Du fragst dich immer wieder, wohin dein Geld verschwindet? Würdest du gerne weniger ausgeben und mehr sparen oder arbeitest du auf ein Ziel hin und willst es schneller erreichen? Statt dich über gestiegene Preise zu beschweren, wird es Zeit, die Kontrolle zu übernehmen und deine Ausgaben sinnvoller zu gestalten. Mit den folgenden 29 Tipps zum sofortigen und nachhaltigen Sparen bekommst du die Basis dafür.
- Spar-Tipp 1: Überblick verschaffen und Ausgaben streichen
- Spar-Tipp 2: Rigoros aussortieren
- Spar-Tipp 3: Betreibe Meal Prep
- Spar-Tipp 4: Entdecke Foodsharing und Too good to go
- Spar-Tipp 5: Kultiviere einen Indoor-Garden
- Spar-Tipp 6: Vergleiche beim Einkauf
- Spar-Tipp 7: Schaff „Helfer“ ab (oder besser gar nicht erst an)
- Spar-Tipp 8: Hinterfrage Trends
- Spar-Tipp 9: Entdecke Freizeit und Unterhaltung neu
- Spar-Tipp 10: Versuch dich im Minimalismus
- Spar-Tipp 11: Entdecke den etwas anderen Urlaub
- Spar-Tipp 12: Vergleiche Anbieter und Preise
- Spar-Tipp 13: Entferne Energiefresser und achte auf Energieeffizienz
- Spar-Tipp 14: Lern dazu, statt angewiesen zu sein
- Spar-Tipp 15: Setz auf Tauschkultur
- Spar-Tipp 16: Setz dir Sparziele – und halte sie ein
- Spar-Tipp 17: Spar dir Wege oder fahr günstiger
- Spar-Tipp 18: Upcycling und Weiterverwertung
- Spar-Tipp 19: Hinterfrag deine Gewohnheiten
- Spar-Tipp 20: Bück dich
- Spar-Tipp 21: Eins kommt, eins geht – bewusster kaufen
- Spar-Tipp 22: Werde flexibler
- Spar-Tipp 23: Nutze Ziele zur Motivation
- Spar-Tipp 24: Individualisiere dein Sparpotenzial
- Spar-Tipp 25: Schlaf drüber
- Spar-Tipp 26: Beschäftige dich mit Verkaufspsychologie
- Spar-Tipp 27: Bezahl bar und steck die Differenz ein
- Spar-Tipp 28: Regelmäßige Optimierung
- Spar-Tipp 29: Belohn dich
- Geld sparen, Freiheit gewinnen
Spar-Tipp 1: Überblick verschaffen und Ausgaben streichen
Netflix, Amazon Prime, Coffee to go, ein Handyspiel, der Lieferservice viermal monatlich, die Gebühr für Dropbox, die du gar nicht mehr verwendest – der erste Schritt zum sinnvollen Sparen ist unangenehm und gleichzeitig unerlässlich.
Setz dich hin und unterzieh deine Ausgaben einer genauen Kontrolle. Läppert sich das Online-Shopping pro Jahr zu schockierenden Unsummen? Solltest du dringend mal Stromanbieter oder deinen Handyvertrag vergleichen und einen günstigeren Anbieter finden?
Überwinde dich dazu, deine Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und alles zu streichen, worauf du verzichten kannst, was doppelt vorhanden ist oder wofür du günstigere Alternativen findest.
Du findest nur dadurch dein individuelles Sparpotenzial!
Spar-Tipp 2: Rigoros aussortieren
Ebenso wie bei den Finanzen ist nun ein Blick in deine Wohnung nötig.
- Welche Kleidung hast du seit Jahren nicht getragen?
- Sammeln sich Bücher bei dir an, die du definitiv kein zweites Mal lesen wirst?
- Welche Küchengeräte verstauben in den Schränken?
- Wolltest du schon lange Gitarre lernen, aber sie steht seit Jahren ungenutzt in der Ecke?
- Was verbirgt sich in deinem Keller?
Verkaufen, verschenken, spenden oder entsorgen wird dich nicht reich machen (es sei denn, du stößt beim Aussortieren auf einen Schatz). Es wird aber mehr als Platz schaffen. Ein kleiner Hang zum Minimalismus erleichtert das Putzen, kann dir ein paar Euro einbringen und aufzeigen, in welche Impulskäufe oder unnötigen Anschaffungen dein Geld wandert. Das Bewusstsein darüber versetzt dich auch mental in den sinnvollen Sparmodus.
Spar-Tipp 3: Betreibe Meal Prep
Meal Prep war einst ein Hype, der von vielen kurze Zeit mitgemacht und dann wieder eingestellt wurde. Wer will sich schon hinsetzen, die Mahlzeiten für eine Woche planen und dann auch noch Aufwand für die Vorbereitung betreiben. Wenn es dir mit dem Sparen ernst ist, bist genau DU die Person, die das machen will. Denn du hast ausschließlich Vorteile davon, wenn du es richtig angehst.
- einmal planen: Welche Gerichte und Snacks gibt es? Vergleiche Angebote und bereite alles so vor, dass du genussvoll satt wirst, keine Lebensmittel verschwendest und günstiger einkaufen kannst.
- einmal einkaufen: Gehst du immer wieder hungrig in den Supermarkt oder bist zwischendurch gezwungen, schnell auswärts zu essen, weil dein Magen in den Kniekehlen hängt? Bereite diesem Problem ein Ende, spar dabei Geld, Zeit, Benzin und Aufwand, indem du einen wöchentlichen Großeinkauf durchführst.
- einmal Aufwand: Ein oder zweimal pro Woche mehrere Gerichte zu kochen und vorzubereiten, klingt viel. In Wahrheit kannst du Meal Prep so gestalten, dass du lediglich einen Bruchteil der bisherigen Zeit in der Küche verbringst. Und im Anschluss tagelang besser ist als bisher.
Du sparst also nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Arbeit, wenn du dich überwindest und die Vorbereitung zur Gewohnheit werden lässt. Ganz nebenbei kannst du deiner Gesundheit etwas Gutes tun.
Spar-Tipp 4: Entdecke Foodsharing und Too good to go
Lebensmittelrettung, Foodsharing und Too good to go sind bewährte Methoden, um die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu reduzieren. Und deinen Geldbeutel zu schonen. Steht dir der Sinn nach Take-Out, weil dein Meal Prep noch nicht optimiert ist? Schau bei Too good to go rein. Abwechslung zum kleinen Preis und gleichzeitig das Vermeiden unnötiger Abfälle kommen nicht nur dir und deinem Budget zugute.
Spar-Tipp 5: Kultiviere einen Indoor-Garden
Findest du die Preise für Gemüse, Salate und Kräuter auch gruselig? Wer sich gesünder ernähren will und zur frischen Ware greift, erlebt spätestens an der Kasse oft eine böse Überraschung. Hast du einen Garten, einen Balkon oder etwas Stellfläche in der Wohnung übrig? Bau an!
Pflücksalat, Cocktailtomaten, Snack-Paprika und Snack-Gurken, Basilikum und Co. brauchen ebenso wie vertikal gezogene Zucchini und Zuckerschoten überraschend wenig Platz, begrünen dein Heim und sparen langfristig bares Geld. Ganz zu schweigen davon, dass du dein Raumklima und deine Ernährung gesünder gestaltest.
Spar-Tipp 6: Vergleiche beim Einkauf
Ob Versicherung, Internetanbieter oder Aufschnitt – Vergleichen lohnt sich. Es bewahrt dich vor unsinnigen Ausgaben und ist deutlich einfacher und schneller, sobald es zur Gewohnheit geworden ist.
Allerdings bedeutet das nicht, dass du für ein günstigeres Stück Butter in den 10 km entfernten Supermarkt fahren solltest. Setz Aufwand und Ersparnis in Relation. Gerade im Onlinebereich ist es dennoch spielend leicht, die besseren Angebote zu finden.
Spar-Tipp 7: Schaff „Helfer“ ab (oder besser gar nicht erst an)
Freunde von mir fragen sich wieder und wieder, warum ihre Stromrechnung so hoch ausfällt und ihre Konten trotz hohem Einkommen überraschend leer sind. Ein Blick durch Haus oder Wohnung offenbart Folgendes:
- Alexa läuft rund um die Uhr, jederzeit abrufbereit mit allem, was dazu gehört.
- Im Garten zieht ein Mähroboter seine Bahnen. Drinnen der Saugroboter.
- Der Slow-Cooker gart das Essen über Stunden hinweg und hält es warm. Also, zumindest dann, wenn der Thermomix nicht in Gebrauch ist.
- In allen Ecken leuchten Standby-Lampen vor sich hin.
- Sogar beim ewig ladenden, sauteuren Staubsauger, der „für das richtige Saubermachen“ parallel zum Saugroboter angeschafft wurde und mehr als meine Miete kostet.
Schau bei vermeintlich sparsamen Helfern bitte immer ganz genau hin. Muss es das vermeintliche „Smarthome“ sein, das eigentlich ganz schön dumm ist? Brauchst du wirklich den Saugroboter, der stundenlang läuft, obwohl du in 5 Minuten mit dem Saugen durch sein könntest? Bist du wirklich nicht in der Lage, die Rollläden von Hand zu schließen, das Licht einzuschalten, wenn du es brauchst oder die Heizung runterzuschalten? Bringt dir der Thermomix wirklich einen Vorteil, den du durch echtes Kochen nicht hast?
Oftmals entpuppen sich die vermeintlichen Helfer als teure Spielereien, die nicht nur bei der Anschaffung zu Buche schlagen, sondern fortlaufende Kosten kreieren. Dabei reicht das Spektrum von der Geschirrspülmaschine bis hin zum elektronischen Türschloss. Spar dir die teils utopischen Preise für die Anschaffung, das Geld für den Betrieb und die Instandhaltung.
Spar-Tipp 8: Hinterfrage Trends
Designer-Jeans, Flugreisen, technische Spielereien, teure Gerichte oder Restaurants – Trends können das Budget ohne reellen Nutzen für dich belasten. Schau daher ebenso wie bei den vermeintlichen Haushaltshelfern genauer hin. Brauchst du das wirklich? Gibt es günstigere Alternativen? Bringt es einen tatsächlichen Mehrwert mit sich oder nur noch weitere Ausgaben.
Spar-Tipp 9: Entdecke Freizeit und Unterhaltung neu
Wann warst du das letzte Mal in einer Bibliothek? Weißt du, wie viele kostenlosen Hörbücher und Filme existieren? Wann hast du dich zuletzt mit Freunden und Familie getroffen, ohne gleichzeitig Geld für Restaurants auszugeben?
Wirf einen Blick auf die Ausgaben für deine Freizeit und für deine Unterhaltung und dann finde günstigere Angebote. Veranstalte beispielsweise einen Spieleabend, anstatt auszugehen. Lade zum Potluck ein, bei dem jeder etwas mitbringt, anstatt ins Restaurant zu gehen oder für alle zu kochen. Geht mal spazieren oder wandern, anstatt auf den Freisitz.
Sieh dir zusätzlich die kulturellen Angebote deiner Umgebung und mögliche Vergünstigungen an. Vom Picknick anstelle des Cafés bis hin zum Filmeabend zu Hause, anstatt im Kino, gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Spar-Tipp 10: Versuch dich im Minimalismus
Minimalismus lag vor nicht allzu langer Zeit im Trend. Er schafft Platz und einen bewussteren Umgang mit deinem Konsum. Du musst dich jetzt allerdings nicht von Erinnerungsstücken trennen oder deine Garderobe auf 5 Shirts und 3 Hosen begrenzen. Hast du bereits das Aussortieren vollzogen, liegt ohnehin nichts Unnützes oder zuvor doppelt Vorhandenes mehr herum. Frag dich beim Kauf von allem dennoch, ob du es benötigst.
Brauchst du zum Beispiel wirklich die teuren Blattpflanzen? Oder kannst du sie aus Samen selbst ziehen oder durch Ableger von anderen Pflanzen-Fans in deiner Umgebung bekommen? Muss es das achte Paar Schuhe sein oder das neue Handy, obwohl dein Altes zum einen noch wunderbar funktioniert und zum anderen noch gar nicht alt ist?
Du wirst überrascht sein, wie oft die Antwort darauf ein klares Nein ist und wie oft du Unsummen sparst, weil du Versuchungen widerstehst und dich auf das Wesentliche beschränkst.
Spar-Tipp 11: Entdecke den etwas anderen Urlaub
Einer der typischsten Spar-Tipps ist es, den Urlaub frühzeitig zu planen oder in der Nebensaison zu buchen. Das sind valide Ratschläge. Ich sage dir hingegen: Flieg gar nicht. Zumindest für den Moment.
Schwing dich stattdessen aufs Fahrrad und mach eine Tour. Versuch es mit Car Camping. Probiers mal mit Couchsurfing. Entdecke deinen Wohnort neu und plane Set Jetting in deiner Umgebung. Verwende deinen Urlaub dazu, dein Bad in ein Spa und dein Schlafzimmer in eine entspannende Oase zu verwandeln und genieß im Anschluss beides. Werde zum Touristen in der Nachbarstadt oder finde die besten Spots am nächstgelegenen See. Mit ein bisschen Kreativität kannst du trotz kleinem Budget zum einen viel erleben und zum anderen reichlich Spaß und Entspannung finden.
Spar-Tipp 12: Vergleiche Anbieter und Preise
Eigentlich versteht es sich von selbst, zumindest vor größeren Käufen Preise zu vergleichen. Gerade bei kleineren Ausgaben und länger bestehenden Verträgen schauen wir hingegen nicht mehr so genau hin. Ändere das. Wo gibt es das generell günstigste Obst und Gemüse? Fährst du bei deiner Kontoführung wirklich so günstig, wie du glaubst? Gibt es deine favorisierte Hautpflege an anderer Stelle billiger? Sparst du, wenn du direkt größere Mengen kaufst?
Spar-Tipp 13: Entferne Energiefresser und achte auf Energieeffizienz
Energiesparlampen, abschaltbare Steckdosen, wassersparende Duschköpfe und Wasserhähne, isolierende und reflektierende Fensterfolien, dämmende Vorhänge und hohe Energieeffizienzklassen bei elektrischen Geräten bringen ein immenses Sparpotential mit sich.
Verwende das Öko-Programm bei deiner Waschmaschine. Schalte das Licht bewusster aus. Koche Wasser im Wasserkocher, anstatt auf dem Herd. Nutze die Mikrowelle beim Kochen häufiger, statt Herdplatten einzuschalten. Lade dein Telefon mit selbstgewonnenem Solarstrom.
Kleine Modernisierungen und Änderungen deiner Gewohnheiten können große Effekte haben.
Spar-Tipp 14: Lern dazu, statt angewiesen zu sein
Siphon wechseln, Lampen und Regale anbringen, die Heizung entlüften, einen Ölwechsel durchführen oder von Sommer- auf Winterreifen umsteigen – etwas selbst zu können, macht dich freier, unabhängiger und spart Geld.
Lern kochen, anstatt Fertiggerichte, Take-out und Lieferservice zu bemühen. Musst du deine Hosen nach jedem Kauf kürzen lassen? Lern nähen. Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen.
Die Quintessenz ist es, durch wachsendes Wissen und verbesserte Fertigkeiten selbstständiger zu werden und seltener Hilfe dazukaufen zu müssen. Das kann sich auch auf die Website beziehen, die du von anderen gestalten lässt.
Spar-Tipp 15: Setz auf Tauschkultur
Du hast ein Buch fertiggelesen und Lust auf die nächste Lektüre? Schau dich nach einem öffentlichen Bücherschrank um oder gründe einen Lesezirkel mit Freunden. Sind deine Kinder auf ihrer Kleidung gewachsen? Kleiderkreisel sind eine wunderbare Möglichkeit, sie gegen größere Stücke einzutauschen. Du bist mit der Gartenarbeit überfordert? Bitte deinen Nachbarn um einen Gefallen und revanchier dich mit etwas, das er benötigt.
Tauschkultur ist ideal dafür, Geld zu sparen, Dinge weiterzuverwenden und die Unterstützung im Freundeskreis, in der Familie, der Nachbarschaft und unter Gleichgesinnten zu verbessern. Nicht zuletzt gibt es dafür sogar passende Apps.
In deiner Umgebung gibt es derlei Angebote nicht? Dann schaff sie. Stell einen freien Bücherschrank in der Nachbarschaft auf. Biete deine Hilfe an. Verschenk Sachen, die du nicht mehr benötigst (und spar dir damit das Spenden, Entsorgen oder Weitverkaufen). Du gehst dadurch mit gutem Beispiel voran.
Spar-Tipp 16: Setz dir Sparziele – und halte sie ein
Setz dir ein realistisches, monatliches Sparziel. Das können Anfangs 5 oder 50 Euro sein. Pack das Geld sofort am Monatsanfang auf ein Sparkonto. Klingt albern?
Getreu dem Motto: „Kleinvieh macht auch Mist!“ summieren sich kleine Beträge allerdings mit der Zeit und das Sparen hat einen psychologischen Effekt. Legst du es direkt weg, kannst du es nicht mehr ausgeben. Du stellst dich zudem mental darauf ein, bedachter mit Geld umzugehen und bei Ausgaben genauer hinzusehen.
Einer der größten Fehler im Leben ist es, zu schnell zu viel zu wollen. Fängst du hingegen klein an und gehst Schritt für Schritt vor, steigen deine Erfolgschancen immens an. Also beginn mit 5 Euro und versuche, die Summe kontinuierlich zu erhöhen.
Spar-Tipp 17: Spar dir Wege oder fahr günstiger
Pendelst du? Finanzier deine Benzinkosen anteilig durch Mitfahrgelegenheiten, die dich auf deinen Fahrten begleiten. Willst du einen weit entfernten Freund besuchen? Bezahle als Mitfahrgelegenheit einen Bruchteil des Preises oder nutze Fernbusse. Du brauchst etwas vom Baumarkt? Geh einmal durch deine Wohnung und mach eine Liste mit allem, was demnächst anfällt und was du noch benötigst. Leg Einkäufe zusammen, anstatt dreimal loszufahren. Schau dich nach Fahrgemeinschaften für regelmäßige Wege um. Mach deinen guten Vorsatz endlich wahr und schwing dich für den Weg zum Bäcker aufs Fahrrad und nicht hinters Lenkrad. Lass deine Einkäufe aus dem Supermarkt liefern, anstatt selbst zu fahren.
Indem du dich nach Alternativen dazu umschaust, ständig selbst zu fahren, gehst du einerseits bewusster damit um und findest andererseits bisher ungeahnte Alternativen. Dadurch kannst du sparen und die Umwelt schonen.
Spar-Tipp 18: Upcycling und Weiterverwertung
Ich wollte dringend neue Schränke. Die Alten hatten bereits Jahrzehnte auf dem Buckel und so sahen sie auch aus. Funktional – ja. Schön? Nein. Dabei war die grundlegende Optik simpel und somit zeitlos. Statt also Aufwand dafür zu betreiben, die alten Möbel zu entsorgen, zu verkaufen oder zu verschenken und dann Neue zu kaufen, wurde ich kreativ. Ein paar Dosen weißen Hochglanzlack und ein paar neue Griffe später, hatte ich weniger als 100 Euro bezahlt, um eine komplett neue Optik zu kreieren und nur einen Bruchteil des Aufwands betrieben.
Frag dich also nicht direkt, was unbedingt neu dazukommen soll. Frag dich stattdessen, was du neu machen kannst.
Langweilen dich die Fliesen im Bad? Verwende Fliesenfolie, um sie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dir gefallen die Blumentöpfe, die du letztens gesehen hast? Style die Übertöpfe, die du hast, einfach um. Mit ein wenig Kreativität und Motivation wirst du dich selbst damit überraschen, was du aus dem machen kannst, was du bereits hast.
Spar-Tipp 19: Hinterfrag deine Gewohnheiten
Vor Kurzem unterhielt ich mich mit einem Bekannten über die gestiegenen Benzinkosten. Ich stand vor seinem Auto. Das die komplette Zeit lief… Er vermeide schon unnötige Wege sagte er, während er gerade auf dem Weg war, eine Packung Schrauben aus dem Baumarkt zu holen. Am Wochenende müsse er da bestimmt nochmal hin, irgendwas brauche er noch und überhaupt kommt er erst nächste Woche dazu, sein Projekt umzusetzen…
So sehr er sich über die gestiegenen Benzinpreise aufregte, so geflissentlich ignorierte er, dass er gerade im Standgas fröhlich Treibstoff verbrauchte – ohne einen Millimeter zu fahren. So sicher er sich war, dass er keine unnötigen Wege fährt, so blind war er dafür, dass er genau das in just diesem Moment tat.
Für mich war es hingegen fürchterlich offensichtlich, da ich die Situation von außen sah. Uns allen ergeht es ähnlich. Wir werden blind dafür, was wir selbst aus Gewohnheit und damit nahezu automatisiert tun, während uns die Fehler anderer direkt ins Auge springen.
Geh mit dir selbst ins Gericht. Wirst du immer wieder bei Pflegeprodukten schwach und kaufst mehr als du brauchst oder unnötig teure Varianten? Verderben regelmäßig Lebensmittel in deinem Kühlschrank? Könntest du spielend einfach seltener mit dem Autofahren, machst es in der Realität jedoch nicht? Hast du eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, obwohl du zuletzt vor zwei Monaten dort trainiert hast?
Sei ehrlich zu dir selbst und finde deine Fehler. Du musst keinen Selbstoptimierungswahn ausbrechen lassen oder sofort alles ändern. Die Reflektion hilft dir dennoch dabei, Zeit und Geld zu sparen.
Spar-Tipp 20: Bück dich
Kennst du die Begriffe „Bück- und Streckware“? Sie werden für Produkte eingesetzt, die in den Supermarktregalen entweder ganz weit unten oder ganz weit oben und somit außerhalb des normalen Sichtfeldes sind. In der bequemen Mitte findest du Produkte, die ansprechend präsentiert werden – aber auch die teuersten sind. Halte in Ladengeschäften bewusst den Blick einmal nach unten und einmal nach oben gerichtet. Hier findest du günstige Alternativen.
No-Name-Produkte und Hausmarken stehen den bekannten Markenprodukten in der Qualität oftmals in nichts nach und kosten doch nur einen Bruchteil des Preises.
Und wo wir gerade beim Jargon des Einzelhandels sind: Vorsicht bei sogenannten Streichpreisen! Sie suggerieren, dass du ein Schnäppchen schlägst. Dabei wird der „Originalpreis“ oftmals auf dem ausgedruckten Etikett erhöht, direkt durchgestrichen und somit ein vermeintliches Angebot aus den normalen Kosten gemacht. Dadurch kaufst du Sachen zu Preisen, die du ansonsten nicht mitnehmen würdest – gibst also mehr Geld aus als nötig.
Spar-Tipp 21: Eins kommt, eins geht – bewusster kaufen
Du willst dir drei neue Kleidungsstücke kaufen. Okay, welche bereits vorhandenen Klamotten sortierst du dafür aus? Sofern du nicht etwas ersetzt, das kaputt gegangen ist oder verbraucht wurde, stell dir die Frage, was für die Neuanschaffung gehen muss.
Auf diese Weise lenkst du deine Aufmerksamkeit weg vom „Brauch ich“ oder vom „Haben wollen“ und konzentrierst dich stattdessen auf das, was schon da ist. Zudem werten wir Trennungsschmerz von bereits vorhandenen, liebgewonnen meist höher als den Reiz des Neuen.
Das Ergebnis ist bewussterer Konsum.
Spar-Tipp 22: Werde flexibler
Gibt es Brokkoli zu einem wirklich günstigen Preis im Angebot, kannst du dich darauf verlassen, dass reichlich in meinen Einkaufswagen wandert. Zwischen Brokkoli-Suppe und -Salat, Auflauf und Thai Curry werde ich noch drei neue Rezepte entdecken, mit denen ich das Angebot lecker nutze und für Abwechslung sorge – während ich für diese Woche gleichzeitig weniger als geplant für Lebensmittel ausgebe.
Bist du flexibel, entdeckst du neue Sparpotenziale. Das gilt nicht nur für Lebensmittel.
Spar-Tipp 23: Nutze Ziele zur Motivation
Wofür sparst du? Willst du endlich die Schulden abbauen, die dich belasten? Möchtest du ein Polster für deine Sicherheit? Oder dir einen Traum erfüllen?
Halt dir dein Ziel klar vor Augen und erinnere dich daran, wenn du bei Ausgaben in Versuchung kommst. Feiere Meilensteine und sei stolz auf dich. Und ja, diese Meilensteine können es sein, dass du diesen Monat nichts beim Lieferdienst bestellt hast, zum zweiten Monat in Folge 5 Euro weggelegt oder eine Aufstellung deiner Ausgaben gemacht hast. Immerhin beweist du damit Disziplin.
Spar-Tipp 24: Individualisiere dein Sparpotenzial
Würdest du mir sagen, ich soll beim Kauf von Kleidung und Schuhen sparen, würde ich lachen. Denn ich kann mich noch nicht einmal daran erinnern, wann ich zuletzt ein Kleidungsstück gekauft habe. Auch Friseur, Maniküre und Pediküre oder Schmuck entfallen bei mir. Beim Kauf von Hundezubehör muss ich hingegen aufpassen, denn dabei werde ich nur allzu gerne schwach, bestelle mehr als gebraucht wird und überschreite schnell das dafür geplante Budget.
Was ist deine Schwachstelle? Wohnst du in einer vollkommen überteuerten Wohnung, obwohl du dich verkleinern und umziehen könntest? Gehst du häufig auswärts essen, obwohl selbst zu kochen günstiger ist? Lässt du dich bei Unternehmungen dazu hinreißen, deutlich mehr auszugeben als du wolltest?
Kennst du deine größten Ausgaben, kannst du individuell dafür Lösungen finden.
Spar-Tipp 25: Schlaf drüber
Du willst unbedingt diese Jacke, diesen Tisch oder das Angebot da drüben? Schlaf drüber.
Jeder kennt die Weisheit, nicht hungrig einkaufen zu gehen. Ebenso solltest du bei allen anderen Ausgaben vorgehen. Ob es sich dabei um ein paar Hosen, ein Parfüm oder einen Hometrainer handelt – bau eine Pause ein, bevor du kaufst. Du vermeidest damit Impulskäufe und Buyers Remorse, kannst dir überlegen, ob du das Objekt deiner aktuellen Begierde auch morgen noch willst. Mit etwas Abstand lässt das Verlangen oftmals nach und du kaufst nur, was du wirklich brauchst oder, was dir Freude bereitet.
Spar-Tipp 26: Beschäftige dich mit Verkaufspsychologie
Bück- und Steckware und Streichpreise kennst du bereits. Mit Sicherheit kennst du auch „Angebote“, die nur für einen begrenzten Zeitraum gelten, samt zugehörigem Countdown. Neben gezielt eingesetzter Sprache und NLP hat das Marketing so einiges zu bieten, was uns alle auf einem psychologischen Level manipuliert.
Kennst du die Tricks der Verkäufer, fällst du nicht mehr darauf herein.
Spar-Tipp 27: Bezahl bar und steck die Differenz ein
Der Blick auf deine Konto-Übersicht schockiert dich? Wer kennt das nicht. Du hast im Prinzip kaum etwas gekauft und trotzdem summiert sich das „kaum etwas“ zu einem heftigen Betrag. Willst du sparen: Bezahl bar oder schreib alle Ausgaben centgenau an einer gut sichtbaren Stelle auf.
Du machst dir damit bewusster, wie schnell das Geld unbewusst durch deine Finger fließt.
Sparst du bei einem Einkauf – beispielsweise, weil du statt der geplanten 50 Euro nur 47,86 Euro für deinen Wocheneinkauf bezahlt hast? Steck die gesparten 2,14 Euro in ein Glas oder ein Sparschwein. Das mag albern klingen, sorgt aber für sicht- und spürbare Sparerfolge und für mehr Motivation.
Spar-Tipp 28: Regelmäßige Optimierung
Menschen sind Gewohnheitstiere, verfallen gerne in einen persönlichen Trott und werden in der Folge blind für die eigenen Marotten. Zusätzlich ziehen Veränderungen weitere Veränderungen nach sich. Steigst du beispielsweise auf Meal Prep und damit auf geplanteres, selteneres Einkaufen um, werden sich deine Fahrtwege reduzieren. Das legt wiederum offen, an welchen anderen Stellen du in der Folge besser sparen kannst, öffnet neue Möglichkeiten und Kapazitäten.
Schau also regelmäßig hin, was und wofür du es ausgibst. Geh schrittweise vor und erhöhe damit nach und nach deinen Erfolg.
Spar-Tipp 29: Belohn dich
Belohnen und sparen – wie soll das denn gehen? Das ist nicht nur einfach, sondern auch nötig. Denn sparen setzen viele mit Verzicht gleich, obwohl es das bessere und effizientere Nutzen der eigenen Ressourcen ist. Ebenfalls viele setzen sich belohnen damit gleich, dass sie Geld ausgeben. Dabei geht es auch anders.
Gönn dir Zeit für dich selbst, organisier einen Abend mit Freunden, führ ein langes Telefonat mit einem lieben Menschen, bereite ein besonderes Gericht zu oder genieß einen Wellness-Tag im eigenen Heim. Setz dein neu gewonnenes Spar-Wissen ein und finde bessere Alternativen zu deinen bisherigen Belohnungen.
Ob du dir Zeit für ein spannendes Buch nimmst, lernst Sushi zuzubereiten oder endlich ein Foto-Album anlegst und mit Schnappschüssen füllst – die besten Momente und Erinnerungen drehen sich nicht darum, wie viel Geld du ausgegeben hast.
Geld sparen, Freiheit gewinnen
Wir alle können uns über gestiegene Kosten ärgern. Und das ist nur allzu verständlich. Entscheidest du dich dafür, zusätzlich Chancen zu sehen und zu nutzen, gewinnst du dennoch neue Möglichkeiten, Freiheit und individuellen Luxus.








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