Green Living in der Stadt – geht das überhaupt? 23 Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Grüner und nachhaltiger zu leben ist im modernen Alltag nicht immer einfach. Dennoch ist es mit den richtigen Tipps möglich, umweltschonender zu agieren und bewusster mit Ressourcen umzugehen. Gestaltest du deine Handlungen und deine Umgebung grüner, kannst du zusätzlich andere inspirieren und mit gutem Beispiel vorangehen.

  1. Grüner und nachhaltiger leben mitten in der Stadt
    1. Ausflüge
    2. Balkonbepflanzung
    3. Balkonkompost
    4. Bienenfreundliche Pflanzen ziehen und verschenken
    5. Brache Bereiche bepflanzen
    6. Fenster isolieren
    7. Food Sharing
    8. Freizeit an der frischen Luft
    9. Homeoffice nutzen
    10. Indoor-Garten
    11. Leihen statt kaufen
    12. Meal Prep
    13. Mit Sonne heizen
    14. Offene Bücherschränke
    15. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
    16. Radfahren
    17. Solarkraftwerk auf dem Balkon
    18. Upcycling
    19. Urban Beekeeping
    20. Verschenken und verkaufen
    21. Wände dämmen
    22. Wassersparende Wasserhähne und Duschköpfe
    23. Zero Waste
  2. Umweltbewusster in der Stadt leben – einfacher als gedacht

Grüner und nachhaltiger leben mitten in der Stadt

Städtisches Leben bringt einige Vorteile mit sich. Viel Platz, Grün und frische Luft gehören in der Regel nicht dazu. Mit dem richtigen Vorgehen kanns du dennoch dazu beitragen, nachhaltiger zu leben und dein Umfeld grüner zu gestalten.

Ausflüge

Ist Hundehaltung in der Stadt artgerecht? Diese Frage wird kontrovers diskutiert. Neben dem Lärm, den Abgasen und dem geringen Platz für Freilauf, wird häufig das fehlende Grün kritisiert. Keine Sorge, sagen einige Hundehalter und fahren für jede Gassirunde in den Wald, aufs Land oder in Naherholungsgebiete. Ähnlich verhält es sich mit Naturfreunden, die spätestens jedes Wochenende aufs Land pilgern.

Der dabei verfahrene Treibstoff und die entstehenden Abgase sind vieles, aber grün und unvermeidbar sind sie nicht. Umweltfreundlicher ist es hier, Fahrgemeinschaften zu gründen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder einen Umzug in Betracht zu ziehen. Auch das Finden von Alternativen zu den Ausflügen innerhalb der Stadt bietet sich an.

Balkonbepflanzung

Steht dir ein Balkon oder gar eine Dachterrasse zur Verfügung? Begrün sie! Aber richtig. Leider machen viele Menschen den Fehler, auf rein dekorative Blühpflanzen zu setzen. Diese produzieren zwar ebenfalls Sauerstoff und filtern die Luft, ansonsten sehen sie aber einfach nur nett aus.

Besser: Setz auf Obst, Gemüse, Kräuter und bienenfreundliche Gewächse. Das bereichert nicht nur deinen Speiseplan und schont dein Budget, sondern trägt auch zum sinnvollen Einsatz von Wasser bei.

Balkonkompost

Entsorg deinen Biomüll sinnvoll und umweltbewusst direkt auf dem Balkon – und zwar ohne unangenehme Gerüche. Balkontonnen und Balkon-Komposter machen es möglich. Du stellst dabei hochwertige Erde her, die du direkt für die Balkonpflanzen oder deinen Indoor-Garten verwenden kannst, sparst Geld und stärkst dein Bewusstsein für deinen Abfall.

Bienenfreundliche Pflanzen ziehen und verschenken

Es gibt eine ganze Reihe an Pflanzen, die besonders gute Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge darstellen. Hast du Spaß am Kultivieren von Gewächsen, willst nachbarschaftliche Beziehungen verbessern und der urbanen Tierwelt etwas Gutes tun? Zieh sie in großer Anzahl vor und verschenk sie im Anschluss. Wer sagt schon nein dazu, kostenlos Balkon, Dachterrasse oder Fensterbank zu begrünen?

Brache Bereiche bepflanzen

Brache Flächen wie Seitenstreifen oder Verkehrsinseln werden oft auch als graue Bereiche bezeichnet. Wo Unkraut und Gräser wachsen, kann auch anderes gedeihen. So dachten einige Menschen und fingen damit an, Urban Gardening oder auch Guerilla Gardening zu betreiben. Sie begrünten und verschönerten, pflanzten bienenfreundliche Gewächse und Essen auf den ansonsten ungenutzten Flächen an.

Klingt toll? Ist aber illegal. Zumindest, sofern du zuvor keine Genehmigung vom Grünflächen-Amt einholst. So absurd diese Vorschrift auch ist, sichere dich ab und leg erst dann los. Viele Städte wollen grüner werden und begrüßen derlei Vorhaben. Aktionen mit deinen Nachbarn oder mit Schulen bieten sich hierfür ebenfalls an.

Fenster isolieren

Im Winter läuft die Heizung auf Hochtouren, im Sommer verbrauchen Ventilatoren und Klimaanlagen Unmengen Strom. Kein Wunder, denn gerade im Sommer staut sich die Hitze innerhalb von Städten teilweise so stark, dass sie sich in Öfen verwandeln.

Isolier deine Fenster durch reflektierende, dämmende Fensterfolie, dämmende Vorhänge und Pflanzen von außen und innen. Hierdurch reduzierst du den Energieverlust ohne bauliche Veränderungen und gestaltest die Temperatur in deiner Wohnung konstanter.

Extra-Tipp: Schlag deinem Vermieter eine begrünte Fassade vor. Diese ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern wirkt der Hitze in den Wohnräumen auch kostengünstig und mit geringem Aufwand entgegen.

Food Sharing

Hast du mal wieder zu viel eingekauft oder willst Lebensmittelverschwendung reduzieren? Setz auf Foodsharing oder Too Good To Go. Die Anmeldungen bei den Apps sind kostenlos und helfen dabei, zum einen kostengünstiger oder sogar kostenfrei Lebensmittel zu beziehen und sie zum anderen sinnvoll zu verteilen.

Öffentliche Regale, Kühlschränke, Körbe oder direktes Abholen zu geringeren Preisen bei Restaurants, Bäckereien und Supermärkten stehen dabei zur Verfügung.

Freizeit an der frischen Luft

Ein Vorteil vom Leben in der Stadt soll sein, dass sich in direkter Umgebung zahlreiche Möglichkeiten der Beschäftigung finden. Dennoch sieht die Freizeit der meisten so aus, dass sie nach Feierabend auf die Couch fallen und stundenlang fernsehen, während nebenbei Tablet, Laptop und Smartphone auf Hochtouren laufen.

Besser: Freizeit im Freien. Triff dich mit Freunden im Park, anstatt nur mit ihnen zu chatten. Geht spazieren, auf Foto-Tour, joggen oder findet heraus, welche Angebote sich in der Nähe finden. Betreib Indoor-Gardening oder wähle Hobbys, die ohne Strom auskommen. Du senkst damit nicht nur deine Energierechnung, sondern wirst auch zufriedener und glücklicher.

Homeoffice nutzen

Du musst nicht jeden Tag ins Büro? Dann fahr auch nicht hin. Oder zumindest mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachhaltigkeit und Bürozwang passen nicht zusammen.

Wer remote arbeiten kann, sollte das auch tun und dadurch mitten in der Stadt grüner und nachhaltiger leben.

Indoor-Garten

Obst, Gemüse, Kräuter, Salat, Sprossen – vieles lässt sich das ganze Jahr über in der Wohnung kultivieren. Dazu gehören auch Pilze wie Champignons. Der Indoor-Garten reguliert das Raumklima, senkt deine Ausgaben für Lebensmittel, reduziert das Abfallaufkommen merklich und verschafft dir gleichzeitig ein Hobby, das hohem Blutdruck entgegenwirkt und Stress abbaut.

Ganz nebenbei ist der Garten in der Wohnung mit einigen Tricks platzsparend, dekorativ und in mehr als einer Hinsicht gut für deine Gesundheit.

Leihen statt kaufen

Polsterreiniger, Bohrmaschine, Anhänger, Spielekonsole – statt alles selbst anzuschaffen, finden sich in einigen Städten bereits „Teilen statt kaufen“-Apps und Initiativen. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch Ressourcen und kann zu neuen Bekanntschaften führen.

Meal Prep

Seltener einkaufen, seltener kochen und dennoch gesünderes und jederzeit schneller Essen auf dem Tisch? Mit durchdachtem Meal Prep wird es möglich. Nutz Angebote, schon dein Budget, spar Zeit, Strom und Wasser, indem du sinnvoll vorkochst.

Mit Sonne heizen

Erst sollst du die Fenster isolieren, dann mit der Sonne heizen? Ja, beides ist möglich. Hast du Fenster gen Süden, halte die Vorhänge im Winter während der Mittagszeit offen. Bei kräftiger Sonneneinstrahlung kann die Raumtemperatur um einige Grad steigen. Das reicht zwar in der Regel nicht als alleinige Heizung aus, unterstütz aber und ist damit umwelt- und budgetschonend.

Offene Bücherschränke

Fertiggelesen? Teil deine Bücher mit anderen und nimm dir selbst neue Lektüre mit. Offene Bücherschränke einzurichten und zu nutzen, gibt dir die Vorzüge eines echten, gedruckten Buches bei gleichzeitig weniger Ausgaben und weniger Papierverbrauch. Das schont den Baumbestand und dein Budget.

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Die kürzeren Wege in Städten werden oft als unschlagbarer Vorteil gegenüber dem Landleben genannt. Dennoch nutzen viele aus Bequemlichkeit ihr Auto und verbringen lieber reichlich Zeit im stockenden Verkehr oder Stau als mit Fremden in Bus und Bahn. Mal schnell zum Baumarkt? Selbst wenn es nur für ein paar Schrauben ist, die du erst nächste Woche brauchst?

Bessere Planung und weniger Bequemlichkeit machen es möglich, seltener auf das Auto umzusteigen.

Radfahren

Kennst du auch diese Menschen, die sich ins Auto setzen, ins Fitnessstudio fahren und sich dann dort auf ein Ergometer setzen oder auf dem Laufband losrennen? Diese Logik ist vergleichbar damit, den Aufzug zu nutzen, weil Treppensteigen anstrengend ist. Und dann dafür zu bezahlen, dass du auf einem Stepper Treppensteigen simulierst.

Geh öfter zu Fuß, nutz dein Fahrrad und mach dir bewusst, dass du damit direkt einen Teil deines Workouts erledigst, Geld sparst und die Umwelt schonst.

Solarkraftwerk auf dem Balkon

Balkonkraftwerke und Solarpaneele werden immer günstiger in der Anschaffung und immer kompakter in den Ausmaßen. Ob du damit dein Handy lädst, Pflanzenlampen betreibst oder die Klimaanlage im Sommer am Laufen hältst – Wohnungen mit einer sonnigen Südseite und Dachterrassen sollten in dieser Hinsicht nicht ungenutzt bleiben.

Upcycling

Wir leben noch immer in einer Wegwerf-Kultur. Wurden kleine Defekte und Abnutzungserscheinungen früher noch repariert und vieles restauriert, kommt es heute deutlich schneller auf die Halde.

Besser: Orientier dich am Minimalismus, kauf bedachter ein und werde nicht mehr zum Opfer jedes Trends. Übe dich stattdessen im Upcycling oder in der kreativen Zweckentfremdung. Reparieren und restaurieren sind zugleich wunderbare Hobbys, die entspannen und deine Fähigkeiten und Fertigkeiten schulen.

Urban Beekeeping

Bienen haben es nicht nur ein bisschen schwer. Krankheiten, die sich zu Seuchen entwickeln, immer knapper werdende Nahrung und verkleinerte Lebensräume setzen ihnen zu. Dagegen kannst du auch mitten in der Stadt etwas unternehmen. Urban Beekeeping ist eine ausgesprochen lohnenswerte Entwicklung und sollte von deutlich mehr Menschen betrieben werden.

ABER: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Das gilt auch beim Imkern. Lass dich daher umfassend schulen, um den Tieren eine bessere Basis zu schaffen und ihnen nicht versehentlich zu schaden.

Verschenken und verkaufen

Eigentlich ist das noch gut, nur du hast keine Verwendung mehr dafür. Wer aussortieren oder den Hausrat verkleinern will, hat dafür reichlich Optionen. Entsorgen, spenden, verkaufen oder verschenken kommen in Frage.

Verkaufen wäre super, schließlich besserst du damit auch gleich noch die Kasse auf. Nur geht das häufig mit reichlich Nerv einher, der sich bei kleinen Dingen nicht lohnt. Das Einstellen bei Kleinanzeigen frisst Zeit und das Beantworten dummer Fragen erst recht. Dazu dann noch verschicken? Für viele rechtfertig der marginale Gewinn den Aufwand nicht. Bei Spenden scheint es sich ähnlich zu verhalten. Erst rumtelefonieren, bis jemand die Sachspenden haben möchte und dann auch noch hinfahren? Wer hat so viel Zeit?

Kein Wunder also, dass viele Menschen weiterhin verwendbare Sachen entsorgen. Im Vergleich ist das deutlich einfacher und schneller.

Besser: Verschenk es, und zwar ohne großen Aufwand. Weise in den Kleinanzeigen auf das Verschenken an Selbstabholer hin und stell alles vor für eine begrenzte Zeit vor die Tür. Natürlich mit dem Hinweis darauf, dass es abgeholt wird. Was am Ende des Tages nicht mitgenommen wurde, kannst du entsorgen. Du verringerst dadurch das Müllaufkommen und schonst die Umwelt, während du gleichzeitig anderen eine Freude bereitest.

Wände dämmen

Wer ein Eigenheim baut, hat einige Probleme nicht. Neben den modernen Dämmungen gehören dazu auch die Geräusche der Nachbarn und Verkehrslärm. Bauliche Veränderungen an einer Mietwohnung vorzunehmen, gestaltet sich schwieriger. Zudem sehen viele nicht ein, die Wohnung nachhaltig aufzuwerten und das auf eigene Rechnung. Schließlich muss der finanzielle und zeitliche Aufwand bei einem Umzug zurückgelassen werden.

Allerdings musst du dank moderner Lösungen nichts zurücklassen und kannst mit einfachen Elementen und wenig Aufwand große Effekte erzielen. Akustikpaneele aus hochwertigen Materialien schlucke nicht nur Schall, sondern haben auch eine isolierende Wirkung gegen Hitze und Kälte. Sie senken deine Nebenkosten und schonen damit die Umwelt. Gleichzeitig reduzieren sie Stressoren. Du hörst deine Nachbarn nicht mehr und deine Nachbarn hören dich nicht mehr. Oder zumindest deutlich weniger. Dazu kannst du die Paneele einfach mitnehmen, wenn du umziehst.

Wassersparende Wasserhähne und Duschköpfe

Geringer Aufwand, geringe Ausgaben und doch ein großer Effekt – tauschst du die Wasserhähne und Duschköpfe gegen wassersparende Varianten, sinken deine Nebenkosten, während dein Komfort erhalten bleibt. Ein geringerer Wasserverbrauch ist wiederum gut für die Umwelt.

Zero Waste

Zero Waste – also Null Müll – ist ein hehres Ziel. Erscheint aber kaum möglich zu sein. Gerade in der Stadt. Selbst das Biogemüse hat Umverpackungen. Von den eingeschweißten Gurken bis zu den Kiwis in der Plastikpackung ist es schwierig gesund zu essen und gleichzeitig weniger Müll anzuhäufen.

Auch, wenn du nicht alles umsetzen kannst, hast du doch reichlich Möglichkeiten dein Abfallaufkommen zu reduzieren. Nur einige davon:

  • kauf auf Wochenmärkten ein
  • kauf Großpackungen auf Vorrat
  • wähle verpackungsfreie Supermärkte
  • entscheide dich für Mehrweg statt Einweg
  • pflege einen Indoor-Garten

Umweltbewusster in der Stadt leben – einfacher als gedacht

Kleine Veränderungen, große Wirkung – ob du eine Fahrt pro Woche komplett durch Gehen oder Radfahren ersetzt, deinen Balkon bienenfreundlicher bepflanzt oder anfängst, Meal Prep zu betreiben, du leistest damit einen entscheidenden Beitrag zur Schonung der Umwelt.

Radikale Umstellungen sind dafür nicht nötig. Geh stattdessen einen Schritt nach dem anderen und steigere dich allmählich. Das ist deutlich erfolgsversprechender.

Hinterlasse einen Kommentar

Mein Leben Eben

Finde Ratgeber, Rezepte, Tipps und spannende Themen, die uns alle angehen. Mach dir dein Leben leichter, gestalte es aufregender oder entspannter – MeinLebenEben hilft dir dabei!

Let’s connect