. Qualität geht über Quantität
    6. Selbstständigkeit bringt dich weiter
    7. Narzissten und toxische Menschen sind überall
    8. Sichere dich ab
    9. Mach nicht die Fehler anderer
    10. Selbstreflektion wird unterschätzt  
    11. Sich zu verbiegen, lohnt sich nicht
    12. Schaff dir ein zweites Standbein
    13. Lern, das Alleinsein zu genießen
    14. Pflege wohltuende Freundschaften – auch über weite Entfernungen hinweg
    15. Du musst nicht jeden Trend mitmachen
    16. Pflege Haut, Haar und Zähne
  2. Lern gelegentlich von anderen

Manche Erfahrungen musst du selber machen, aber nicht jeden Fehler

Es gibt Dinge im Leben, die jeder selbst erfahren muss. Allerdings musst du nicht jeden Fehler machen, den andere vor dir gemacht haben. Hör zu, wenn ältere Menschen dich warnen, dir Tipps geben oder von ihren Erfahrungen berichten. Denn, auch wenn du es nicht wahrhaben willst, irgendwann waren sie in deinem Alter und in ähnlichen Situationen.

Vor 20 Jahren wurde eine Freundin von ihrer Mutter gewarnt: „Du machst genau die gleichen Fehler wie ich damals.“ Die Freundin behauptete in jugendlicher Arroganz, ihre Mutter hätte keine Ahnung, würde ihr ihr Glück nicht gönnen und überhaupt sei das alles ganz anders. Heute ist sie so richtig angekommen, in den Fußstapfen ihrer Mutter. Bis hin zur Beziehung, in der sie von Anfang an nicht glücklich war und zur tiefen Verbitterung.

Willst du das vermeiden? Dann lies weiter.  

Achte auf deine Gesundheit

Mit 20 steckt der Körper so einiges weg. Schlafmangel, zu wenig Sport und Fast Food und dennoch schlanke Linie, zu viele Feiern und zu wenig Fürsorge. Mit 40 macht sich der frühere Raubbau überdeutlich bemerkbar. Dazu fällt es mit zunehmendem Alter immer schwerer, neue Gewohnheiten zu entwickeln oder alte abzulegen.

Also: Schaff jetzt sofort gesunde Gewohnheiten, nimm jede Vorsorgeuntersuchung beim Arzt mit, treib Sport und leg Wert auf deine Ernährung.

Du kannst niemanden ändern

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Was gelegentlich eine gute Sache ist, motivieren und beim Durchhalten helfen kann, kann dich ebenso in ungesunden Situationen und Beziehungen halten.

Nein, aus dem lügenden und betrügenden Typen wird nicht der romantische Traumprinz, der dich auf Händen trägt. Die Freundin, die ständig Witze auf deine Kosten macht, wird nicht schlagartig nett. Du kannst niemanden umerziehen und deine Liebe wird niemanden heilen oder ändern.

Falsche Freunde rauben dir Energie und Jahre deines Lebens

Aggressionen, abwertende Kommentare, deine Nummer ist nur bekannt, wenn deine Hilfe gebraucht wird, Lügen, ständige Kritik, Witze auf deine Kosten, deine Grenzen überschreiten – es gibt Menschen, die es trotz dieser Eigenschaften und eindeutig toxischen Faktoren schaffen, Freundschaften vorzugaukeln.

Vielleicht, weil sie die Macht über dich genießen. Weil sie einen Fanclub oder Hilfe brauchen. Oder, weil sie dich ausnutzen können.

Wähle deine Freunde mit Bedacht aus und betreibe regelmäßig Frühjahrsputz im Freundeskreis, um dich vor diesen Energieräubern zu schützen. Anderenfalls wirst du Unmengen Zeit auf die falschen Menschen verschwenden, bis sie dich fallen lassen und du verwirrt und verletzt zurückbleibst.

Fang an zu sparen

Finanzielle Freiheit und finanzielle Sicherheit sind in jedem Alter wichtig. Also leg so zeitig wie möglich den Grundstein dafür. Auch wenn du noch keine Unmengen ansparen kannst: Auch kleine Beträge summieren sich und du legst dir damit eine weitere gesunde Angewohnheit zu.

Qualität geht über Quantität

In allen Bereichen. Freundschaften, Beziehungen, Klamotten, Essen und sogar Partys. Anstatt also möglichst viel anzuhäufen, schau bei der Qualität genauer hin.

Selbstständigkeit bringt dich weiter

Immer für alles Hilfe zu brauchen ist nervig, abträglich für deine Selbstwirksamkeit und dein Selbstbewusstsein. Auf Dauer ist es gegebenenfalls auch teuer, für Kleinkram auf andere angewiesen zu sein und dafür zu bezahlen. Also lern so viel wie möglich selbst und feiere deine Lernerfolge.

Narzissten und toxische Menschen sind überall

Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörungen, starken narzisstischen oder toxischen Zügen zeigen sich in der Öffentlichkeit meistens von der allerbesten Seite. Sie können andere mit Leichtigkeit um den Finger wickeln und sie für sich einnehmen.

Lernst du sie besser kennen, fällt die Maske allmählich weg und du wirst mit ihrem wahren Ich konfrontiert. Lern die Warnzeichen kennen, an denen du toxische Menschen erkennst und verabschiede dich so zeitig wie möglich von ihnen. Fällst du immer wieder auf sie herein? Dann verbessere deinen Selbstschutz frühzeitig im Leben. Anderenfalls verhält es sich noch schlimmer als bei falschen Freunden, den Narzissten werden viel daran setzen, dein Leben zu zerstören oder zumindest deinen Ruf.

Halte es mit einem der bekanntesten Zitate von Maya Angelou: Wenn dir jemand sein wahres Gesicht zeigt, glaub ihm beim ersten Mal.

Sichere dich ab

Im Leben läuft vieles anders als geplant und ein kleiner Unfall, ein boshafter Mensch können es stärker und länger beeinflussen, als dir lieb ist. Schütz dich so gut wie möglich durch Versicherungen und dadurch, dass du wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernst und schulst. Fahrsicherheitstraining, Erste-Hilfe-Kurs und Selbstverteidigung sind gute Investitionen.

Mach nicht die Fehler anderer

Ob es darum geht, viel zu schnell zu heiraten, Kinder zu bekommen, obwohl du dir unklar darüber bist, ob du überhaupt eins möchtest, von einer Beziehung zur nächsten zu gehen oder dich ständig für andere zu verbieten: Mach nicht die Fehler anderer, um dazuzugehören.

Wenn du beim genauen Nachdenken über deine Gründe feststellst, dass dir außer „weil es alle anderen machen“ keine wirklichen, authentischen Motivationen einfallen, dann lass es.

Will dich jemand warnen, bevor du einen potenziellen Fehler machst? Denk darüber nach.

Selbstreflektion wird unterschätzt  

Je älter reflektierte Menschen werden, desto mehr fällt ihnen auf, wie unreflektiert andere sind. Freundinnen regen sich jahrelang über ihre Mütter auf – und werden dann zu ihnen. Freunde wundern sich darüber, dass sie immer wieder die gleichen Misserfolge erleben und immer wieder in den gleichen Situationen landen – suchen den Fehler aber ausschließlich bei anderen und reflektieren nie ihr Verhalten.

Mach es besser. Statt andere zu verurteilen, wechsle zumindest gelegentlich in die Introspektive. Übe dich n Selbstreflektion, auch wenn das schwerfällt und anstrengend ist. Du musst dafür nicht dem Selbstoptimierungswahn verfallen, aber dich zu hinterfragen bringt dich weiter.  

Sich zu verbiegen, lohnt sich nicht

Erinnerst du dich an die Freundin, die sogar von ihrer Mutter vor der Wiederholung ihrer Fehler gewarnt wurde? Einer dieser Fehler war es, sich für andere zu verbiegen. Sie war so erpicht darauf, dazuzugehören und auf Teufel komm raus „Freundschaften“ und „Beziehungen“ einzugehen, dass sie am laufenden Band Gemeinsamkeiten vortäuschte. Sie hatte keine Meinung zu irgendetwas, sondern schloss sich einfach anderen an.

Ihr Partner wollte etwas? Sie wollte das auch schon immer, sprang in Aktion und erfüllte ihm den Wunsch! Auch, wenn sie sich letzte Woche noch darüber lustig gemacht hatte und das nicht im Entferntesten ihrem Wunsch entsprach. Er machte ihr Vorschriften, sie folgte. Ihre eigenen Wünsche und Interessen gingen darüber vollkommen verloren.

Heute hat sie keine Freunde, eine unglückliche Beziehung und keine Ahnung, was sie eigentlich will. Dafür hat sie auf reichlich verzichtet, zahlreiche Chancen verpasst und Unmengen Frust angestaut.

Mach es besser. Verbieg dich nicht für andere und nicht aus der Angst heraus, allein zu sein. Denn Gemeinsamkeiten vorgaukeln, andere nachmachen und nicht authentisch zu sein, macht dich am Ende deutlich einsamer. Das gilt selbst dann, wenn du von unzähligen Menschen umgeben bist.

Schaff dir ein zweites Standbein

Baust du Möbel, bist Musiker oder begnadet bei der Herstellung von Schmuck? Kannst du hervorragend Nachhilfe geben oder besonders gut mit Hunden umgehen? Entwickle deine Interessen und Talente weiter und bau dir damit ein zweites Standbein auf. Ob du Services anbietest oder deinen eigenen Online-Shop aufbaust, ein zusätzliches Einkommen zu schaffen, geht nicht so schnell wie gedacht. Fang also frühzeitig damit an und erfüll dir dabei gleich noch einen Traum, deine Talente gewinnbringend einzusetzen.  

Lern, das Alleinsein zu genießen

Schule, Studium, Berufseinstieg, Freunde, Kollegen, Mitbewohner – die meisten Menschen sind in ihren 20ern permanent von anderen umgeben. Darüber kann das Genießen des Alleinseins verloren gehen.

Reservier Termine für deine Me-Time und lern die Auszeit von anderen Menschen zu genießen.

Pflege wohltuende Freundschaften – auch über weite Entfernungen hinweg

Was macht eigentlich XY? Wenn du dich nach vielen Jahren fragst, was aus guten Freunden geworden ist, hast du schon reichlich verpasst. Lass weder Leben noch Abstand dazwischenkommen und pflege wohltuende Freundschaften. Schafft euch ein Ritual, wie ein Telefondate jeden Monat oder einen Besuch pro Jahr.

Du musst nicht jeden Trend mitmachen

Ob in Hinblick auf deinen Look, ständige Reisen, Social Media, Dating oder Essen: Du musst und solltest! nicht jeden Trend mitmachen. Hinterfrag Trends stattdessen kritisch und sag zumindest hin und wieder bewusst nein.

Pflege Haut, Haar und Zähne

Irgendwann kommt die Zeit, in der du den vergessenen Sonnenschutz bereust, die häufigen Blondierungen, ausgelassenen Kopfhautmassagen und, dass du nicht häufiger beim Zahnarzt warst. Pflege und erhalte deine Haut, Haare und Zähne und bewahr dir damit so lange wie möglich ein jugendliches Aussehen.

Lern gelegentlich von anderen

Selbst mit den allerbesten Vorsätzen und sämtlichen Tipps der Welt wirst du mit 40 zurückschauen und dir wünschen, du hättest das eine oder andere früher gewusst, anders gemacht oder besser verstanden.

Dennoch kannst du von anderen, älteren Menschen lernen. Frag gelegentlich gezielt nach: Was hättest du rückblickend anders gemacht? Was würdest du immer wieder so tun? Was bereust du? Die Antworten darauf werden dich mit Sicherheit überraschen.

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