Nach außen wirken sie wie ein glückliches Paar, das so ziemlich alles hat. Haus, Kinder, drei Urlaubsreisen pro Jahr und natürlich den Familienhund, der die Fotos der Bilderbuchfamilie perfekt macht. Sie haben viel, wofür sie dankbar sein können, und sind in einer glücklichen Beziehung. Und doch geht einer fremd. Gibt es das? Die glückliche Partnerschaft mit Fremdgehen? Gehen wir dieser Frage auf den Grund.
- Fremdgehen trotz glücklicher Partnerschaft – gibt es das überhaupt?
- Ego-Boost durch One-Night-Stand
- Verliebtheit falsch interpretieren
- Den Kick suchen
- Reiz des Neuen draußen – sichere Verlässlichkeit drinnen
- Mit Seitensprung zur Selbstfindung?
- Lässt sich Fremdgehen vorbeugen?
- Fremdgehen in glücklichen Beziehungen – gibt es das überhaupt?
Fremdgehen trotz glücklicher Partnerschaft – gibt es das überhaupt?
Die meisten nehmen an, dass Fremdgehen ein Symptom für Beziehungsprobleme ist. Wer Sex mit anderen hat oder sogar eine Affäre über Jahre hinweg führt, muss in der Beziehung unzufrieden sein. Das stimmt aber nur bedingt.
Ja, Unzufriedenheit, fehlende Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Liebe und Anerkennung sind Gründe für das Fremdgehen und so glücklich wie die Beziehung nach außen wirkt, ist sie innen drin in diesen Fällen einfach nicht. Das tritt schockierend oft auf. Warum Paare trotzdem zusammenbleiben, ist ebenso vielschichtig wie die Antwort auf das Fremdgehen.
Was aber, wenn Partner im Großen und Ganzen glücklich miteinander sind? Dann könnte eine der folgenden Ursachen zum Fremdgehen führen.
Ego-Boost durch One-Night-Stand
In langjährigen Beziehungen schleicht sich oft eine gewisse Selbstverständlichkeit ein. So mancher fühlt sich nach einer Weile nicht mehr wertgeschätzt oder überhaupt gesehen. Aber selbst dann, wenn das nicht der Fall ist, sind Flirts und mehr schmeichelhaft. Begehrt zu werden, boostet das Ego und zeigt, dass es auch noch andere Optionen als den eigenen Partner gibt.
Das kann wiederum Sicherheit geben und den Selbstwert erhöhen.
Verliebtheit falsch interpretieren
Verliebt zu sein und Schmetterlinge im Bauch zu haben, ist ein Reflex. Es ist ebenfalls eine rein hormonelle Reaktion oder kurz gesagt sexuelle Anziehung. Wer mit dem Partner bereits im Alltag angekommen ist, kann ihn lieben. Das Kribbeln der Verliebtheit ebbt mit der Zeit jedoch ab.
Wird Verliebtsein nun missinterpretiert oder als Nonplusultra angesehen, wird das Fremdgehen umso verführerischer. Warum aber Fremdgehen anstatt einer Trennung? Oftmals, weil die Partnerschaft doch noch etwas gibt – und wenn es nur das Image nach außen, die geteilte Hausarbeit oder nicht allein zu sein ist.
Den Kick suchen
Fremdgehen ist verboten. Es geht mit Lügen und Geheimnissen einher und ist dadurch für viele aufregend. Der Nervenkitzel einer Affäre gestaltet alles noch einen Ticken spannender und erregender. Oftmals wird genau diese Aufregung und Erregung auf die Person übertragen, mit der das Fremdgehen erfolgt. Dadurch kann die Beziehung im Vergleich langweilig wirken.
Reiz des Neuen draußen – sichere Verlässlichkeit drinnen
Nicht nur das Geheimnis und die Bewunderung durch einen anderen Menschen sind verlockend. Auch der Reiz des Neuen und die Abwechslung wirken verführerisch. Wiederum stellt sich die Frage: Wenn das Sexleben in der Beziehung als langweilig empfunden wird, warum wird die Beziehung dann nicht beendet?
Weil Langeweile gar nicht der Auslöser sein muss. Sie kann es natürlich, aber es kann ebenfalls komplette Zufriedenheit im Boudoir herrschen. Der Reiz des Neuen ist genau das: neu und anders. Und damit etwas, das eine langjährige Beziehung nicht bieten kann. Sie bietet stattdessen Vertrautheit und Sicherheit. Wer beides will, geht eher und öfter fremd.
Mit Seitensprung zur Selbstfindung?
Einer der häufigsten angeführten Gründe für Seitensprünge ist die Selbstfindung. Wer fremdgeht, will neue Facetten an sich entdecken oder etwas ausleben, was er in der bestehenden Beziehung nicht (ohne Angst) ausleben kann.
Geheime Wünsche, Fetische, Fantasien oder auch einfach nur in den Arm genommen werden und Geborgenheit erfahren können dazu gehören.
Ist es aber eine glückliche Beziehung, wenn darüber keine Konversation möglich ist und stattdessen Anteile der eigenen Person versteckt und verschwiegen, aber mit anderen Menschen ausgelebt werden?
Lässt sich Fremdgehen vorbeugen?
Reflektieren und Reden sind wichtige Eigenschaften glücklicher Beziehungen. Sind beide Partner zufrieden und glücklich? Oder werden dauerhaft Bedürfnisse ignoriert? Wird die Partnerschaft nicht etwa durch empfundenes Glück, sondern durch Gewohnheit zusammengehalten? An welchen Stellen sollte zumindest hin und wieder gearbeitet werden?
Wünsche und Bedürfnisse offen auszusprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden, schweißt auf gesundem Wege zusammen und macht glücklicher. Zu diesen Lösungen kann es auch gehören, anstatt fremdzugehen, Sex mit anderen zur erlaubten Option zu machen und emotionale Intimität auf die Beziehung zu begrenzen. Aus Fremdflirten und Seitensprüngen können erlaubte und abgesprochene Treffen mit Male Escorts und Escort-Damen werden.
Oder es wird bewusst mehr Wert darauf gelegt, den anderen wertzuschätzen.
Fremdgehen in glücklichen Beziehungen – gibt es das überhaupt?
Das kommt wohl darauf an, was als Glück definiert wird.
Meine Antwort ist klar: Nein, in wirklich glücklichen Beziehungen gibt es kein Fremdgehen. Fremdflirten – warum nicht. Aber keine ausgewachsenen Seitensprünge und Affären. Zu groß ist der Schmerz, der damit dem Partner zugefügt wird, sobald die Fremdtritte ans Licht kommen. Aber Sex mit anderen kann es in glücklichen Beziehungen durchaus geben, solange offen darüber gesprochen wird und beide damit einverstanden sind.
Was denkst du? Gibt es Fremdgehen in glücklichen Beziehungen oder bedeutet Fremdgehen immer, dass der Wurm drin ist?








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