Hast du eine toxische Beziehung erlebt oder vielleicht sogar überlebt, kann dein Vertrauen in die Menschen nachhaltig erschüttert sein. Vielleicht traust du dich nicht mehr, eine Partnerschaft oder eine Freundschaft einzugehen oder du stellst jeden Menschen in deinem Leben in Frage. Hier erfährst du, wie du dich selbst besser schützen und gleichzeitig wieder Vertrauen aufbauen kannst.
- Wenn toxische Beziehungen das Vertrauen vernichten
- Tipp 1: Lass dir Zeit zum Trauern
- Tipp 2: Mach dich mit den Warnzeichen vertraut
- Tipp 3: Lass es langsam angehen
- Tipp 4: Lern, nein zu sagen
- Tipp 5: Trenn dich von Menschen, die dir nicht guttun
- Tipp 6: Lern dich selbst besser kennen
- Tipp 7: Gönn dir positive Erfahrungen
- Tipp 8: Konzentrier dich auf die positiven Einflüsse
- Tipp 9: Such Gleichgesinnte
- Tipp 10: Bring Menschen bei, wie sie dich behandeln sollen
- Tipp 11: Vertrauen wächst und wird verdient
- Lass neues Vertrauen wachsen
Wenn toxische Beziehungen das Vertrauen vernichten
„Ich vertraue nie wieder jemandem!“
„Mir kommt kein Mann mehr ins Haus!“
„Wie konnte sie mir das nur antun?!“
„Warum gerate ich immer wieder an die Falschen?!“
Kommen dir diese Gedanken bekannt vor? Ob Freund, Partner oder Familienmitglied – nach dem Ende einer toxischen Beziehung rasen die Gedanken und Gefühle oftmals in einer Abwärtsspirale aus Trauer, Angst, Verzweiflung, Wut und Schmerz. Sie drehen sich im Kreis und hinterlassen mehr Fragen als Antworten.
Hinzu kommt die bittere Erkenntnis, dass du der toxischen Person nie wirklich etwas bedeutet hast und, dass es ihr gut geht, während du gerade zwischen negativen Emotionen hin- und herschwankst. Allein der Gedanke daran, wieder jemandem zu vertrauen, erscheint vollkommen abwegig oder zumindest wie eine verlorene Fähigkeit.
Und so merkwürdig und widersinnig das klingen mag, das ist ein guter Anfang.
Tipp 1: Lass dir Zeit zum Trauern
Manche stürzen sich nach dem Ende einer Beziehung oder Freundschaft direkt zurück in den Dating-Pool oder freunden sich mit dem nächsten an. Oft genug landen sie damit in einigen Wochen bis Monaten wieder an exakt dem Punkt, an dem sie gerade sind. Andere zwingen sich, ihre Trauer zu unterdrücken oder lenken sich verzweifelt davon ab.
Gesund sind diese Wege nicht. Sie halten dich lediglich gefangen und verhindern, dass du dich weiterentwickelst.
Lass deine Trauer zu. Deine Gefühle waren und sind echt. Daher wirst du sehr wahrscheinlich auch die guten Zeiten vermissen. Mach dabei jedoch nicht den Fehler, zurückzugehen oder eine neue Beziehung zu beginnen, bevor du ein paar entscheidende Faktoren in deinem Leben geändert hast.
Tipp 2: Mach dich mit den Warnzeichen vertraut
Hast du dich früher bei anderen Menschen hin und wieder gefragt, warum sie in einer Beziehung bleiben, obwohl sie ihnen mehr als offensichtlich nicht guttut?
Neben Angst vor dem Alleinsein fällt vielen Menschen in den Beziehungen gar nicht oder erst viel zu spät auf, wie schlecht sie behandelt werden. Steckst du selbst drin, weißt du, wovon ich rede. Wie schlimm es wirklich war, sickert erst nachträglich ein. Hinzu kommt die Hoffnung, dass sich alles wieder zum Besseren wendet. Dabei werden zahlreiche Warnzeichen übersehen oder ignoriert.
Bevor es dir erneut so ergeht: Lern die Warnzeichen toxischer Menschen und toxischer Beziehungen, die gerne auch als Red Flags bezeichnet werden. Dazu gehören beispielsweise:
- Love Bombing
- deine Grenzen überschreiten
- ständiges Lügen
- Kontrolle
- übermäßige Eifersucht
- dich von anderen isolieren
- fortlaufende Kritik
- Geben und Nehmen sind nicht in Balance
- zwei Gesichter oder ein wahres Gesicht und eine nette Maske
- Widersprüche zwischen Versprechen und Verhalten
- Neid und Schlechtreden
- Gaslighting
Wird dein „nein“ nie respektiert? Traust du dich nicht, Erfolge oder einfach deine Gefühle mitzuteilen? Hast du Angst? Sagt dir dein Gefühl, dass etwas nicht stimmt?
Je besser du Warnzeichen kennst, desto eher und besser kannst du dich auch schützen. Das muss nicht immer auf eine Trennung hinauslaufen. Manche Menschen legen tatsächlich aus Versehen ein Verhalten an den Tag, das als Warnzeichen betrachtet werden kann.
Der Unterschied zwischen einem toxischen Menschen und einem gesunden, wohlwollenden: Sprichst du das Problem an, wird sich eine wohlwollende Person bei dir entschuldigen und das Problem abstellen. Ein toxischer Mensch wird dich als zu empfindlich betiteln, wütend und beleidigend. Er wird „den Spieß“ umdrehen, dir Vorwürfe machen und versuchen, sich selbst als Opfer darzustellen.
Tipp 3: Lass es langsam angehen
Narzissten und anderen toxischen Menschen ist schwer daran gelegen, dich so schnell wie möglich um den Finger zu wickeln, und dich zumindest emotional abhängig zu machen. Im Falle einer romantischen Beziehung bedeutet das in der Regel das Erreichen von Meilensteinen im Schnelldurchlauf.
5 Dates in 5 Tagen, Sex, das erste „Ich liebe dich“, Freunde und Familie kennenlernen, zusammenziehen – am besten alles in den ersten drei Monaten. Kommen sie damit durch, obwohl dir alles zu schnell ging? Hast du nein gesagt und dich dann doch breitschlagen lassen? Oder fühltest du dich wie auf Wolken und sahst selbst keinen Grund zum Warten?
Schalt einen Gang (oder auch mehrere) runter. Versuch es mit Slow Dating. Gib nicht direkt am Anfang all deine Gedanken und Gefühle preis. Wenn es passt, besteht kein Grund zur Eile. Denn dann passt es auch später noch.
Durch den langsameren Ansatz hast du deutlich mehr Zeit, auf Warnzeichen zu achten und nachzufühlen, ob die Bekanntschaft, Freundschaft oder Beziehung für dich passt. Fühlst du dich darin wirklich rundum wohl? Oder erfindest du Entschuldigungen für furchtbares Verhalten? Wie löst ihr Konflikte? Fallen dir Widersprüche auf?
Narzissten und andere toxische Menschen werden versuchen, dich zu drängeln und dir ein schlechtes Gewissen einreden. Oder sie suchen direkt das Weite. Damit ist die Zeit ein wahrer Freund für dich, denn sie sortiert aus.
Tipp 4: Lern, nein zu sagen
Deine individuellen Grenzen zu ziehen und darauf zu bestehen, dass sie eingehalten werden, ist der beste Schutz gegen Arschlöcher.
Ist dir gegenüber jemand immer wieder übergriffig? Dann verdient er dein Vertrauen nicht. Akzeptiert eine Person hingegen dein nein und deine Grenzen sofort, oder entschuldigt sich dafür, wenn er aus Versehen versucht hat, dich zu überreden? Das ist zur Abwechslung kein Warn-, sondern ein sehr gutes Zeichen.
Tipp 5: Trenn dich von Menschen, die dir nicht guttun
Ein Frühjahrsputz im Freundeskreis und vielleicht auch in der Familie kann dein Leben extrem verbessern. Denn: Hast du regelmäßig oder sogar täglich mit Menschen zu tun, die dich kleinhalten, ausnutzen, gaslighten, anlügen oder auf anderen Wegen emotional und psychisch missbrauchen, wird es für dich zur Normalität. Du kommst dir mehr und mehr vor, als würdest du diese Behandlung verdienen, und hungerst dabei nach Zuwendung aus.
Das öffnet anderen toxischen Menschen Tür und Tor in dein Leben.
Streichst du die negativen Einflüsse, kannst du dich erholen. Du wirst dich nach der anfänglichen Trauer befreiter fühlen und wirst stärker. All das sind die besten Voraussetzungen dafür, in Zukunft die Menschen in deinem Leben kritischer auszuwählen.
Tipp 6: Lern dich selbst besser kennen
Wir alle fühlen uns zu dem hingezogen, was wir kennen. Unterbewusst. Gleichzeitig strahlen wir Eigenschaften aus, die toxische Menschen wahlweise abschrecken oder anziehen. Fällst du wieder und wieder auf die gleiche Sorte Mensch herein? Hast du rückblickend festgestellt, dass du beispielsweise eine Beziehung nach der anderen mit Narzissten eingehst und dich mit gesunden, wohlwollenden Partnern langweilst?
Lern dich und deine Muster kennen.
Mit diesem Wissen ausgestattet, kannst du bedeutende Veränderungen bewirken. Du kannst beispielsweise erkennen, wenn du mal wieder einen „besten Freund“ oder einen „Traumprinzen“ gefunden hast, der scheinbar so ganz anders ist als alle davor. Aber ist die Person das? Lass dir wiederum Zeit und hinterfrag ganz genau, was du anziehend findest und warum du „normal und gesund“ langweilig findest.
Reflektierst du, was du machst und wonach du die Menschen in deinem Leben auswählst, bringt dich das deutlich weiter.
Tipp 7: Gönn dir positive Erfahrungen
Warst du in einer toxischen Beziehung, kannst du mit schlechten Erfahrungen und Erinnerungen mehrere Bücher füllen. Verletzende Kommentare, bloßgestellt und beleidigt werden, immer wieder Ablehnung, Kontrolle und beständige Entwertung zu erfahren, hinterlässt Spuren. Dein Selbstwertgefühl und dein Selbstbewusstsein haben gelitten.
Bevor du jemandem anderen vertrauen kannst, ist das Aufbauen deines Selbstvertrauens unerlässlich. Schaff daher so viele positive Erfahrungen wie möglich. Gönn dir dein Lieblingsessen, verwöhn dich mit Wellness, bau Freundschaften auf, die eingeschlafen sind, sei nett zu dir selbst. Neben dem Praktizieren deiner Selbstwirksamkeit ist es wichtig, dich mit positiven Einflüssen zu umgeben.
Buch dir einen Begleitherren, der dir aufrichtige Komplimente macht und der dir Sicherheit in einer ganz neuen Form gibt. Das mag ungewöhnlich klingen, aber hat einen überraschend wohltuenden Effekt. Zudem musst du dafür nicht auf ein Date ins Restaurant gehen. Trau dich zu einem Cyberdate und genieße die ungeteilte Aufmerksamkeit oder spüre endlich wieder, wie spannend, entspannend und aufbauend ein Telefonat sein kann.
Warst du lange von toxischen Menschen umgeben, können Komplimente, liebe Worte und Verständnis sich merkwürdig anfühlen. Umso wichtiger ist es, dass du sie öfter erlebst und wieder anfangen kannst, sie zu glauben und ihnen zu vertrauen.
Selbstliebe und Selbstwert sollten natürlich nicht von anderen abhängen. Aber empathische, aufbauende Menschen helfen dir dennoch dabei.
Tipp 8: Konzentrier dich auf die positiven Einflüsse
Narzissten und andere toxische Menschen haben einen immensen Einfluss auf dein Leben, wenn du sie lässt. Hast du dich in einer Beziehung mit einer solchen Person befunden, war sie ein Freund oder ist sie ein Verwandter, geschieht dies oft unweigerlich und unbemerkt. Vielleicht unterlagst du ständiger Kontrolle, wurdest von anderen isoliert oder hattest keine Energie mehr, dich um die positiven Einflüsse in deinem Leben zu kümmern.
Es ist zudem eine traurige Realität, dass wir mehr Zeit und Kraft damit verschwenden, uns über andere aufzuregen, nach dem Warum zu fragen oder uns weiterhin von ihnen ausnutzen zu lassen, als die aufbauenden Menschen zu würdigen.
Ändere das. Mach dir bewusst, wer dich noch nie belogen, betrogen oder kleingehalten hat. Wer ist immer für dich da? Wer fragt nach, wie es dir geht? Macht sich Sorgen um dich und bietet dir Hilfe an? Konzentrier dich auf diese Personen und beginn endlich damit, Energie in diese gesunden Beziehungen zu investieren.
Tipp 9: Such Gleichgesinnte
Ob du zwei oder 20 Jahre in einer toxischen Beziehung verbracht hast, viele Menschen haben ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Sie könnend den Ablauf einer Beziehung mit einem Narzissten auswendig herunterbeten und ganze Bände mit Beispielen aus ihrem Leben füllen. Und auch sie kennen das Gefühl, niemandem mehr zu vertrauen.
Sie gehen vorsichtiger mit neuen Bekanntschaften um, sehen von einer weiteren Partnerschaft ab und können sich isolieren. Manche beschützen allerdings nur ihre Geheimnisse stärker, tragen ihr Herz nicht mehr auf der Zunge und haben doch das größte Verständnis für alle, die einen ähnlichen Leidensweg hinter sich haben. Apps wie Helpcity können dir dabei helfen, mit ihnen in Kontakt zu treten und deinerseits andere zu unterstützen.
Dazu stehen dir Selbsthilfe-Foren wie Re-Empowerment.de zur Verfügung und in einigen Städten finden sich Selbsthilfegruppen für Menschen, die Opfer psychischen Missbrauchs geworden sind.
Tipp 10: Bring Menschen bei, wie sie dich behandeln sollen
Stell dir vor, jemand kommt kontinuierlich zu spät. Zu jedem Treffen. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass dieser Mensch deine Zeit nicht respektiert, seine Macht ausspielt und damit bereits testet, wie weit er bei dir gehen kann. Es kann auch ein Zeichen dafür sein, dass die Person gnadenlos unorganisiert ist und sich zwar bemüht, aber dennoch nie die Pünktlichste sein wird.
Du hast nun zwei Möglichkeiten:
Entweder, du ärgerst dich insgeheim darüber und lässt deine Zeit weiterhin verschwenden, sprichst das Problem jedoch nicht an. Hierbei gehst du das Risiko ein, auf das nächste Arschloch hereinzufallen.
Oder, du sprichst das Problem an und erzielst damit in jedem Fall einen Vorteil. Wer tatsächlich aus Versehen zu spät kommt, wird sich dafür bei dir entschuldigen. Er kann anbieten, zumindest Bescheid zu sagen, wenn er sich verspätet, oder du planst die Verspätung ab sofort ein. Er geht auf dich ein, und versucht, eine Lösung mit dir zu finden. Respektiert dich also.
Wer als Machtspiel zu spät kommt und wem es schlicht egal ist, wird ein vollkommen anderes Verhalten an den Tag legen. Anstelle von Verständnis erwarten dich wahlweise ein Versprechen oder aber Anschuldigungen. Erfolgt zuerst ein Versprechen, wird die Person zwar hoch und heilig schwören, ab sofort pünktlich zu sein – dich aber weiter warten lassen. Danach kannst du mit der Anschuldigung rechnen. Diese kann ebenso sofort auftauchen:
„Was bist du denn so besessen von der Zeit?! Hast du eine Zwangsstörung? Warst du noch nie zu spät? Ich bin doch jetzt da, was soll das denn? Als ob du so perfekt wärst! Du machst aus einer Mücke einen Elefanten!“
Wenn du dich am Ende schuldig, überempfindlich, zickig oder hochgradig verlegen fühlst, hat der toxische Mensch sein Ziel erreicht. Er kann machen, was er will, und übernimmt keine Verantwortung für sein Verhalten. Ein bisschen Manipulation und ein kleiner Wutanfall reichen aus, um dich vom Opfer in den Täter zu verwandeln und dir auszureden, dass Pünktlichkeit und deine Zeit zählen.
So lapidar dieses Beispiel erscheinen mag, es macht deutlich, wie Narzissten und andere toxische Menschen agieren und reagieren. Bereits ganz am Anfang. Sie machen Versprechungen, die sie nicht halten oder sie rasten aus und machen Vorwürfe, bis du klein beigibst. Lass das nicht zu!
Setz deine Grenzen und sorg dafür, dass sie eingehalten werden. Ob es um Pünktlichkeit geht oder um abwertende Sprache, um Wutanfälle oder darum, dass du jedes Mal begründen und diskutieren musst, wenn du nein sagst – werden deine Grenzen nicht respektiert, mach sie einmal klar. Mach sie auch zweimal klar, schließlich verdient jeder eine zweite Chance. Und dann zieh einen Schlussstrich. Denn wer absichtlich und mit klarer Ansage respektlos ist, wird es wieder und wieder und wieder sein.
Du kannst Menschen zeigen und erklären, wie sie dich behandeln sollen. Du kannst sie aber nicht dazu zwingen. Missachten sie deine Gefühle und Grenze: geh.
Hoff nicht darauf, dass sie sich doch noch ändern. Red dir nicht ein, dass du dich ändern musst. Deine Grenzen sind deine Grenzen. Lässt du sie von anderen mit Füßen treten, respektierst du dich selbst nicht. Also zieh die Konsequenzen aus dem Verhalten anderer und entscheide danach, wem du vertrauen kannst und willst, und wer sich selbst disqualifiziert.
Tipp 11: Vertrauen wächst und wird verdient
Eines der typischsten Probleme der Menschen ist es, zu schnell zu viel zu wollen. Wir wollen Anderen sofort vertrauen, an das Gute in allen glauben und von 0 auf glückliche Romanze oder beste Freunde kommen. Schließlich gibt es sie doch, die Liebe auf den ersten Blick, oder? In Filmen, ja. Im wahren Leben sollten wir deutlich vorsichtiger damit umgehen, wem wir was anvertrauen und wem wir überhaupt trauen.
Denn Vertrauen wächst mit der Zeit und wird verdient. Es wird dadurch verdient, dass:
- dir Respekt entgegengebracht wird.
- sich jemand an das hält, was er sagt und verspricht.
- es keine Widersprüche zwischen Aussagen und Handlungen gibt.
- jemand für dich da ist, wenn du ihn brauchst.
- Ihr über Probleme und Konflikte sprechen könnt, ohne, dass du dafür angegriffen wirst.
Um das unter Beweis zu stellen und dir selbst zu erlauben, wieder zu vertrauen: Lass dir und jeder neuen Bekanntschaft Zeit. Du kannst bei deinen intimsten Gedanken, bei Geheimnissen und bei allem anderen, das Vertrauen erfordert, den Passwort-Test anwenden. Bevor du etwas Wichtiges über dich preisgibst oder jemanden weiter in dein Leben einlädst, würdest du dieser Person eines deiner Passwörter verraten?
Würdest du deinen Netflix-Account mit diesem Menschen teilen? Zugang zu deinen E-Mails? PIN für dein Handy oder deine EC-Karte?
Wir alle würden wohl den wenigsten nach einer Woche oder auch nach einem Monat sämtliche Passwörter und das Tagebuch anvertrauen. Dennoch lassen wir uns – vor allem bei besonders manipulativen Menschen – dazu hinreißen, zu schnell zu tiefe Einblicke in den Rest unseres Lebens zu geben.
Änderst du das, gewinnst du Sicherheit und lässt nur die Menschen in dein Leben, die bewiesen haben, dass sie dein Vertrauen verdienen.
Lass neues Vertrauen wachsen
Vertrauen aufzubauen und zuzulassen ist ein Prozess, den du aktiv gestalten kannst. Üb dich dabei in Geduld, zwing dich nicht und lass dich nicht zwingen, etwas zu überstürzen. Schau bei der Auswahl deiner Bekannten, Freunde und potenziellen Partner genauer hin und lass nur in dein Leben, wer dein Vertrauen auf Dauer verdient.








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